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«Generalräte sind sehr dossiersicher»

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Kerzers hat mit einem starken Bevölkerungswachstum und seiner Rolle als regionales Zentrum immer komplexere Aufgaben. Deshalb haben alle vier politischen Parteien im Dorf (CVP, FDP, SP, SVP) eine Abstimmung zur Einführung eines Generalrats lanciert und eine überparteiliche Arbeitsgruppe gebildet, welche die Einführung des Generalrats in Kerzers vorbereitet. Diese hat nun angekündigt, am 20. Januar eine Podiumsdiskussion durchzuführen, um die Argumente für einen Generalrat öffentlich zu diskutieren.

Geringe Beteiligung

«Wir brauchen dringend eine professionellere Auseinandersetzung mit den politischen Themen in Kerzers», sagt Jörg Bönzli. Er ist Vizepräsident der FDP und Präsident der Arbeitsgruppe.

Für Bönzli ist es vor allem ein Grund, der für die Einführung eines Generalrats spricht: An den Gemeindeversammlungen seien von rund 3300 Stimmberechtigten jeweils nur sehr wenige anwesend. In den letzten Jahren habe die durchschnittliche Beteiligung bei rund drei Prozent gelegen. An gewissen Versammlungen seien sogar nur knapp 50 Personen anwesend gewesen. «Der Generalrat soll eine neue politische Kultur schaffen und die Leute animieren, am politischen Prozess teilzunehmen», sagt Bönzli. Das könne als Generalrat oder Generalrätin sein, aber auch bei der Mitarbeit in den Kommissionen.

Alle Parteien sind dabei

«Innerhalb der Parteien sind wir uns einig, dass der Generalrat ein gute Sache wäre und die Kerzerser darüber abstimmen sollen.» Die FDP habe zwar den Prozess lanciert, aber alle Parteien hätten daran mitgearbeitet, sagt Bönzli. Auch die Gemeinde habe die Arbeitsgruppe sehr gut unterstützt. «Es macht Spass, in dieser Arbeitsgruppe zu arbeiten», so Bönzli.

 Sorgen um die geringe Beteiligung an den Gemeindeversammlungen macht sich auch der Gemeindeschreiber Erich Hirt: «Wir sind ein bisschen wie im luftleeren Raum und wissen oft nicht, ob unsere Arbeit geschätzt wird.» Mit einem Generalrat wäre das anders. «Ich erwarte viel intensivere Auseinandersetzungen über politische Themen», sagt Hirt. Das könne der Entwicklung in Kerzers nur helfen und den Verantwortlichen der Verwaltung und des Gemeinderates Richtungen aufzeigen. Auch Bönzli ist überzeugt, dass der Generalrat professioneller arbeiten kann als eine Gemeindeversammlung: Bei Besuchen an Generalratssitzungen in Murten und Wünnewil-Flamatt sei der Arbeitsgruppe deutlich bewusst geworden, dass die Politiker sehr gut Bescheid über die Geschäfte wüssten: «Sie sind absolut sicher in den Dossiers und fordern so den Gemeinderat», sagt Bönzli.

 Gemeindepräsidentin Susanne Schwander unterstützt die Idee eines Generalrats. «Einerseits bedeutet das eine bessere Kontrolle des Gemeinderats, andererseits auch eine breitere Abstützung von politischen Entscheiden», so die Gemeindepräsidentin.

Chronologie

Abstimmung für einen Generalrat am 8. März 2015

Vor zehn Jahren wurde über die Einführung eines Generalrates in Kerzers bereits einmal abgestimmt: ImJuni 2005lehnten die Stimmbürger den Generalrat mit 795 zu 709 Stimmen knapp ab.

Im Jahr2012hat die FDP einen erneuten Vorstoss lanciert und nahm Kontakt zu den anderen Parteien auf. Laut dem FDP-Vizepräsidenten Jörg Bönzli waren die Parteivorstände alle dafür, die Sache weiterzuverfolgen. ImFebruar 2014haben die Parteien dem Gemeinderat einen entsprechenden Antrag abgegeben. Der Gemeinderat unterstützt seither die Arbeitsgruppe, welche sich aus Mitgliedern aller Parteien zusammensetzt. Im Frühling entschied der Gemeinderat, am8. März 2015eine Abstimmung für die Einführung eines Generalrats durchzuführen. Bei einem Ja käme es im Frühling 2016 gleichzeitig zu Wahlen für die sieben Gemeinderatsmitglieder und die 50 Mitglieder des neuen Generalrats. Am20. Januar 2015gibt es in der Seelandhalle eine Podiumsdiskussion zum Thema.tk

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