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Genetischer Fingerabdruck identifiziert Tote

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Warum werden die unbekannten Toten bei Massenkatastrophen überhaupt identifiziert? Der Grund liegt darin, dass ein so genannt aussergewöhnlicher Todesfall vorliegt. Und dieser muss strafrechtlich abgeklärt werden. Eine Abklärung ist aber nur möglich, wenn das Opfer einwandfrei identifiziert ist.

Eine weitere Komponente ist auch die ethisch-menschliche. Für viele Angehörige sei der plötzliche Tod eines Familienmitgliedes nur schwer anzunehmen, sagt der Gerichtsmediziner und ausgewiesene Experte Christoph Markwalder: «Es tauchen immer wieder Zweifel auf, ob sich die vermisste Person tatsächlich unter den Todesopfern befindet.» Ausserdem verlangt auch das Zivilrecht eine genaue Identifikation. Erst wenn der Tod bestätigt ist, werden die Ehe aufgelöst, das Erbverfahren eingeleitet und Versicherungsgelder ausbezahlt. Die Opfer werden heutzutage fast ausschliesslich mittels Zahn- und genetischer Analysen identifiziert. Zahnanalysen eignen sich zur schnellen Identifikation, da jeder Mensch ein unterschiedliches Zahnbild hat. Es werden Zahnröntgenbilder verglichen, um so die Identifikation der Opfer zu bestimmen.
Bei der Flugzeugkatastrophe von Halifax wurden 227 Opfer – insgesamt waren es 229 – mittels genetischer Analyse identifiziert. Bei diesem Verfahren wird nichtcodierende Desoxy-Ribonuklein-Säure DNS aus dem Gewebe der Leichen isoliert. Das Resultat dieser Methode nennt man genetischer Fingerabdruck.

Zur Bestätigung Verwandte
miteinbezogen

Zur DNS-Probe wird das Muskelgewebe herbeigezogen. Es befindet sich direkt unter der Haut und ist daher gut geschützt und konserviert. Deshalb könne die Probe auch bei Opfern durchgeführt werden, die rauhen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, wie dies bei der Halifaxkatastrophe der Fall war. «Aber trotzdem werden immer die nächsten Verwandten miteinbezogen», sagt der Direktor des Instituts für Gerichtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen, Christoph Markwalder. Der genetische Fingerabdruck des Opfers wird somit mit DNS-Proben von Verwandten verglichen.

Die gleiche Methode wird übrigens bei der Vaterschaftsanalyse und bei der Überführung von Gewaltverbrechen angewendet.
Der Vortrag «Identifikation» am Histologischen Institut der Universität Freiburg ist Teil eine Vortragsserie, welche von Frimorfo organisiert wird. Frimorfo AG führt im Bereich Gentechnologie und Medizin Diagnosen durch. Professor Marco Celio, Direktor des Histologischen Instituts der Universität Freiburg hat die Firma letzten Herbst gegründet. Die Firma befindet sich in den Räumen des Instituts und beschäftigt rund fünf Mitarbeiter.

In Zukunft für jedermann

Die Vorträge figurieren unter dem Motto «Medizin im 21. Jahrhundert – Herausforderungen – Möglichkeiten – Gefahren». Bislang hat Frimorfo die Gäste eingeladen. In Zukunft sollen die Vorträge nun öffentlich sein.

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