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Glitzerndes Papier und schlichtes Stroh

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Fast vierzehn Tage lang Weihnachten feiern und ein zwölfgängiges Menü an Heiligabend ohne ein einziges Fleischgericht. Die Redewendung «andere Länder, andere Sitten» entfaltet bei Polens Weihnachtstradition ihre Bedeutung. Das Sensler Museum hat sich für die diesjährige Krippenausstellung «Polnische Weihnachten» über das Land und seine Bräuche schlaugemacht, die passenden Krippen gesammelt sowie Dekorationen gebastelt. Gestern präsentierte die Museumsleiterin Franziska Werlen zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen ihr neuestes Projekt.

Gegensätze ziehen sich an

Bunt, glitzernd, prunkvoll: Das ist die «Szopka Krawowska» – die Krakauer Weihnachtskrippe. Drei klassische Krippen und eine Eigenkreation schmücken den ersten Stock des Sensler Museums. «Die Polen stellen die Krippen aus vielen einzelnen Aluminiumpapierchen her, die ursprünglich eine Schokoladenkugel umwickelten», erklärt Franziska Werlen. Neben der bunten Fassade fallen die architektonischen Elemente der Stadt Krakau auf – die Krippen ähneln meist der gotischen Krakauer Marienkirche.

Doch sei es bei polnischen Krippenbauern auch Tradition, so Werlen, die Krippe nach Gebäuden aus der eigenen Heimat zu gestalten. «Deshalb zeigen wir die Eigenkreation von Dominik Tomasik. Er ist Sensler mit polnischen Wurzeln und kreierte eine Krippe mit Elementen aus Freiburg wie dem Bollwerk und der Kathedrale St. Nikolaus», so Werlen. Die meisten Krippen hingegen hat das Sensler Museum von der Krippenwelt Stein am Rhein für die Weihnachtszeit ausgeliehen.

Geschnitzte Holzfiguren zieren die Krippenszenen im obersten Stock. Die Schnitzereien sind schlicht, doch ist immer eine Komponente hervorgehoben. So schauen die Figuren die Besucher mit durchdringendem Blick an. «Sie wirken wie karikaturistische Werke», so Werlen.

Ungewohnt sind die Alltagsszenen: Strassenmusiker oder verliebte Paare sind vielgesehene Gäste in polnischen Krippen. «Früher pflegten die Polen Rituale, die eine gute Ernte, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand im neuen Jahr garantieren sollten», sagt die Museumsleiterin und weist dabei auf den Christbaum inmitten der Krippen hin. Dieser trägt selbst gebastelte Sterne, Kugeln und Engel aus Papier, Stroh und Ästen.

Aus natürlichen und einfachen Mitteln basteln sich die Polinnen und Polen die Weihnachtsdekorationen, die zwar schlicht gestaltet sind, jedoch eine grosse Bedeutung tragen. «Die frühere Gesellschaft in Polen war sehr ländlich, weshalb ihr die Natur sehr am Herzen liegt.» Diese Verbundenheit solle durch diese Rituale noch heute zelebriert werden, so Werlen.

Hier geht es zur Bildergalerie.

Programm

Traditionelle polnische Weihnacht in Tafers

Heute Freitag um 18 Uhr lädt das Sensler Museum zur Eröffnung der Krippenausstellung «Polnische Weihnacht» ein. Anschliessend findet in der Pfarrkirche St. Martin in Tafers ein Konzert mit polnischen Weihnachtsliedern statt. Am Sonntag, 3. Dezember, um 14.30 Uhr und Donnerstag, 28. Dezember, um 17.30 Uhr leiten Dominik Tomasik und Franziska Werlen jeweils eine geführte Besichtigung. Am Sonntag, 10. Dezember, um 17 Uhr gibt es eine weihnachtliche Lesung mit musikalischer Begleitung. Am Freitag, 15. Dezember, von 16 bis 20 Uhr läuft der Anlass «Lisme im Sigrischte­huus». In der FC-Tafers-Buvette gibt es am Montag, 18. Dezember, um 19 Uhr auf Voranmeldung polnische Weihnachtsspezialitäten. Jeweils an den Mittwochen 6., 13. und 20. Dezember gestaltet Daniela Stöckli ein Kinder-Atelier von 14 bis 16.30 Uhr. Die Ausstellung dauert bis zum 14. Januar.

jp

 

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