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Genossenschaft oder Aktiengesellschaft?

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Genossenschaft oder Aktiengesellschaft? Waldbesitzervereinigung des Seebezirks sucht Nachfolgeorganisation Bis Ende Jahr wird die Waldzusammenlegung im Seebezirk beendet sein. Die Vereinigung wird sich auflösen. Für die Nutzung von Synergien, das Gewicht am Markt und für die Interessenvertretung der privaten Waldbesitzer muss eine Nachfolgeorganisation geschaffen werden. Von UELI GUTKNECHT Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft befindet sich in einer schwerwiegenden Ertragskrise. Die Waldbesitzer sind an der Grenze des Machbaren angelangt. Neue Lösungen sind gefragt. Im Zentrum der Vorschläge steht die Forderung nach mehr unternehmerischer Eigenverantwortlichkeit der Waldbesitzer. Die öffentlichen Wälder (Gemeinde- und Staatswald) im Bezirk haben sich zur Revierkörperschaft zusammengeschlossen. Dem Privatwald stehen Lösungen noch bevor. Ohne sie riskiert er aufgrund fehlender wirtschaftlicher Attraktivität auf die Dauer nicht mehr nachhaltig genutzt zu werden. Diese Lage prägte die von Präsident Hans Pfister (Kerzers) geleitete Generalversammlung vom Dienstagabend in Ried. Idealisten, Selbst versorger, Nebenerwerber … Eine von Forstingenieur Fritz Pfister (Muntelier) geleitete Arbeitsgruppe hat im Auftrag des Vorstandes die Mitgliederstruktur analysiert, Bedürfnisse und Lösungsmöglichkeiten für eine Nachfolgeorganisation erarbeitet. Als Voraussetzung ihrer Abklärungen definierte die Arbeitsgruppe als typische Waldbesitzer den «Idealisten», den «Selbstversorger», den «Nebenerwerber» und den «Bewirtschafter». Als Aufgaben wurden unter anderem genannt: die Rationalisierung der Holzproduktion und des Unternehmereinsatzes, Informationsbeschaffung über den Holzmarkt, Koordination und grössere Lose der Holzverkäufe sowie Interessenvertretung. Weitere Themen sind Informationen, Hilfestellung, Beratung, Dienstleistungen, Übernahme von Aufträgen und Rechtsvertretung. Die Arbeitsgruppe empfiehlt der Versammlung nach dem Abwägen aller Vor- und Nachteile der Vereins- oder Aktiengesellschaftsform die Gründung einer Genossenschaft. Ernst Maeder-Essig aus Ried sieht in einer AG die bessere und vor allem gewinnträchtigere Lösung. Mit den entsprechenden Statuten könne die befürchtete Übernahme der Aktienmehrheit durch Fremde vermieden werden. Der Präsident versprach, der Vorstand werde darauf zurückkommen. Beschluss erst im Herbst In der Konsultativabstimmung sanktionierte die Versammlung das weitere Vorgehen auf dem eingeschlagenen Weg. Für die weitere Vernehmlassung werden konkrete Vorschläge erarbeitet und die Kosten ermittelt. Beschluss fassen wird die Waldbesitzervereinigung jedoch erst im Spätherbst. 30 Prozent weniger Subventionen Kreisoberförster Dominique Schaller informierte über die Kürzungen der Waldsubventionen auf Bundesebene. Nächstes Jahr sind es 15 Millionen Franken, im Jahr 2005 deren 40 und im Jahr 2006 gar 50 Millionen (gegenüber heute minus 30 Prozent). Im Weiteren erwähnte er, dass 20 Prozent der gesamten «Käferholz»-Menge im Kanton Freiburg anfallen. Ueli Minder (Jeuss) informierte über die Aktivitäten des Kantonalverbandes: Das «Lothar-Holz» sei weg und die Nasslager hätten reduziert werden können. Ende Jahr sei der nächste Termin für die zukunftsträchtige Zertifizierungsanmeldungen der Waldbesitzer beim Waldwirtschaftsverband. Rechnung, Mitglieder und Beiträge Nebst seinen ordentlichen Sitzungen hat der Vorstand im März einen von Heinz Bucher geleiteten Kurs über Arbeitssicherheit, Wildschutz, standortgerechte Pflanzung und geeignete Pflanzen durchgeführt. Dominique Schaller und Fritz Pfister orientierten bei anderer Gelegenheit über Waldbewirtschaftung, Maschineneinsatz, Revierkörperschaften, nachhaltige und gewinnbringende Waldnutzung. Die Rechnung schliesst bei 5200 Franken Aufwand mit einem Verlust von 2200 Franken. Der Vereinigung gehören 68 private Waldbesitzer und 20 Gemeinden an. Der Sockelbeitrag von 15 und der Flächenbeitrag von 1.50 Franken pro Hektare bleiben unverändert. Fritz Pfister appellierte eindringlich, trotz drohenden Subventionskürzungen und allen derzeitigen Widerwärtigkeiten die Werterhaltung der Wälder sicherzustellen und aus der tristen Situation das Beste zu machen. Denn bessere Zeiten kämen bestimmt wieder. Doch sie verlangten jetzt zielgerichtetes Handeln.

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