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Gleichberechtigung – auch in der Kirche

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In diesen Tagen ist viel von Gleichberechtigung der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft die Rede. Es ist an der Zeit, dass auf die letzten übrig gebliebenen Rechtsungleichheiten der Geschlechter aufmerksam gemacht wird! Die katholische Kirche setzt sich in lobenswerter Weise immer wieder für die Einhaltung der Menschenrechte in den verschiedenen Ländern ein. Es wäre aber höchste Zeit, sich Rechenschaft zu geben, dass in ihren Reihen immer noch den Frauen die gleichen Rechte wie den Männern vorenthalten werden: Bis heute werden die Frauen vom Priestertum ausgeschlossen, und die letzten Päpste haben betont, dass sich diesbezüglich nichts ändern werde. Aber Theologen haben schon längst darauf hingewiesen, dass es heute keine stichhaltigen Argumente mehr gibt, dieses aus der gesellschaftlichen Situation der Vergangenheit bedingte Gesetz aufrecht zu erhalten. So schreibt Martin Werlen, der frühere Abt des Klosters Einsiedeln: «Ich bin je länger je mehr überzeugt, dass der Ausschluss der Frau vom Weihepriestertum eine der Traditionen ist, die geändert werden können und müssen.» Der Priestermangel nimmt in der katholischen Kirche immer bedrohlichere Ausmasse an. In vielen Pfarreien der Schweiz kann nicht mehr jeden Sonntag eine Messe (Eucharistie) gefeiert werden, die nach katholischem Verständnis das Zentrum des kirchlichen Lebens bedeutet. Weil die Frauen – die Hälfte der Menschheit – zum Vornherein vom Priestertum ausgeschlossen sind und weil die Amtskirche nach wie vor am unseligen Pflichtzölibat festhält, muss dieser Priestermangel weitgehend als hausgemacht bezeichnet werden.

Das kirchliche Leben lebt weltweit wesentlich von Frauen, die sich engagieren. Wie viele Ordensschwestern, ­Pastoralassistentinnen, Laientheologinnen, Katechetinnen, Sozialhelferinnen und Laien mit anderen Aufgaben leisten in unseren Kirchen wertvolle Dienste, die früher den Priestern vorenthalten waren. Aber einer Messfeier vorzustehen oder die Spendung gewisser Sakramente ist ihnen verwehrt. Vielleicht müssten auch diese kirchlich engagierten Frauen sich am Frauenstreik beteiligen, damit die männlichen Amtsträger, vor allem die Bischöfe, sich vehementer für die Aufhebung dieser ungleichen Rechtssituation in der Kirche einsetzen würden! Die evangelisch-reformierte und die christkatholische Kirche haben in ihren Reihen die Gleichberechtigung der Geschlechter schon längst angewandt. Mit ihren Pfarrerinnen und Bischöfinnen haben sie beste Erfahrungen gemacht. Muss die katholische Kirche noch stärker ausbluten, bis sie endlich die bestehenden ­Gesetze ändert?

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