Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gewerbeverband sucht Neupositionierung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Tafers Mit «Pleiten, Pech und Pannen» betitelte Christoph Binz die missglückten Aktivitäten des Gewerbeverbandes Sense im letzten Jahr. Diverse Anlässe mussten krankheitshalber oder aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Passend zu dieser Serie war auch der Referent für die diesjährige Generalversammlung unfallhalber verhindert.

Diese Vorfälle seien symptomatisch für die Krise, in der sich der Gewerbeverband befinde. «Wir haben uns gewisse Fragen gestellt», hielt der Präsident fest. Man stelle mit Müh und Not Themen zusammen und versuche, möglichst viele Gewerbler anzusprechen. Oft seien diese Anlässe sehr dünn besucht. Ein Grund sei, dass die Mitglieder so unterschiedlich ausgerichtet seien: Was den Detaillisten vielleicht interessiere, sei für den Sanitärinstallateur nicht spannend. «Wie können wir den Zweck unseres Verbandes, nämlich unsere Interessen gemeinsam zu vertreten, erfüllen, wenn die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben, die ist, dass wir alle Sensler sind?», fragte Christoph Binz. «Wie bekommt der Gewerbeverband mehr Gewicht?».

Relativ glimpflich

Die Neuausrichtung ist denn auch Hauptaktivität im laufenden Jahr. In seinem Rückblick betonte Christoph Binz, dass das Sensler Gewerbe die Wirtschaftskrise relativ glimpflich überstanden habe. Betroffen seien vor allem exportabhängige Firmen. Dies gilt auch für den Rest des Kantons, wie Reto Julmy, Vize-Direktor der kantonalen Wirtschaftsförderung, bestätigte. Dank der Möglichkeit zur Kurzarbeit sei man von grösseren Entlassungswellen verschont geblieben.

Lehrbetriebe unterstützen

Aus der Versammlung heraus wurde der Vorstand ermuntert, aktiv zu werden: Themen gebe es genug. Daniel Bürdel vom Freiburger Arbeitnehmerverband bekräftigte, wie wichtig beispielsweise die Lehrlingsausbildung sei. «Fachkräfte sind gefragt, damit die Wirtschaft auch in Zukunft funktionieren kann. Sie sind eine Erfolgsgarantie.» Ein Gewerbler kritisierte, dass der Staat Studierende wesentlich mehr unterstützt als Lehrlinge. «Ein Betrieb müsste dafür bezahlt werden, dass er Lehrlinge ausbildet», forderte er.

Neben der Arbeitszone Birch brauche es auch in anderen Gemeinden Gewerbezonen, damit sich Firmen niederlassen oder vergrössern können, betonte ein Gewerbler in der Diskussion. Daran bestehe derzeit ein Mangel. Ein anderer schlug vor, dass mehr Land im Baurecht abgegeben werden sollte. Oberamtmann Nicolas Bürgisser rief die Gewerbler dazu auf, in den Gemeinderäten Einsitz zu nehmen und raumplanerische Entscheide mitzufällen.

Auch der zunehmende administrative Aufwand ist ein Dauerärgernis bei den Gewerblern. CVP-Kantonalpräsident Emanuel Waeber kündigte an, dass er sich für die Schaffung eines «Unternehmerschalters» einsetzen will, an dem administrative Vorabklärungen getätigt werden. Ein Gewerbler forderte seine Kollegen auf, auch mal jemandem auf die Füsse zu treten und laut zu sagen, wenn ihnen etwas nicht passe.

Die Versammlung hat den Vorstand im Amt und Christoph Binz als Präsidenten bestätigt.

Mehr zum Thema