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«Glück ist keine Glückssache»

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Er hatte am Mittwochabend im Hotel Bahnhof einen speziellen Gast zu begrüssen: Bruno Jendly, Präsident des Lions Clubs Sense-Kaiseregg, empfing in Düdingen den Chef der Armee: André Blattmann schien sich wohlzufühlen im Umfeld der Serviceclubs, von denen der organisierende Lions Club Sense-Kaiseregg einer ist. «Serviceclubs übernehmen Selbstverantwortung, sie passen von ihrer Art und Einstellung zur Armee», erläuterte der Armeechef den knapp hundert Besuchern. Blattmann freute sich zu Beginn auch über den servierten Wein–notabene aus dem Vully, dem Wohngebiet des Wahlfreiburgers.

Ungewisse Zukunft

Doch es ging nicht lange, bis Blattmann in seinem Vortrag etwas ernster wurde: «Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt», und sofort war die Zuhörerschaft mitten im Thema: Sicherheit war das Schlagwort. Der Armeechef begann mit einem kurzen Abriss über die Krise in der Ostukraine und auf der Krim. Seine Bilanz: «Wer sich nicht selbst schützen kann, wird zum Spielball der Mächte.» Oder wie er dies analog in Bezug auf das Jahresmotto des organisierenden Lions Clubs beschrieb: Glück sei keine Glücksache, denn «irgendwann muss man selbst für sein Glück besorgt sein.»

Kritische Infrastruktur

Und da schlug der Armeechef den Bogen zurück in die Schweiz: Die Bedrohungen seien heute nicht mehr dieselben wie früher. «Sie sind vielseitig», sagte Blattmann und zeigt dabei die Verletzlichkeit der Schweiz auf, die er in der kritischen Infrastruktur sieht: «Ein Angriff auf das Rechenzentrum der Bahn in Olten–und praktisch kein Zug fährt mehr», brachte er als Beispiel. «Eine solche Infrastruktur habe ich auf dem Weg hierher sogar befahren», erzählte Blattmann und meinte damit die Staumauer in Schiffenen.

Um die heutigen Bedrohungen abzuwenden, brauche es einen guten Werkzeugkasten, bei dem kein einzelnes Werkzeug fehlen dürfe. «Eine Armee funktioniert nur, wenn alle nötigen Teile vorhanden sind», so Blattmann und nutzte die Gelegenheit, die vergangene Abstimmung über den Kampfjetkauf zu erwähnen: Denn zu einem solchen Werkzeugkasten gehöre auch ein modernes Flugzeug. «Die vierzigjährigen Tiger nachzurüsten, wie dies als Alternative zum Gripen aufgekommen war, ist in meinen Augen eine Geldverschwendung», sagte Blattmann zum Thema im Zusammenhang mit einer Frage, die in der anschliessenden Diskussion aufkam.

 Gegen Ende stellte der ausgebildete Betriebsökonom die Weiterentwicklung der Armee vor, die ausgehend vom sicherheitspolitischen Bericht vor vier Jahren angestossen wurde und die Armee für künftige, moderne Bedrohungen fit machen soll. Schliesslich liess es sich Blattmann nicht nehmen, den Zuhörern seine mitgebrachten Militärbiscuits und -schokoladen anzupreisen.

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