Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Glocken der Kathedrale renovationsbedürftig

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Glocken der Kathedrale renovationsbedürftig

Erstmals werden die 13 Glocken der Kathedrale von Freiburg gründlich saniert

Im Turm und auf dem Dachreiter der Kathedrale von Freiburg hängen 13 Glocken. Mit einem Gewicht von 7300 Kilogramm ist die Marienglocke aus dem Jahre 1505 die grösste: Für rund 820 000 Franken sollen nun alle Glocken renoviert werden.

Von IRMGARD LEHMANN

Die zwei grössten Glocken der Kathedrale hängen im dritten Stock des Turms. Die grösste ist die Marienglocke mit einem Gewicht von 7,3 Tonnen, einem Durchmesser von 2,20 Metern und einer Höhe von 1,65 Metern. Vor genau 500 Jahren wurde sie gegossen und nun soll sie grundlegend renoviert werden. Sie hängt an einem Holzgebälk (Glockenjoch), das allerdings Risse aufweist. Von Witterungsschäden gezeichnet ist aber auch die zweite Glocke im dritten Stock des Turms: die Katharinaglocke mit einem Gewicht von 3600 Kilogramm ebenfalls aus dem Jahre 1505.

Historisch wertvoll

Das gleiche Bild zeigt sich im vierten Stock, wo weitere acht Glocken hängen – darunter die älteste, diejenige der heiligen Barbara aus dem Jahre 1367. «Die Kathedrale von Freiburg besitzt eines der historisch wertvollsten Glockenspiele der Schweiz», sagte Augustin Macheret, Präsident der 23-jährigen «Stiftung für die Erhaltung der St.-Niklaus-Kathedrale» am Mittwoch gegenüber den Medien. Nun sollen sie erstmals allesamt gründlich renoviert werden.

Die Arbeiten werden von der Firma Rüetschi AG Aarau ausgeführt und bis 2009 beendet sein. Wie Stanislav Rück, Architekt und Koordinator, erklärte, muss das Gebälk der Marienglocke und die Eisen-Aufhängung der andern Glocken ausgewechselt werden. Der schlechte Zustand beeinträchtige den Glockenton. Aber auch die Schlaghämmer wie auch die Klöppel werden saniert. Restaurierungsarbeiten werden ebenfalls an den Tragbalken (Glockenstuhl) ausgeführt.

Die Kosten belaufen sich auf rund 820 000 Franken. Da die Kathedrale ein Bauwerk von nationaler Bedeutung ist, kann mit Bundessubventionen von rund 250 000 Franken gerechnet werden. Kantonssubventionen werden ebenfalls erwartet. Getragen wird die Renovation von der Stiftung.

Nach der Renovation wird der Zugang fürs Publikum einiges leichter sein als heute, bemerkte Rück (gegenwärtig nur mit Führung möglich).

Doch auch mit der Renovation des Glockenturms werden die Bauarbeiten an der Kathedrale nicht etwa abgeschlossen sein, räumte Kantonsarchitekt Charles-Henri Lang ein: «Wenn die eine Etappe abgeschlossen ist, wird die nächste in Angriff genommen und so wird es immer sein.»
Gegenwärtig werden am Südportal, in den Seitenschiffen und in der Sakristei Renovationsarbeiten ausgeführt. Und wie steht es mit dem allgemeinen Zustand? Lang: «Dieser war noch nie so gut wie heute.» Und die Aussenfassade? «Auch diese – trotz der 25 000 Autos, die täglich vorbeifahren.»
Neue Publikation

Der Bau der Kathedrale von Freiburg begann im Jahre 1283 an der Stelle, an der eine romanische Kirche aus der Zeit vor der Stadtgründung (1157) gestanden hatte. Der Bau wurde 1430 abgeschlossen – der Westturm jedoch 1490.

Drei Hauptepochen haben den Bau geprägt: die Gotik, der Barock (Chorgewölbe) und die Moderne (Mooser-Orgel; Glasfenster von Mehoffer und Manessier).
Die Kathedrale besitzt 13 Glocken: die Marien- und die Katharinaglocke aus dem 15. Jh. sind mit einem Durchmesser von 2,2 bzw. 1,75 Meter die grössten; die Choristenglocke (29 cm) und das Totenglöcklein (31,5 cm) die kleinsten.
Bis in die 40er-Jahre wurden die Glocken durch Treten und Ziehen in Bewegung gesetzt. Heute sind neun davon elektronisch gesteuert und elektrisch betrieben.

Zur 850-Jahr-Feier

Auf die 850-Jahr-Feier der Stadt Freiburg hin wird über die Kathedrale von Freiburg eine grosse zweisprachige Monografie (grössere wissenschaftliche Einzeldarstellung) erscheinen. Wie Augustin Macheret, seit 2004 Präsident der Stiftung für die Erhaltung der Kathedrale, am Mittwoch sagte, entsprechen die vorliegenden Publikationen nicht mehr dem heutigen Wissensstand. il

Mehr zum Thema