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Gleiche Chance für alle Jugendlichen

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Gleiche Chance für alle Jugendlichen

Im Gespräch mit Walter Fasel, Präsident OS Sense

Bereits vor rund zehn Jahren hat der OS-Verband über wichtige Investitionen diskutiert: der Ausbau der Zentren in Düdingen und Tafers. Verbandspräsident Walter Fasel erklärt, wie sich die Sicht der Dinge im Laufe der letzten zehn Jahre verändert hat.

Mit WALTER FASEL
sprach IMELDA RUFFIEUX

Warum hat man nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt über die nötigen Sanierungsarbeiten im OS-Zentrum Plaffeien informiert, zum Beispiel als man 1995 das Gesamtkonzept für alle vier Zentren vorstellte?

Die Situation präsentiert sich heute grundsätzlich anders als noch vor zehn Jahren. Zu der Zeit stand noch die Dezentralisierung der OS-Zentren im Vordergrund und musste ausdiskutiert werden. Auch waren noch nicht überall die Realklassen in die OS-Sitzzentren integriert. Damals war die Zeit noch nicht reif, über zehn Jahre hinaus einer Sitzgemeinde vorzuschreiben, wann sie in welcher Grössenordnung neue Schulgebäude planen muss. Der OS-Vorstand nimmt heute auch eine grössere führende Rolle ein als damals.

Es war aber allseits bekannt, dass die Gebäude Ende der Sechzigerjahre gebaut wurden und dass ihre Lebensdauer vorgegeben ist. Schuld kann man niemandem zuweisen. Man muss sich an solche grossen Millionenbeträge erst gewöhnen und nicht überall war die Vorstellung gleich, wie viel Schule man benötigt.

Heute wissen wir, dass der Sensebezirk für die Zukunft gute Bildungsstätten braucht und dass für alle Jugendlichen im Bezirk die gleichen Chancen bestehen müssen.

Nicht vergessen darf man, dass die OS Sense heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Bezirk ist. Allein die Betriebskosten betragen brutto mit dem Kantonsanteil rund 21 Mio. Franken jährlich. Dieser Betrag (alles Steuergelder) wird im Bezirk in Umlauf gebracht in Form von Löhnen und Material. Wenn man noch die über die Jahre verteilten Investitionskosten dazu nimmt, dann ergibt dies einen nicht zu vernachlässigbaren Einfluss. Dadurch, dass wir vier Zentren im Bezirk haben, verteilen sich auch die Gelder entsprechend.

Woher erklärt sich die hohe Differenz in Wünnewil: von ursprünglich 10,5 Mio. Franken (1995) auf heute 23 Mio. Franken?

Dafür gibt es mehrere Gründe: die grosse Entwicklung der Schülerzahlen mit anderen Klassengrössen, die gestiegenen Anforderungen an heutige Unterrichtsformen, kantonale Bauvorschriften (Minergie-Standard, Isolation usw.), die allgemeine Kostenentwicklung inklusive Mehrwertsteuer. Ausserdem blickt man heute viel weiter in die Zukunft als vor einigen Jahren.

Damals glaubte man nicht daran, dass in Wünnewil in zehn Jahren ein solch grosser Investitionsbedarf besteht. Allerdings hätte eine sachliche Betrachtung der damaligen Baustruktur und eine logische Analyse der Weiterentwicklung der Gemeinde eine andere Kostengrösse ergeben.

Im Nachhinein betrachtet müsste man sich schon heute die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn der Kanton ein optimales, dem Unterricht entsprechendes, modulares Schulgebäude entwickelt. Dieses könnte dann überall ohne zusätzliche Planungskosten gebaut werden. Wir würden mit einem solchen Baukasten-System enorm viel Planungsaufwand sparen und die Kosten erheblich senken bei gleichem Schulstandard.

Insgesamt werden die vier OS-Zentren dann für fast 80 Mio. Franken ausgebaut sein.

Unsere Aufgabe ist es, nach gutem Gewissen die notwendigen Infrastrukturen für die Bildung im Sensebezirk zu realisieren. Dabei ist immer eine Zeitspanne von 30 bis 40 Jahren in Betracht zu ziehen. Mit einer gesamten Investitionssumme von rund 80 Mio. Franken ist dann aber der Sensebezirk für die nächsten 30 Jahre gerüstet. Die vier Zentren beherbergen derzeit 1700 Schüler. Wenn ich diese Zahl mit der Investitionssumme von 68 Mio. Franken in La Tour-de-Trême vergleiche (800 Schüler), dann sind wir nicht so daneben.

Bisher wurde das notwendige Mass (Ausbau Tafers, Düdingen und 1. Teil Plaffeien) aus meiner Sicht nicht schlecht getroffen. 1995 wurden die Kosten von Tafers als zu überrissen betrachtet. Aus heutiger Sicht – zehn Jahre später – sind sie eher tief! Tafers musste damals als Vorreiter der neuen OS-Bauprojekte sicher ein paar Vorwürfe einstecken, die aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt waren.

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