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Glasfasern erobern das Land

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Dass im Kanton Freiburg ein Glasfasernetz entsteht, das wirklich den hintersten Winkel des Kantons abdeckt, ist spätestens seit gestern kein leeres Versprechen mehr. Die Firma Fibre to the Home (FTTH) hat nämlich im kleinen Greyerzer Dorf Estavannens die ersten Glasfaserkabel verlegt. Zu diesem Anlass haben sich Vertreter der an FTTH beteiligten Unternehmen Groupe E, IB Murten, Gruyère Energie sowie Staatsrat Maurice Ropraz eingefunden.

Nach der Gründung von FTTH im Herbst wurden erste Glasfasernetze in Quartieren der Stadt Freiburg installiert. Diese sind für die Betreiber wirtschaftlich interessant, können doch mit vergleichsweise geringem Aufwand viele Haushalte erreicht werden.

Bald in Wallenried

Anders jedoch das Dorf Estavannens der Gemeinde Bas-Intyamon: Es umfasst bloss 217 Haushalte, wodurch ein Glasfaseranschluss drei- bis viermal teurer wird als in einem städtischen Gebiet. Dennoch gehört es zum Konzept des kantonalen Glasfasernetzes, dass von Beginn weg auch wirtschaftlich weniger attraktive Gebiete integriert werden. Neben Estavannens kommen dieses Jahr auch die wenig besiedelten Dörfer Wallenried, Semsales und Ménières in den Genuss von Glasfasertechnologie. 2014 sind weitere Stadtfreiburger Quartiere, Marly, Villars-sur-Glâne und Murten West sowie auch die Dörfer Rueyres-les-Prés oder Orsonnens vorgesehen.

Das kantonale Netz wird über 15 Jahre zu gleichen Teilen von FTTH und Swisscom aufgebaut. Die Gesamtkosten betragen 500 bis 600 Millionen Franken. Auch die wirtschaftlich weniger rentablen Gebiete werden hälftig zwischen FTTH und Swisscom aufgeteilt. «Der Bauplan beruht auf einem einstimmigen Entscheid beider Partner», so FTTH-Verwaltungsratspräsident Michel Losey an der Pressekonferenz.

Groupe-E-Generaldirektor Dominique Gachoud wies darauf hin, dass die Installation von Glasfasern wo immer möglich vorgenommen werde, wenn sowieso Arbeiten an den Stromnetzen anstünden, beziehungsweise diese in den Boden verlegt würden.

Staatsrat Maurice Ropraz erklärte, dass Estavannens für dieses erste ländliche Glasfasernetz symbolisch sei. Mit der Grossveranstaltung Poya von nächster Woche lebe die Tradition der Region auf; mit dem Glasfasernetz richte sich der Ort aber an einer Zukunftstechnologie aus. «Es ist eine Investition in die Zukunft aller Freiburger», so Ropraz.

Chronologie

Fünf Jahre Vorbereitung

Die Idee für ein kantonales Glasfasernetz hat 2008 ihren Anfang genommen. Swisscom, die Groupe E und der Staat Freiburg haben ihre Absicht auf ein gemeinsames Projekt bekräftigt und im Jahr darauf in Freiburg und in Neyruz ein Pilotprojekt lanciert. Dann aber meldete die Wettbewerbskommission ihr Unbehagen an. Knapp zwei Jahre war das Projekt deshalb auf Eis gelegt. Erst Anfang 2012 wurde eine Lösung gefunden, die auch der Wettbewerbskommission genehm war. Dann ging es schnell: Im September gab der Grosse Rat grünes Licht, im November entstand die Firma FTTH, Anfang 2013 bezog das Personal den Sitz in Broc.uh

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