Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gewürdigte Innovation im Berggebiet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Verantwortlichen des Naturparks und der Vereinigung Wirtschaftsvision Gantrisch wollen nicht nur mit den natürlichen Schönheiten und den klassischen landwirtschaftlichen Produkten der Region punkten, sie werben auch mit innovativen Ideen aus dem Gebiet. Zum zweiten Mal nach 2014 schrieben sie Anfang dieses Jahres einen Preis aus. In drei Kategorien verliehen sie kürzlich Auszeichnungen: Sie würdigten Innovationen in den Bereichen Gesellschaft, Zukunft und Ökologie. Die Preisträger sind Mike Schrag, Simon Zahnd und seine Frau Yvonne und Anna Böhlen.

Lydia Plüss, Projektleiterin Parkinnovationen, hielt anlässlich einer Feier im Wohnheim Riggisberg in ihrer Würdigung fest, dass es der Jury schwerfiel, die 17 eingereichten Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen zu vergleichen und die besten auszuwählen. Die Palette an Ideen war gross, erklärte Plüss. Mit dem Preis sollten Firmen, Institutionen und Projekte geehrt werden, «die sich dank einer zündenden Idee etabliert haben oder eine positive Zukunft vor sich haben». Ramona Gloor, Marketingchefin des Naturparks, fügt auf Anfrage hinzu, dass die Verantwortlichen zudem bei der Wahl neben ökologischen und regionalpolitischen bewusst wirtschaftliche und gesellschaftliche Kriterien berücksichtigt haben.

Trainer im Wohnzimmer

Den Preis in der Kategorie Zukunft ging an Mike Schrag. «Wir hatten eine Riesenfreude», sagt er. Der in Schwarzsee wohnhafte 41-jährige Maschinenbauingenieur hat mit zwölf Jahren eine Produktidee entwickelt und einen Prototyp gebaut. Sein Trainingsgerät verbindet Design und Funktionalität. Schrag verkauft das Gerät über seine Start-up-Firma Eisenhorn ins In- und Ausland (die FN berichteten). Das Besondere an seinem Sportgerät: die kompakte Bauweise und das edle Design ermöglichen es, es direkt im Wohnraum zu installieren. Die Jury würdigte laut der Mitteilung seinen Durchhaltewillen, während der ganzen Zeit habe Schrag an seiner Idee getüftelt. «Wir sind stark in der Region verwurzelt, so war es klar, dass wir wo möglich mit regionalen Zulieferern arbeiten», so Schrag. Aus diesem Grund freue ihn der Preis besonders, er sei ein Ansporn, an anderen Wettbewerben teilzunehmen. Schrags Start-up-Unternehmen Eisenhorn gewann ein halbtägiges Profi-Coaching.

Käse für Berglaufsieg

In der Kategorie Gesellschaft wurden Simon Zahnd mit seiner Frau Yvonne für den Gantrisch Trail prämiert. Sie riefen das Rennen letztes Jahr ins Leben, ohne zu erahnen, welchen Erfolg es haben würde: «Wir rechneten mit 100 bis 150 Teilnehmern, es kamen 250.» Es sei nicht einfach gewesen, diese Menge mit der vorhandenen Infrastruktur zu bewältigen. «Wir waren etwas überrumpelt», so Zahnd. Auch der Preis habe sie überrascht: «Wir dachten, es gebe noch viele andere innovative Projekte», doch seien ihre Ideen bei der Jury gut angekommen. Diese war laut der Laudatio von den Preisen beeindruckt: Die Sieger erhielten Käse aus der Region und selbstgemachte Konfitüre.

«Für uns ist es nicht nur ein kleiner Preis», betont Zahnd, «es ist eine grosse Ehre.» Sie erhalten mit dem Preis die Möglichkeit, einen Werbespot vor oder nach der zweiten Ausgabe ihres Rennens zu produzieren. Dieses findet am 23. Oktober dieses Jahres statt.

Alte Sorte wiederbelebt

Regionale Rohstoffe stehen auch bei Anna Böhlens Siegerprojekt im Bereich Ökologie im Mittelpunkt. Früher sei Landwirtschaft vielfältiger, farbiger und schonender gewesen, so die Jury. Sie wolle alte Kulturen und Rassen neu beleben. Böhlen habe mit der alten Kulturpflanze Lein begonnen, auch bekannt als Flachs. Lein sei keine intensive Kultur und gebe während der Blüte ein attraktives Landschaftsbild ab. Letztes Jahr habe sie die erste erfolgreiche Ernte eingefahren und viel über den Produktionsprozess gelernt, sagt Böhlen auf Anfrage. «Der Preis ist eine grosse Wertschätzung und ein Wegweiser für unsere Zukunftspläne. Wir haben uns gefreut.»

Zahlen und Fakten

Fünf Preisträger an der Premiere

2014 wurden erstmals fünf Betriebe aus dem Gebiet des Naturparks Gantrisch als Vorbilder in Innovation ausgezeichnet. Ihre Produkte seien effizienter, cleverer oder überraschender als andere, so die Würdigung der Jury damals. Weitere Elemente seien Nachhaltigkeit und Ökologie. Die Preisträger waren: das Dittlig Labor von Carmen und Robin Bezençon, der Bio-Lieferdienst von Bernhard Hänni, die Verantwortlichen des SchneeSelital und die IG Wintersport Gantrisch, die Stiftung Bernaville in Schwarzenburg sowie der Biohof Obereichi.fca

Mehr zum Thema