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«Gleich zwei Sitze zu verlieren ist bitter»

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Autor: Carolin Foehr

Freiburg Bei den letzten Grossratswahlen 2006 hat die SP der Stadt Freiburg ein Viertel der Stimmen erhalten. Heute, im November 2011, sind es fast ein Drittel. «Wir sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis», freut sich Parteipräsident Christoph Allenspach. Damit schickt seine Partei die meisten Stadtvertreter ins kantonale Parlament.

Die gestrigen Ergebnisse bestätigten den Aufwind, den die SP bereits bei den kommunalen und den eidgenössischen Wahlen erlebt habe, so Allenspach weiter. Was genau die Gründe dafür sind, kann sich der städtische Parteipräsident nicht so recht erklären: «Es gab eine klare Linksverschiebung, aber aus welchen Gründen, das kann ich nicht sagen. Wir profitieren sicher von dem Zusammenbruch der CVP.»

Gleiches bekommt man auch bei der CVP zu hören. «Der Gewinn bei den Sozialdemokraten ist sicher einer der Gründe, weshalb wir weniger Stimmen erhalten haben», so Parteipräsident Laurent Dietrich. Dazu komme, dass Koalitionen mit anderen Parteien schwieriger seien als im linken Parteienspektrum. Drittens hätten die Grünliberalen einen Teil der früheren CVP-Wählerschaft überzeugen können – ohne jedoch einen Sitz zu erringen.

Bittere Niederlage

Die «dicke Niederlage» mit einem Stimmenverlust von fünf Prozent will Dietrich gar nicht erst beschönigen. «Wir wussten, dass wir wohl einen Sitz verlieren würden. Aber gleich zwei, das ist bitter.» Nun brauche es eine ernsthafte interne Analyse, um die nächsten Wahlen im Jahr 2016 ins Visier zu nehmen.

Dafür wird der Parteipräsident nun mehr Zeit investieren können. Denn er hatte einen der beiden verlorenen Sitze inne. «Natürlich wäre ich gerne wiedergewählt worden», zeigt sich Dietrich gefasst. Mit Jean-Pierre Siggen, André Schönenweid und dem neu gewählten Marc-Antoine Gamba verfüge die CVP jedoch weiterhin über eine gute Vertretung im Grossen Rat.

Noch bleibt aber zu klären, wie die Talfahrt der Traditionspartei gestoppt werden kann. Laut Laurent Dietrich braucht es vor allem ein neues Gleichgewicht zwischen alten und neuen Parteimitgliedern. «Wir haben viele junge Anhänger, die nun zur Geltung gebracht werden müssen. Auf uns kommt eine Menge Arbeit zu.»

Enttäuschung der FDP

Abgesehen von den beiden grossen Parteien bleibt unter den städtischen Grossräten alles beim Alten. Enttäuscht ist darüber vor allem die FDP, die noch hinter den Grünen und der SVP liegt. «Nach der Arbeit, die wir geleistet haben, hatten wir auf einen zweiten Sitz gehofft», räumt FDP-PräsidentVincent Jacquat ein. Auch die FDP habe wohl Konkurrenz durch die Grünliberalen erhalten. Es sei auch schwierig gewesen, nach den nationalen Wahlen in kurzer Zeit lokale Themen ins Gespräch zu bringen. Tatsächlich schien die Dynamik, die sich vor den Gemeindewahlen rund um die unbeliebte Freiburger Einbahnstrasse entwickelt hatte, bis zum gestrigen Wahltag verpufft zu sein.

Grüne nur in Stadt stark

Ähnliches bekamen auch die Grünen zu spüren. Wie bereits bei den nationalen Wahlen war auch in Freiburg von einem «Fukushima»-Effekt nichts zu spüren. «Ich hatte auch nicht wirklich damit gerechnet», sagt Christa Mutter. Für sie seien die Stadtfreiburger Ergebnisse trotzdem zufriedenstellend. «Wir haben unsere beiden Sitze gut verteidigt – es ist der einzige Lichtblick an diesen Wahlen», meint die Präsidentin mit Blick auf das schlechte Abschneiden der Grünen in den restlichen Bezirken.

Erleichterung bei CSP

Auch die CSP kann über ihr Abschneiden in der Stadt Freiburg erleichtert sein. «Benoît Rey hat in den letzten Jahren als Grossrat gute Arbeit geleistet, besonders als Präsident des Mitte-Links-Bündnisses», freut sich CSP-Präsident Maurice Page über den Sitzerhalt seiner Partei. Nach dem Verlust des Nationalratssitzes und dem schlechten Abschneiden bei den Gemeindewahlen wolle die CSP nun mit neuem Mut nach vorne schauen.

Ebenso erfreut über ihr Abschneiden zeigte sich die SVP. «Wir haben stimmenmässig sogar zulegen können», so Präsident Daniel Gander, der als Grossrat bestätigt wurde.

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