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Gesucht: Lokalpolitiker

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Sieben Gemeinderatssitze und fünfzig Sitze im Generalrat, dem Gemeindeparlament: Darum geht es am 7. März 2021 in Düdingen. An diesem Datum finden im Kanton Freiburg die kommunalen Wahlen statt. Genügend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, ist gar nicht so einfach in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, Leute für Milizämter zu finden (siehe auch Kasten).

Wegen Corona verschoben

Um die Bürgerinnen und Bürger für die Gemeindepolitik zu begeistern, organisieren die Parteien und politischen Gruppierungen Düdingens nun erstmals einen gemeinsamen überparteilichen Informationsanlass. Am nächsten Samstag werden sich die verschiedenen Parteien und Gruppen im Podium präsentieren. Zudem wird Oberamtmann Manfred Raemy einen Überblick über das politische System geben; Syndic Kuno Philipona (CVP) wird über die Arbeit der Gemeinderäte informieren und André Schneuwly (Freie Wähler), ehemaliger Generalratspräsident, über das Gemeindeparlament.

Die Idee zum Anlass sei bereits im letzten Herbst entstanden, sagt Raphael Portmann, einer der Organisatoren und Generalrat der Freien Wähler, den FN. Ursprünglich hätte der Anlass im März stattfinden sollen, also rund ein Jahr vor den Wahlen. Doch wegen der Corona-Pandemie haben die Organisatoren den Anlass in den September verschoben. «Die Pandemie hat uns zurückversetzt, wir dachten eigentlich, dass wir mehr Zeit für die Vorbereitung der Wahlen haben würden. Aber wir machen nun das Beste daraus.» Umso wichtiger sei jetzt der Info-Anlass.

Ziel sei es, Jungbürgerinnen, Neuzuzügern oder einfach Menschen, die sich neu für die Politik interessierten, aufzuzeigen, wie die politische Arbeit in der Gemeinde funktioniere, welche Gremien es gebe und wie diese zusammenarbeiteten. «Wir wollen aufzeigen, wie wichtig die Basisarbeit in der Gemeinde ist», so Portmann.

Andere Plattformen fallen weg

Syndic Kuno Philipona findet den Anlass gerade in diesem Jahr besonders wichtig. «Weil so viel abgesagt wurde, ist es für die Parteien und Gruppierungen schwierig, sichtbar zu sein und mit den Leuten in Kontakt zu treten.» So sei etwa der Martinsmarkt jeweils eine wichtige Plattform. Ob dieser allerdings dieses Jahr durchgeführt werden könne, sei nicht sicher. «Die Informationsveranstaltung am Samstag ist ein erster Schritt, um die Leute für die Gemeindepolitik zu interessieren.» Denn es sei zentral, dass die Parteien und Gruppierungen im März 2021 den Wählerinnen und Wählern eine gute Auswahl präsentieren könnten. «Es ist wichtig, dass motivierte Menschen die Generalrats- und Gemeinderatsämter übernehmen.»

Beim Düdinger Gemeinderat kommt es in der nächsten Legislatur zu einer Änderung: Neu wird es nicht mehr neun, sondern sieben Gemeinderäte geben. Sie werden in einem Pensum von 20 Prozent angestellt, der Syndic oder die Syndique mit 80 Prozent. Über die Details und wie es zu diesem Entscheid gekommen ist, wird Kuno Philipona am Samstag informieren.

«Gute politische Kultur»

Der amtierende Syndic meint: «Wir haben eine gute politische Kultur in Düdingen.» Alle grösseren nationalen Parteien mit Ausnahme der Grünen seien in der Gemeinde mit einer Sektion vertreten. Dazu kommen Gruppierungen wie die Freien Wähler oder die Junge Liste Düdingen. «Es gibt für alle etwas», so Philipona.

Generalrat André Schneuwly findet, dass die Gemeinde noch mehr tun könnte, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. «Mit Workshops und Info-Veranstaltungen könnten wir näher an den Leuten sein.» Der Anlass am Samstag sei ein guter Start. «Das Ziel ist, dass die Leute ein bisschen schnuppern können und Lust bekommen, selber zu politisieren.» Der Anlass sei zudem eine gute Art, den Wahlkampf zu lancieren. «Jetzt können wir intensiv auf Kandidatensuche gehen.»

Programm

Referate und Informationsstände

An der überparteilichen Informationsveranstaltung vom Samstag informieren die Parteien und Gruppierungen CSP, CVP, die Unabhängigen Düdingen, FDP, Freie Wähler Düdingen, Junge Liste Düdingen, SP, SVP sowie die entstehende GLP Düdingen über die Gemeindepolitik von Düdingen. Zunächst wird Oberamtmann Manfred Raemy im Podium über das Oberamt informieren, dann Syndic Kuno Philipona über den Gemeinderat und schliesslich Generalrat André Schneuwly über das Gemeindeparlament. Die Moderation übernimmt Tatjana Pürro. Anschliessend präsentieren sich die Parteien und Gruppierungen im Foyer des Podiums. Es besteht ein Schutzkonzept, und für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gilt Masken-Pflicht. Auf einen Apéro wird wegen der Corona-Pandemie verzichtet.

nas

Podium, Düdingen. Sa., 12. September, 10 bis 13 Uhr.

Oberamtmann

«Eine ehrliche Information ist wichtig»

Oberamtmann Manfred Raemy, warum ist es so schwierig, Kandidaten für Ämter in der Lokalpolitik zu finden?

Der Aufwand ist beträchtlich, und für viele Menschen ist es zunehmend schwieriger, so ein Amt unter einen Hut zu bringen mit Familie, Beruf und Hobbys – gerade auch, weil bei vielen der Druck im Berufsleben gestiegen ist. Darum ist der Info-Anlass in Düdingen so wichtig: Wir können dort transparent über die Anforderungen informieren. Eine ehrliche Information ist wichtig.

Könnte es nicht vielmehr abschreckend wirken, offen zu sagen, wie viel Aufwand so ein Amt bedeutet?

Das mag sein. Aber wir wollen auch zeigen, was für eine enorme Chance es ist, aktiv die Zukunft einer Gemeinde mitgestalten zu können. Das bringt viele schöne Erlebnisse mit sich. Wir wollen Interessierten die Angst nehmen, dass das Amt sie überfordern könnte.

Gibt es heutzutage eine gewisse Politikverdrossenheit?

Das denke ich nicht. Ich glaube, es ist eher die Zeitfrage, die viele Menschen abschreckt, oder dass sie nicht genau wissen, was sie erwartet. Darum ist es wichtig, sie aufzuklären.

Warum engagieren Sie sich am Info-Anlass in Düdingen?

Ich betrachte das als eine sehr gute Sache, besonders dass dieser Anlass parteiübergreifend organisiert wird. Denn alle Parteien und Gruppierungen haben Mühe, Leute zu finden. Und das Schlimmste für eine Gemeinde ist es, wenn es nicht genug Kandidaten für die Ämter gibt.

nas

 

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