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Glasbläserin: «Ich will, dass sie die Hitze spüren»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Die kleine Werkstatt in der Industriegasse beherbergt gleichzeitig das Geschäft von Sonja Bischofberger. Dementsprechend bunt sieht es dort aus: Kartons mit Glasrohren stapeln sich im Regal, in der Mitte des Raumes steht die Werkbank, gleich dahinter der Arbeitsplatz der Handwerkerin mit Gasbrenner, Zange und Pinzette.

Im Schaufenster und in Vitrinen, in Schubladen und auf jeder freien Fläche, von der Decke herab und in den hintersten Ecken, überall blinken dem neugierigen Besucher Objekte aus Glas entgegen. Gläser, Flaschen, Vasen, Kerzenhalter, Lampen, Karaffen, Schmuck und Weihnachtskugeln, die die Glasbläserin auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt verkauft. «Dafür arbeite ich das ganze Jahr im Voraus», verrät sie.

Kinder sind Inspiration

Heute Nachmittag empfängt die Handwerkerin wieder 18 Ferienpässler in ihrer Werkstatt. «Im Sommer schreiben sich rund 150 Kinder aus mehreren Gemeinden für das Glasbläserei-Atelier ein», erzählt die langjährige Ferienpass-Anbieterin. «Aber jede Gruppe ist anders.» Für Sonja Bischofberger ist es wichtig, jungen Leuten ihren – doch nicht alltäglichen – Beruf vorzustellen. Deshalb erklärt sie ihnen zu Beginn die verschiedenen Formen des Handwerks und womit ein Glasbläser eigentlich arbeitet.

«Klar, mit Glas», lautet die prompte Antwort aus dem gespannten Publikum. Worauf Bischofberger den sandigen Ursprung ihrer Lieblingsmaterie erklärt und die Ferienpässler auffordert, ihre ganz persönliche Vase zu zeichnen. «Manchmal haben mich die Ideen der Kinder schon bei meiner Arbeit inspiriert», so die 40-Jährige.

Mit geübten Gesten und «blas»kräftiger Unterstützung der kleinen Künstler entstehen in Windeseile kleine bauchige Karaffen und mit Namen verzierte Vasen. Ob sie nicht Angst habe, dass sich ein Kind einmal verbrennt oder am Glas schneidet? «Nein, aus Erfahrung weiss ich, wo und wann ich aufpassen muss», antwortet die Handwerkerin. «Ich will auch, dass ihnen etwas heiss wird. Das gehört zum Beruf dazu.»

Seit 25 Jahren übt die Freiburgerin den Glasbläser-Beruf aus, 1998 eröffnete sie ihre eigene Werkstatt. «Ich lebe von meiner Arbeit – wenn auch nicht mit riesigem Gewinn.» Anspruchsvoll sei das Handwerk allemal: Vielseitigkeit und Präzision sind ebenso gefragt wie Übung und Geduld. Bischofberger: «Ich vergleiche meine Ar- beit oft mit der eines professionellen Musikers. Man lernt immer dazu.»

Glace und Brötchen

«Das Ferienpass-Angebot Glasbläserei ist sehr beliebt», sagt auch Mitorganisatorin Claudine Audriaz. Der Besuch einer Bäckerei oder die Glace-Herstellung seien weitere Hits der über 200 angebotenen Aktivitäten, während Wandertage immer weni- ger begeistern. Auch in diesem Jahr rechnet Claudine Audriaz mit einer Teilnehmerzahl von über 700 Kindern – 2008 verkauften das Tourismusbüro und die Gemeindeverwaltungen 746 Ferienpässe im Raum Freiburg.

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