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«Gipsy»-Ausgabe erntet Applaus

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Das Internationale Folkloretreffen in Freiburg war ein voller Erfolg: Rund 30 000 Besucherinnen und Besucher nahmen laut einer Mitteilung daran teil. Am Samstag sei das Publikum zahlreich auf den Georges-Python-Platz geströmt, um die Darbietungen der Folkloregruppen zu sehen.

Die 43. Ausgabe des Treffens rückte das musikalische Erbe der Fahrenden ins Zentrum. Deshalb stand am Samstag auch ein Podiumsgespräch zum Einfluss der Musik der Jenischen auf die Schweizer Volksmusik auf dem Programm. Es zeigt sich: Die Schweizer Volksmusik wäre ohne die Jenischen nicht das, was sie heute ist. Etwa jeder zehnte Jenische in der Schweiz ist mit dem Wohnwagen unterwegs, Tendenz steigend: Junge Jenische wollen die Lebensweise ihrer Vorfahren wiederentdecken. Doch die Fahrenden stossen mit ihrem Bedürfnis nach Halteplätzen auf weit weniger Beifall als mit ihrer Musik, wie sich an der Podiumsdiskussion zeigte. «Das Leben der Fahrenden wird immer schwieriger», sagte Joseph Mülhauser, Jenischer, Fahrender und Musiker, «die Leute haben immer mehr Angst vor uns.»

Laut Simon Röthlisberger von der Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende gab es in der Gesetzgebung für die Fahrenden in den letzten Jahren eine positive Entwicklung: «Wir haben die Anerkennung der Sinti und Jenischen als Minderheit, wir haben das Rahmenabkommen zum Schutz von Minderheiten, und wir haben einen Bundesgerichtsentscheid, nach dem die Kantone Plätze für Fahrende in ihrer Raumplanung berücksichtigen müssen.» Aber auf der anderen Seite werde der Lebensraum der Fahrenden an der Basis, «also dort, wo es um das Eingemachte geht», eingeschränkt. Dass keine breite Akzeptanz in der Bevölkerung vorhanden ist, zeigt sich aktuell in Wileroltigen, wo ein Transitplatz entstehen soll. emu/ko

Berichte Seite 2

«Das Leben der Fahrenden wird immer schwieriger, die Leute haben immer mehr Angst vor uns.»

Joseph Mülhauser

Jenischer, Fahrender und Musiker

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