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Getreidebau kann nur mit Beiträgen weiterleben

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DüdingenSollte die Politik nicht mit Begleitmassnahmen eingreifen, dürfte der Brotgetreideanbau beim Abschluss eines Freihandelsabkommens (FHAL) mit der EU in den folgenden Jahren praktisch verschwinden. Auch die Futtergetreidefläche würde weiter abnehmen. Dies ist die Schlussfolgerung einer Studie, welche die Dachorganisation der Getreide-, Ölsaaten- und Eiweisspflanzenwirtschaft bei der Professur für Agrarökonomie der ETH Zürich in Auftrag gegeben hat.

An einem symbolträchtigen Ort, im ehemaligen Silo der Eidgenössischen Getreideverwaltung in Düdingen, der jetzt der Landi und Saatzucht gehört, wurde die Studie gestern der Branche vorgestellt.

Dabei wurden zwei Szenarien evaluiert: Bei der Variante «hoch» gingen die Forscher von den aktuellen Preisen aus. Sie rechneten mit einem Flächenrückgang von etwa 20 Prozent. Variante «tief» basiert auf den EU-Preisen. In diesem Falle würde der Brotgetreideanbau fast gänzlich verschwinden. Beim Futtergetreide wären zusätzliche Beiträge von 600 bis 1000 Franken je Hektare nötig, um die tieferen Erlöse einigermassen kompensieren zu können. Gleichzeitig würde die Nachfrage nach Futtermitteln steigen. In diesem Fall würde die Schweineproduktion unter Druck geraten.

Beim Rückgang des Getreideanbaus würden die Grünlandflächen zunehmen. Da weder beim Milch- noch beim Fleischmarkt Produktionsausweitungen möglich sind, müssten diese Flächen extensiv genutzt werden.

Wertschöpfung erhalten

Die Vertreter der Primärproduktion sowie der Sammelstellen äusserten sich bei den Befragungen durch die Forscher am kritischsten. Der Getreidehandel sieht im FHAL gar Chancen, denn Importe dürften zunehmen. Laut ihrer Einschätzung sehen sich die Branchenleader der Schweizer Mühlen im europäischen Vergleich konkurrenzfähig. Kleine Mühlen hätten die Möglichkeit, eine Nischenstrategie aufzubauen. Laut Aussagen dürften die mittelgrossen Betriebe am stärksten von der Entwicklung betroffen sein. Das Bäckereigewerbe sei bereits in einen Strukturwandel involviert. Weil die Bedeutung der Rohstoffkosten eher gering sei, treffe das FHAL die Bäcker weniger.

Wie die Branchenorganisation Swiss Granum ausführte, sind Begleitmassnahmen für die Getreidebauern und Verarbeiter unbedingt notwendig. Es gehe um die Erhaltung der inländischen Wertschöpfungskette, wurde betont. ju

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