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Gesundheitsnetz will mehr Kontrolle über Spitex

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Autor: Urs Haenni

Jeuss Als die Alters- und Pflegeheime, der Spitalverband sowie die Spitex des Seebezirks sich zum neuen Gesundheitsnetz See zusammenschlossen, da galt das Prinzip, dass den vier Spitex-Vereinen ihre Eigenständigkeit gelassen wird. Das bedeutet, dass das Gesundheitsnetz mit den Spitex-Vereinen einen Vertrag zur Erbringung ihrer Leistungen unterzeichnete, der den Vereinen weitgehende Gestaltungsfreiheit erlaubt.

Nun wurden an der Delegiertenversammlung des Gesundheitsnetzes vom Donnerstag in Jeuss erstmals die Budgets 2010 der vier Spitex-Vereine auf einem Blatt zusammengefasst, und die Delegierten merkten, dass es zum Teil grosse Unterschiede in den zu erwartenden Kosten gibt. Während der Spitex-Verein Murten ein Defizit von 42,62 Franken und jener von Ried und Umgebung ein Defizit von 47,75 Franken pro Bewohner erwartet, sind es im Oberen Seebezirk/Vully 59,26 Franken und in Kerzers/Fräschels gar 68,91 Franken. Die Defizite kommen in einen gemeinsamen Topf und werden von den Gemeinden getragen.

Diese Kosten-Unterschiede pro Einwohner von rund 50 Prozent sowie eine gesamthafte Steigerung der Kosten von der Rechnung 2008 zum Budget 2010 um 70 Prozent sorgten bei den Delegierten für Verwunderung. Versammlungspräsident Daniel Lehmann erklärte zwar, die Spitex-Vereine hätten eine Budget-Hoheit und die Versammlung könne an den Budgets nichts ändern. Dennoch lehnte die Versammlung das Budget der Spitex-Vereine mit 29 zu 24 Stimmen ab.

Murten will Details kennen

Diese Ablehnung erfolgte auf Antrag der Stadt Murten, welche mehr Informationen zu den Budgets der einzelnen Spitex-Vereine haben möchte. Es wird nun Aufgabe des Vorstandes des Gesundheitsnetzes unter Präsident Markus Ith sein, bis zur nächsten Versammlung detailliertere Informationen zusammenzutragen und die Kostenunterschiede zu beleuchten.

An der Budget-Hoheit der Spitex-Vereine werde dies nichts ändern, sagte Daniel Lehmann. Man könnte höchstens die Verträge mit den Vereinen auflösen. Genau dies, so äusserten sich einzelne Delegierte nach der Versammlung, sei eine Erwägung wert. Ein Umdenken in diese Richtung könnte in Zukunft zu einer gemeinsamen Spitex-Organisation für den ganzen Seebezirk führen.

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