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«Gespenster» machen das Kellertheater Murten unsicher

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Hannes Währer

Dass Stücke des norwegischen Dramatikers und Schriftstellers Henrik Ibsen (1828-1906) auf Laienbühnen aufgeführt werden, hat Seltenheitswert. Nicht etwa, weil seine Werke es verdienten, auf dem kulturhistorischen Schrottplatz zu landen – Ibsen wird regelmässig auf grossen Bühnen gespielt -, sondern «weil die Anforderung an die Schauspieler sehr hoch ist», wie Regisseur Alex Truffer erklärt.

Dennoch war Elsbeth Gloor, beim Kellertheater Murten für die Eigenproduktionen zuständig, nach der Lektüre von Ibsens «Gespenster» entschlossen, das Stück auf die Bühne zu bringen.

Intakte Fassade zerstört

Vor dem schlichten, aber wirkungsvollen, der Szenerie entsprechend düster gehaltenen Bühnenbild, hat das Ensemble an der Generalprobe vom Dienstag bewiesen, dass es Ibsens «Gespenstern» durchaus gewachsen ist. Das Stück zeigt eine Momentaufnahme: In einem Raum und an nur einem Tag entfaltet sich die dramatische Geschichte der Alvings. Nach und nach wird während den oft sarkastisch zugespitzten Dialogen die vordergründig intakte Fassade der Familie eingerissen.

Starker aktueller Bezug

Das Stück wirkt auch deshalb auf die Zuschauer, weil «Gespenster» zahlreiche Analogien zur Aktualität bietet. So ist die Thematik von Geschlechtskrankheiten angesprochen, ebenso wie der bis heute oft realitätsferne Umgang der Kirche damit. Zur Sprache kommen aber auch die Themen Inzest, Sterbehilfe und nicht zuletzt die Geschlechterfrage.

Versöhnlicher Ausklang

Obwohl das Stück stark von der originalen, aber gekürzten Textvorlage lebt, hat Regisseur Truffer es verstanden, die Schauspieler zu Bestleistungen, was Mimik, Gestik und Körpersprache anbelangt, zu motivieren. Zusammen mit der optisch effektvollen Aufstellung bei den einzelnen Szenen gelingt es dem Ensemble, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Dieser setzt einen überraschend versöhnlichen Ausklang zur ansonsten eher deprimierenden Handlung.

Kellertheater Murten im KiB Murten, Premiere ausverkauft. Weitere Vorstellungen: Mi., 21., Fr., 23., Sa., 24., Mi., 28., Fr., 30., Sa., 31. Januar. Mi., 4., und Sa., 7. Februar. Reservation: Altstadt-Buchhandlung Murten: 026 670 57 77.

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