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Geringe Margen bereiten Sorgen

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«Die Unternehmen in Deutschfreiburg sind besser unterwegs als jene im Süden des Kantons», sagte René Jenny, Präsident der Handels- und Industriekammer Freiburg (HIKF), am Mittwoch den FN, als im Podium in Düdingen die Resultate einer Umfrage vorgestellt wurden. In der Tat konnte der Wirtschaftsberater der HIKF, Philippe Gumy, festhalten, dass die Unternehmen ihren Geschäftsgang aktuell und in den letzten zwölf Monaten grossmehrheitlich als positiv beurteilten: Rund 15 Prozent als sehr gut, rund 50 Prozent als gut und rund 35 Prozent als zufriedenstellend. Ähnlich positiv blicken sie auch in die Zukunft. Allerdings gaben 9,2  Prozent an, dass sich der Umsatz 2017 schlecht entwickle, nachdem nur rund fünf Prozent den aktuellen Geschäftsgang als schlecht einstuften. 237 Unternehmen des Sense- und Seebezirks haben sich an der Umfrage des HIKF beteiligt, was bei 2645 versandten Fragebögen einer Rücklaufquote von neun Prozent entspricht. «Sie ist dennoch repräsentativ», sagte Gumy.

Stabile Beschäftigungslage

Was den voraussichtlichen Gewinn 2017 betrifft, so rechnen neun Prozent mit einem sehr guten, 36 Prozent mit einem guten, 43 Prozent mit einem zufriedenstellenden und zwölf Prozent mit einem schlechten Resultat. 72 Prozent der Unternehmen haben 2017 investiert, 62 Prozent planen Investitionen für 2018, wie Gumy weiter berichtete. Bezüglich der Beschäftigen gehen über 90 Prozent von stabilen oder gar steigenden Zahlen aus. Nur 7,5 Prozent sehen für das Jahr 2018 einen Rückgang.

Mangel an Fachkräften

Befragt nach den Sorgen nannten 49 Prozent die geringen Margen, gefolgt von der Schweizer Konkurrenz (41 Prozent) und der internationalen Konkurrenz (31 Prozent). Aber auch der Fachkräftemangel (27  Prozent) und die Überregulierung (25 Prozent) bereiten Sorgen, weniger der starke Franken oder die Konjunkturlage (20,5 Prozent). Der Mangel an Fachkräften wurde denn auch in der Fragestunde diskutiert. Dies scheint vor allem bei der Suche nach Ingenieuren der Fall zu sein, wie Staatsrat Olivier Curty anhand eines Beispiels aufzeigte. Die HIKF-Umfrage hat ergeben, dass 54  Prozent der Unternehmen des Seebezirks und 43 Prozent der Unternehmen des Sensebezirks die gesuchten Mitarbeiter nicht in ihrem Bezirk finden.

Land wird teurer

Rund die Hälfte der Befragten gaben an, dass die Grundstücke nicht mehr so günstig zu haben sind und dass sich die Situation verschlechtert hat. «Jeder vierte Befragte im Seebezirk und jeder dritte im Sensebezirk denkt, dass die Unternehmen nicht die erforderlichen Grundstücke finden», erklärte Gumy. Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty versprach denn auch, dass der Kanton in der Bodenpolitik aktiver werde. «Wir haben genügend Bauland, aber es befindet sich am falschen Ort oder ist nicht verfügbar», meinte er.

Der Seebezirk und Freiburg

Die HIKF-Umfrage hat auch ergeben, dass die Identität des Seebezirks infrage gestellt wird. «67 Prozent sind der Meinung, dass der Seebezirk aus­serhalb des Kantons nicht als Freiburger Region erkannt wird», sagte Gumy. «Der Seebezirk ist für die Damen und Herren im Kantonsparlament in jeder Hinsicht ein Fremdwort», zitierte er einen Kommentar. Freiburg ist ein Kanton der Pendlerinnen und Pendler. Mit einem negativen Pendlersaldo von 16 Prozent ist er zuunterst in der Tabelle der Schweizer Kantone zu finden. «Im Sensebezirk bewerten 46 Prozent den Beitrag der Pendler zur Wirtschaft als positiv, 22 Prozent sehen darin Nachteile», sagte Gumy und wies darauf hin, dass im Greyerz- und im Glanebezirk über 50 Prozent der Befragten sich negativ zu dieser Frage geäussert haben.

Gegen Bezirksfusionen

Eine Fusion von Sense- und Seebezirk wird von 68 Prozent der Befragten klar abgelehnt, eine solche von Sense- und Saanebezirk von 66 Prozent. Nicht gestellt wurde die Frage nach einem Kanton Deutsch­freiburg, was FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen bedauerte.

«Wir haben genügend Bauland, aber es befindet sich am falschen Ort oder ist nicht verfügbar.»

Olivier Curty

Volkswirtschaftsdirektor

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