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Gigantischer Freizeitpark in der Broye

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Gigantischer Freizeitpark in der Broye

Zuger Promotor möchte zwischen Avenches und Domdidier den «Milaviparc» eröffnen

Auf einer Fläche von über 100 Hektaren soll zwischen Avenches und Domdidier in wenigen Jahren ein riesiger Freizeitpark eröffnet werden. Gemäss dem Promotor würde das Projekt 800 Mio. Euro kosten. Gerechnet wird mit vier Mio. Eintritten pro Jahr.

Von CORINNE AEBERHARD

Das Projekt, das gestern von Behörden, Planern und Promotor den Medien vorgestellt wurde, weist gigantische Masse auf. Der auf über 100 Hektaren zwischen Avenches und Domdidier geplante Freizeitpark mit Namen Milaviparc würde die beiden Gemeinden fast nahtlos verbinden. Promotor Serge A. Rubitschung rechnet mit Investitionen in der Höhe von 800 Mio. Euro.

Mit dem Bau des Freizeitparks würden zwischen 800 und 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Anlage wäre an 50 Wochen im Jahr geöffnet und man rechnet mit vier Millionen Eintritten.

Vergnügen, Essen, Shopping

«Warum dieser Park?», stellte Rubitschung anlässlich der Präsentation die Frage, um gleich die Erklärung nachzuliefern: «Es gibt nichts Vergleichbares in der Schweiz.» Und es entspreche einem «Megatrend». Die Menschen hätten heutzutage immer mehr Freizeit. Der Zuger Unternehmer hat ambitiöse Ziele. Mit dem Bau des Freizeit- und Kulturzentrums in der Broye wolle man sich unter den zehn Besten der Welt positionieren. 100 solche gibt es allein in Europa.

Im Milaviparc soll sich der Besucher einerseits vergnügen können, aber es soll ihm auch Wissen vermittelt werden. Nebst allerlei Bahnen und Attraktionen wie es sie beispielsweise im Europapark in Rust oder im Disneyland in Frankreich gibt, sollen Themen wie Feuer, Erde, Luft, Wasser und Zeit integriert sein. Geplant sind auch Shows. Im Park wird man zudem einkaufen und übernachten können. Ein Hotelprojekt ist geplant, und auch verschiedene Restaurants sollen integriert werden.

Im Herzen von Europa

Die Wahl des Standortes zwischen Avenches und Domdidier ist nicht zufällig. Für Rubitschung ist es «im Herzen von Europa». Zentral sei aber vor allem die Nähe zur Autobahn sowie zur Bahn, betonte Jan Gebert, der für den technischen Teil Verantwortliche. Geplant sei gar, dass beim Freizeitpark ein neuer Bahnhof gebaut würde. Integriert würde weiter ein Parking mit 6000 Plätzen.

Auch Umwelt berücksichtigen

Das Projekt sieht vor, dass nebst den Vergnügungsbahnen und den Bauten auch die Natur ihren Platz hat. Mit dem Anlegen von Gärten und Grünzonen will man dem Rechnung tragen.

Das Land, auf welchem der Park entstehen soll, liegt zu 63 Prozent auf Gemeindegebiet von Domdidier und zu 37 Prozent von Avenches. Ein grosser Teil davon wird zurzeit landwirtschaftlich genutzt und «weist keinen grossen ökologischen Wert» auf, hiess es. In beiden Gemeinden müsste erst noch eine Zonenplanänderung vorgenommen werden. Die Tatsache, dass sie in verschiedenen Kantonen liegen, vereinfacht den Ablauf nicht. Gemäss dem Urbanisten Heinrich Hafner soll das Terrain in eine Freizeitzone umgewandelt werden.

«Solche Projekte beinhalten sowohl Chancen wie Risiken», hielt er fest. Einerseits könnte sich die Region ökonomisch entwickeln. Auf der anderen Seite machte er darauf aufmerksam, dass mit dem Bau des Parks zwischen den Gemeinden Avenches und Domdidier «eine neue Stadt entstehen würde». Es stelle sich dabei auch die Frage der Ästethik, dies vor allem auch im Zusammenhang mit der Römerstadt Avenches.

Ein Stolperstein könnte die Nähe zur Chemiefirma Multigas sein, wie das kantonale Umweltschutzamt feststellte.

Investoren gesucht

Noch nicht geklärt ist die Frage der Finanzierung. Gemäss Rubitschung möchte man 20 Businesspartner suchen, die 20 Mio. Euro ins Projekt investieren, und 10, die je 10 Mio. Euro in den Park stecken würden. Weitere sollen die restlichen 300 Mio. übernehmen. Die Investoren sucht man überall, nicht nur in der Schweiz. Man habe Kontakt mit möglichen Partnern, sagte Rubitschung. Um wen es sich handelt, wollte er allerdings nicht sagen.

Nebst der Schaffung der Arbeitsplätze hätte der Bau des Zentrums für die Region weitere positive Auswirkungen, glaubt Rubitschung. Es wüde Investitionen nach sich ziehen und man könnte mit Mehreinnahmen bei den Steuern rechnen. Und auch das lokale Gewerbe könnte profitieren, ist er überzeugt.

Allerdings muss die lokale Bevölkerung erst damit einverstanden sein. Sie wurde gestern Abend informiert. «Wenn wir nicht 70 Prozent der Bewohner hinter uns haben, dann kommt das Projekt nicht zustande», sagte Rubitschung. Er ist sich bewusst, dass sich die Leute erst mit dem Gedanken anfreunden müssen. Aus diesem Grund will man auf offene Information setzen.

Einen Schritt zur Realisierung hat die Gemeinde Domdidier bereits gemacht. Im Frühjahr hat sie sich dafür ausgesprochen, Land für den Park abzutreten. Der Generalrat von Avenches hingegen hat das Geschäft kürzlich zurückgestellt.

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