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Geplante Antenne ärgert Anwohner

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wir brauchen keine weitere Antenne im Dorf, denn wir sind alle vernetzt genug», sagt Rosmarie Peissard auf Anfrage. Sie ist die Initiantin einer Einsprache gegen die geplante Mobilfunkanlage von Salt im Dorf Wünnewil. 200 Einwohner haben das Begehren unterschrieben. Das Unternehmen will die Antenne auf dem Dach des Gebäudes installieren, in dem die Volg-Filiale von Wünnewil einquartiert ist.

«Gestörtes Ortsbild»

Es seien besonders Anwohner wie sie, die sich bei der Einsprache beteiligt hätten, sagt Rosmarie Peissard. «Das Gebäude befindet sich mitten in einem Wohnquartier. Die Installation einer Antenne stört das Dorfbild.» Zudem würde die Anlage den Wert der Liegenschaften vermindern. «In der Gemeinde gibt es bereits vier oder fünf Antennen. Eine befindet sich nur 170 Meter von der geplanten Anlage entfernt.» Wegen der Strahlung seien die Anwohner auch um ihre Gesundheit besorgt, führt Peissard weiter aus. «Salt bagatellisiert unsere Anliegen.»

Im vorliegenden Fall würden die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten, schreibt das Unternehmen Salt an die Gemeinde Wünnewil-Flamatt in seiner Stellungnahme, die den FN vorliegt. Zudem bestehe bis heute nach gesammeltem Wissensstand verschiedener Experten keine Gesundheitsgefahr für Menschen, die in der Nähe von Sendeanlagen wohnten. Weiter schreibt das Unternehmen, dass über 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung heute ein Handy hätten und viele dieses täglich nutzen würden. «Eine Nutzung der mobilen Dienste ist allerdings nur mit der entsprechenden technischen Infrastruktur möglich», schreibt Salt. Weil die Antennen nicht eine beliebig grosse Fläche mit Mobilfunkdiensten versorgen könnten, müssten sie direkt in den Gebieten errichtet werden, wo telefoniert werde – so eben auch in Wohngebieten.

Verständnis bei Eigentümern

Das Gebäude, auf dem die Antenne zukünftig stehen soll, gehört einer Wohnbaugesellschaft im Besitz dreier Cousins. Einer davon ist Michael Perler aus Wünnewil. «Wir waren überrascht über den Widerstand», sagt er auf Anfrage. Doch für ihn und seine Cou­sins seien die Gründe für die Einsprache nachvollziehbar, und sie hätten auch Verständnis dafür. Dass Salt genau ihr Gebäude für die Antenne ausgesucht habe, sei nicht von Anfang an klar gewesen, erzählt Perler: «Salt informierte uns, dass unser Gebäude eines von mehreren sei, das sich für eine Antenne eigne, und dass deshalb mehrere Liegenschaftsbesitzer angefragt würden.» Sie hätten sich über die Strahlenbelastung und die gesetzlichen Vorgaben informiert. «Wir werden nicht intervenieren, und wir sind auch nicht unglücklich, wenn das Baugesuch abgelehnt wird. Salt ist der Gesuchsteller, nicht wir.» Leute hätten ihnen vorgeworfen, sie hätten Salt nur wegen des Geldes den Bau der Antenne erlaubt, sagt Perler. «Es ist korrekt, dass wir im Rahmen des Üblichen entschädigt werden. Ziel war es aber nie, damit Geld zu verdienen.» Zweck der Wohnbaugesellschaft sei es, einfache und preiswerte Wohnungen auf Basis der Selbstkosten zu vermieten, sagt Perler.

Positive kantonale Gutachten

Auf kommunaler Ebene erhielt das Baugesuch ein negatives Gutachten, wie der Ammann von Wünnewil-Flamatt, Andreas Freiburghaus, den FN sagt. «Der Gemeinderat steht hinter den Anwohnern und unterstützt ihr Anliegen.» Die kantonalen Ämter wie das Bau- und Raumplanungsamt und das Amt für Umwelt haben ein günstiges Gutachten erteilt, allerdings mit Bedingungen: Spätestens innert 180 Tagen nach der Inbetriebnahme sind Messungen durchzuführen, um die Einhaltung der Grenzwerte zu kontrollieren. Sollten die Ergebnisse zu hoch ausfallen, müssen die Anlagebetreiber die Immission reduzieren.

Nun befindet sich das Dossier beim Oberamt des Sensebezirks. Dieses muss nun über das Gesuch befinden. Laut Gemeindebauamt von Wünnewil-Flamatt sind zwei weitere Einzeleinsprachen eingegangen. Gemeinsam mit einem Rechtsanwalt werde sie und zwei bis drei andere Einsprecher Ende Sommer beim Oberamt vorsprechen, sagt Rosmarie Peissard. «Ich hoffe, das Oberamt nimmt uns ernst. Es wäre schön, wenn wir als Bürger auch noch etwas zu sagen haben.»

«Das Gebäude befindet sich in einem Wohnquartier. Die Installation einer Antenne stört das Dorfbild.»

Rosmarie Peissard

Initiantin der Einsprache

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