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Gepflegtes «Chillen» am Freiburger Stadtstrand

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: PAscal Jäggi

Endlich mal wieder Sonne und kein störendes Lüftchen oder gar Regen: Am Samstag hat sich ein Besuch des Stadtstrandes in der Freiburger Innenstadt geradezu angeboten. Um 18 Uhr scheint die Sonne ungestört auf die Wiese hinter dem Equilibre. Nur wenige Sonnenhungrige baden aber im gleissenden Licht. Haben sich die Freiburger das süsse Nichtstun draussen abgewöhnt? Also auf zum abgetrennten Teil der Schützenmatte, dem «Fribourg-Plage»: Hier dominieren die grellfarbenen Liegestühle, nicht alle sind besetzt. Ausser der überdimensionierten Bierdose des Hauptsponsors kommt nichts aufdringlich daher. Die Stimmung ist entspannt, die Musik läuft eher im Hintergrund, auch wenn ein DJ die Plattenspieler bedient. Im Hinterkopf läuft der Indie-Sommer-Hit «Plage» von den Crystal Fighters, doch mit dem beschwingten Electro-Pop hat die Szenerie wenig zu tun.

 

Am Tisch angekommen, wird der Gast schnell bedient. Klar, schliesslich muss der Spass finanziert werden. Einfach nur reinsitzen und nicht konsumieren geht nicht. Für sportliche Betätigung ist es zu heiss, weder Badminton noch das Beachvolleyball-Feld reizen die Gäste. Vielmehr ist gepflegtes «Chillen» angesagt, wie das frühere «Dolce farniente» neudeutsch genannt wird. Ein Drink, ein nettes Gespräch, die Sonne geniessen, das bewegt Freiburg am Strand.

 

Die Musik wechselt von brasilianischen Klängen zu Reggae. Eitel darf der DJ hier nicht sein, eine grosse Party kann er nicht anreissen. Ein süsslicher Geruch liegt in der Luft, schwierig einzuordnen. Langsam kommt Hunger auf, sommerliche Apéro-Häppchen werden serviert. Das Servierpersonal ist unaufdringlich, der «Konsumzwang» beschränkt sich auf das erste Getränk.

 

Viele Gäste sind mit den Kleinen da, auch Hunde sind willkommen, solange sie nicht in den Sand steigen, um irgendwelche Geschäfte zu erledigen. Doch die Hunde sind wohlerzogen und betreten die sandige Verlockung nicht. Das Publikum ist gemischt. Auffallend wenige Jugendliche sind da, viele um die 30, aber auch ältere Paare und Kinder. «Wir kommen regelmässig, wenn das Wetter gut ist», sagt etwa Alex, der sich mit seinen Kollegen einen schönen Nachmittag macht. Er schätzt es, dass der Strand nicht überfüllt ist. Es gebe auch keine Probleme mit anderen Gästen. «Gechillt» eben. Auch Léa, die mit ihren beiden Kindern gekommen ist, mag die gemütliche Atmosphäre. «Es ist übersichtlich, ich kann mich hier auch entspannen», meint sie. Das ist ihr anzusehen. Die Kinder ziehen sich zum Spielen auf den Sand zurück.

Mittlerweile verschwindet die Sonne langsam hinter dem «Irish Pub». Das Startzeichen für ein paar Jugendliche, um das Beachvolley-Feld zu entern. Kurz darauf trifft eine grössere Gruppe ein: Ein Junggesellenabschied wird gefeiert. Allerdings tritt die Gruppe bei weitem nicht in der eher unangenehmen Art auf, in der sich solche Truppen sonst aufführen.

 

Macher Karl Ehrler äussert sich sehr zufrieden zu seinem Strandprojekt. «Den Juli haben wir schon gespürt», sagt er zwar, «aber in den Wochen zuvor haben wir ordentlich vorgelegt.» Nun hofft er, dass die Tage bis am 18. September weiterhin so schön bleiben. Auch ihm fällt das Gemütliche auf, auch wenn an gewissen Freitagen oder Samstagen durchaus einiges los sei. «Gut gefüllt ist der Strand öfter, aber wir ziehen nicht die gleichen Besucher an wie ein Bierfest», so Ehrler. Damit haben sich offenbar auch die Nachbarn abgefunden. Für viele sei das Ganze eine Aufwertung der Schützenmatte, erklärt Karl Ehrler. Selbst die bisherigen Verlängerungen bis Mitternacht (insgesamt zehn) verliefen problemlos.

 

Es ist Zeit zu gehen. Ein letzter Gang zur Toilette. Da wird auch klar, woher der süssliche Geruch stammt. Ein Sitzplatz weiter weg von den chemischen Toiletten wäre beim nächsten Besuch angebracht. Auf dem Rest der Schützenmatte sind nach 20 Uhr noch immer sehr wenig Besucher zu sehen. Dass die Jugendlichen an einem so schönen Tag die Wonnen des süssen Nichtstuns meiden, wird doch nicht an der im fernen Zürich stattfindenden Street Parade liegen?

Der Strand lockt auch eher aussergewöhnliche Gesellen auf die Schützenmatte in der Freiburger Innenstadt.Bild Mélanie Rouiller

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