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Gewaltberatung wird in Freiburg neu auch auf Deutsch angeboten

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Autor: Fahrettin calislar

Freiburg Ab 1. Juni können sich Menschen, die zur Gewalt tendieren, beraten lassen. Der Verein Ex-Pression mit Sitz in Freiburg bietet neu auch Dienstleistungen auf Deutsch an, vor allem die Telefonberatung «Gewalt, ich spreche darüber». Laut einer Mitteilung ist die Gewaltproblematik auch im Kanton Freiburg ein Thema und Ex-Pression die einzige Organisation, welche in diesem Bereich tätig ist. Und die Gewaltprävention ist eines der zentralen Anliegen der neuen Strategie des Staatsrates in diesem Bereich.

Zuerst in der Romandie

Ex-Pression wurde 2004 gegründet und bietet eine professionelle Begleitung von Gewalttätern an, damit diese ihr Handeln überdenken und ihre Neigung überwinden. Wie viele Organisationen hat sich auch Ex-Pression zuerst im französischen Kantonsteil verbreitet. Weil der Staatsrat die Präventionsarbeit auch im Bereich Gewalt forcieren will, sind auch die Dienstleistungen des Vereins gefragt.

Einen Fokus setzt die Vereinigung auf die häusliche Gewalt; sie ist die häufigste Ursache, weshalb Klienten um Rat anfragen. Seit 2010 spricht Ex-Pression auch gewalttätige Frauen an. Das Zielpublikum sind neben den eigentlichen Klienten auch Institutionen, die Justiz und andere Stellen, die mit den Folgen von Gewalt zu tun haben. Nicht aber Jugendliche, denn die Vereinigung wendet sich nur an Erwachsene.

Kulturelle Unterschiede

Der deutschsprachige Dienst sei ein Versuch, da der Verein hier bisher kein Angebot und somit keine Erfahrungswerte über eine mögliche Nachfrage habe, sagt Therapeut Daniel Waldispühl. Er vermutet, dass viele Deutschfreiburger bisher ähnliche Angebote in Bern genutzt haben.

Weil die notwendigen Daten fehlen, können die Verantwortlichen im Detail auch nichts über allfällige Unterschiede zwischen deutsch- und französischsprachigen Klienten und Klientinnen sagen. Waldispühl weiss aber: «Es bestehen kulturelle Unterschiede, beispielsweise beim Ausdrücken von Gefühlen wie Scham oder bei der Bereitschaft, Hilfe anzufordern, wenn man sie braucht.»

Zumindest bei Menschen aus anderen Kulturkreisen könne man durchaus Unterschiede feststellen. Tatsache sei, dass der Verein viele Klienten mit Migrationshintergrund habe, so Waldispühl. Seine Annahme: «Somit sind wohl mit der Sprache auch kulturelle Hintergründe verbunden.»

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