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Gesundheitsnetz See schafft den Heimleiter ab

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In den Pflegeheimen des Gesundheitsnetzes See soll es bald keine Heimleiter mehr geben. Es kommt zu einer Reorganisation.

Die Delegierten des Gesundheitsnetzes See (GNS) haben an der Versammlung am Donnerstag einen Antrag für eine Reorganisation einstimmig angenommen, wie der Verband in einer Mitteilung mit Sperrfrist bis Montagmittag schreibt. Eine wichtige Änderung: Die Rolle der Heimleiterin oder des Heimleiters fällt weg. Ab dem 1. Januar 2025 will das GNS eine betriebsübergreifende Bereichsleitung Pflege & Betreuung, Hotellerie sowie Infrastruktur & Sicherheit einführen. Diese Leitungen ergänzen die bereits bestehende Bereichsleitung bei der Spitex und sollen Mitglieder der Geschäftsleitung des GNS werden.

Der Bereichsleitung Pflege und Betreuung ist in Zukunft in den Heimen Murten, Jeuss, Sugiez, Courtepin und Kerzers jeweils eine Pflegeleitung unterstellt. In den Pflegeheimen sollen ab 2025 ein Standortleiter Spitex, eine Pflegeleitung sowie eine Teamleitung bei der Hauswirtschaft und der Küche die Verantwortung tragen. Diese sind dem entsprechenden Bereichsleiter unterstellt. Vorgesehen sind bei den Heimen auch Fachbereichsleitungen, beispielsweise für spezifische Aufgabengebiete. In welcher Form diese zu benennen sind, wollen die Verantwortlichen in den nächsten Jahren abklären.

Trennung möglich

Wie Geschäftsleiter Philipp Banz gegenüber den FN erklärt hat, übernimmt die Pflegedienstleitung die Rolle des Heimleiters als erste Ansprechperson vor Ort. Das geschieht in Zusammenarbeit mit der neuen Bereichsleitung Pflege und Betreuung. Die übrigen Aufgaben der Heimleitung sollen andere Funktionen übernehmen. Im Vergleich zur jetzigen Situation fällt eine Stelle weg. Drei Heimleitungen sind von der Organisationsentwicklung betroffen. Laut Banz können sie sich auf neue interne Funktionen bewerben. Die Stellen will die Geschäftsleitung allerdings auch extern ausschreiben. Falls das GNS mit den Betroffenen keine interne Lösung findet, könne es zu einer Trennung kommen, stellt Banz klar.

Kosteneinsparungen

Die Beschreibungen der Stellen sind laut Banz zu einem gewissen Teil schon erstellt und könnten in einem halben Jahr besetzt sein. Die neue Organisation soll eine Grundlage für effiziente Prozesse legen. Ausserdem soll sie das Kerngeschäft der Pflege und der Betreuung stärken.

Das GNS erhofft sich von der Reorganisation aufgrund der wegfallenden Stelle kurzfristige Einsparungen bei den Lohnkosten in der Höhe von 153’000 Franken. Weiteres Potenzial zur Kostenoptimierung sieht die Geschäftsführung in den nächsten zwei bis drei Jahren durch die Realisierung von betriebsübergreifenden Führungsfunktionen im mittleren Kader.

Banz betont aber: «Wir gehen auch langfristig davon aus, dass es pro Heim eine Pflegeleitung braucht.» Das GNS wolle jedoch konstant weitere Sparpotenziale bei zukünftigen Vakanzen prüfen und wo sinnvoll realisieren. Dabei will es die Servicequalität erhalten

Bedarf steigt

Nötig wird die Reorganisation aufgrund der demografischen Entwicklung, die eine Zunahme der älteren Bevölkerung vorsieht. Zugleich droht eine immer grössere Lücke beim Fachpersonal. Banz zitierte am Donnerstag in der Riederhalle einen Bericht, wonach bis 2040 im Seebezirk rund 200 neue Pflegebetten benötigt werden und die Spitex rund 1000 neue Klientinnen und Klienten betreuen muss. Schon heute mangelt es im Kanton an Betten.

Die Folge davon ist, dass die Anwärter für Plätze in den Heimen stattdessen in der Akut- und Übergangspflege warten, was wiederum eine finanzielle Belastung für die Spitäler ist (die FN berichteten).

Budget stabil

Die Jahresrechnung des Gesundheitsnetzes See (GNS) schliesst bei einem budgetierten Gemeindebeitrag von rund 7,9 Millionen Franken mit einem Ergebnis von rund 7,7 Millionen Franken. Die Gemeinden müssen deshalb gegenüber dem Budget 2023 rund 163’000 Franken weniger einzahlen. Kostensteigernd wirkten sich zwar die Teuerung bei den Lebensmitteln sowie eine erhöhte Anzahl an Bezügerinnen und Bezügern von Pauschalentschädigungen aus. Das GNS erhielt aber unerwartet vom Kanton eine Entschädigung von rund 225’000 Franken für Personalausfälle sowie zur Kompensation von Mindereinnahmen während der Covid-Zeit. Grössere Abweichungen vom Voranschlag gab es auch bei der Spitex. Da diese einen Teil der Stellen aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzen konnte, schliesst hier die Rechnung um eine halbe Million Franken tiefer als budgetiert. Ausserdem waren im Budget einige Sach- und Betriebsaufwände zu hoch budgetiert. (oba)

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