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Generalrat Kerzers sorgt für Diskussionen

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Der Generalrat sorgt für Diskussionen … eigentlich überhaupt nicht verwunderlich. Das zeigt doch, wie sich die Bürgerinnen und Bürger von Kerzers verhalten, wenn es um wichtige Themen im Polit-Alltag geht. Eine ziemlich komplexe Angelegenheit, dieser Generalrat. Und siehe da, alle interessieren sich, ist doch toll! Dies zeigt, dass professionelle und fundierte Auseinandersetzungen mit ganz einfachen Bürgern zustande kommen. Eine sogenannte Professionalisierung der Stimmberechtigten ist dazu nicht einmal notwendig.

«Wird die Abstimmung verschoben?» – FN vom 18. Februar

Das Podium nur mit Befürwortern eines Gemeindeparlamentes zu organisieren, finde ich unüberlegt. Etwas vermessen auch die Äusserung, «die Bürgerinnen und Bürger sind den komplexeren Aufgaben kaum gewachsen». Im Grunde war es keine Informationsveranstaltung, sondern eher ein Propaganda-Abend für den Generalrat.

Sicher ist, für beide politischen Systeme gibt es Vor- und Nachteile. Das stellt auch niemand in Abrede. Die Frage ist nur: Wollen wir eine sogenannte Professionalisierung unserer Dorfpolitik oder möchten wir das lieber nicht?

Laut Internet hat unsere grösste Partei im Dorf rund 120 Mitglieder, die anderen drei haben bedeutend weniger. Man kann also davon ausgehen, dass im besten Fall etwa 400 Personen in Parteien organisiert sind. Der weitaus grösste Anteil der Stimmberechtigten müsste bei der Annahme eines Generalrates möglichst rasch einer Partei beitreten, selber eine Partei oder Gruppierung gründen oder eben gar nicht kandidieren.

Wir haben bei Annahme des Generalrates ein politisches System wie die Kantone und der Bund. Wie ist es in diesen Gremien mit den viel diskutierten Absenzen? Hier ein Beispiel aus Bundesbern: Absenzen von 20 Prozent und mehr sind da an der Tagesordnung. Der Spitzenreiter bringt es in der Herbstsession 2014 auf eine Absenz von 64 Prozent. Sind das Volksvertreter? Man darf sicher nicht verallgemeinern, aber auch im Generalrat sind im Normalfall nie alle anwesend. Persönlich traue ich den Stimmberechtigten von Kerzers zu, auch bei etwas schwierigeren Themen verantwortungsvolle und wohlüberlegte Entscheide zu treffen.

Die ganze Diskussion hat sicher auch ihr Gutes: Die Bevölkerung ist nun wachgerüttelt und wird sicher an kommenden Gemeindeversammlungen aktiver und engagierter teilnehmen als in der Vergangenheit. Die Gemeindeversammlung hat also nicht ausgedient. Sorgen wir an der Urne dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger von Kerzers auch in Zukunft zu allen politischen Fragen äussern können. Das Parteiengeplänkel schadet der politischen Kultur. Darum: Ja zur Gemeindeversammlung, nein zum Generalrat.

 

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