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Glückliche Murtner nach Dramatik pur

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Schon von Beginn weg übernahmen die Gäste das Spielgeschehen und kamen praktisch im Minutentakt zu guten Torchancen. Indes haperte es in der Chancenauswertung. Nur dem glänzend haltenden Goalie Nicolas Horovitz war es zu verdanken, dass das Skore nicht schon zu Spielbeginn eröffnet wurde. Hie und da war auch Pech dabei, als man entweder den Pfosten oder die Latte traf. Kerzers spielte in der ersten Hälfte schnörkellos und zielstrebig nach vorne. Mit diesem System hatte das Heimteam seine liebe Mühe. Was aber vor allem auffiel, war, wie Murten Mal für Mal in grösste Schwierigkeiten geriet, wenn die Kerzerser Eckbälle treten konnten. In der 29. Minute war der Murtner Torhüter machtlos, als erneut eine Ecke in den Strafraum getreten wurde und der Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht werden konnte. Schliesslich war es Michael Comba, der zum hochverdienten 0:1 verwerten konnte. Auch in der Folge bestimmten die Gäste das Spiel und kamen zu vielen Möglichkeiten, das Resultat zu erhöhen oder gar das Spiel schon vor der Pause zu entscheiden. So fielen der routinierte Adrian Spycher mit seiner Omnipräsenz und Übersicht und der wirblige Patrick Kuriger mit schönen Dribblings im ansonsten ausgeglichenen Gästeteam auf.

Kerzers verliert seine Linie

Nach dem Pausentee begannen die Gäste erneut mit viel Tempo und Überzeugung. Indes konnte man feststellen, dass die Zielstrebigkeit nach vorne ein wenig schwand. Trotz allem kam man zu mehreren guten Chancen. Murten seinerseits schien zeitweise vor der Übermacht des Gegners zu erstarren. Das Heimteam hatte alle Hände voll zu tun, die Angriffe des Gegners frühzeitig zu unterbinden. Zu gut aufgelegten Torchancen kamen die Murtner weiterhin nicht. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr kamen die Gäste von ihrem System ab und liessen sich zu ungenauen Zuspielen und unnötigen Fouls verleiten. Dies spielte den kämpferischen Murtnern, die nun vermehrt und zum Teil auch überhart in die Zweikämpfe gingen, in die Karten. Nach einer guten Stunde kam endlich die Dramatik, welche zu einem Derby gehört, auf. Viele kleinere Nicklichkeiten hüben wie drüben wurden vom gut pfeifenden Schiedsrichter geahndet. So kam Murten in der 83. Spielminute zu einem Freistoss. Dieser wurde hoch in den Strafraum getreten, wo Yves Mankaka alle übersprang und zum kaum erwarteten Ausgleich treffen konnte. Ab diesem Moment gab es kein Halten mehr, und der FC Murten legte nochmals eine Schippe zu. So kam es, wie es kommen musste: In der 92. Minute schoss Valdet Ramadaniaus aus zirka 20 Metern an die Latte. Den Abpraller verwertete der gut folgende Dardan Mehmetiper mit dem Kopf zum glücklichen Siegestreffer.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Kerzers dieses Spiel unnötig verloren hat und der FC Murten opportunistisch bis zum Schluss an sich geglaubt hat. Aber wie heisst es so schön: Wer die Chancen nicht verwertet, muss sich nicht wundern, wenn er Tore kassiert. Schade, dass einige Spieler Derbydramatik von unnötigen Unsportlichkeiten nicht unterscheiden konnten.

 

Telegramm

Murten – Kerzers 2:1 (0:1)

Prehl; 250 Zuschauer; SR: Brasey.Tore:29. Comba 0:1; 83. Mankaka 1:1; 92. Mehmeti 2:1.

FC Murten :Horovitz; Sulkoski (57. Ramadani), Schällibaum, Efe, Poulin (16. Mankaka); Ballaman, Kaslevic, Mehmeti, Marolho (75. Bacher); Cartoni, Quagliariello.

FC Kerzers :Siffert; Etemi, Kaltenrieder, Flühmann, Spycher; Stoll, Comba (77. Krähenbühl), Concalves Leite, Kuriger; Schlapbach (71. Pfister), Kilchhofer (58. Guggisberg).

Bemerkungen:Verwarnungen: 38. Sulkoski (Foul), 39. Schällibaum (Foul), 43. Goncalves Leite (Foul), 49. Mankaka (Foul), 86. Kuriger (Foul), 93. Mehmeti (Dressausziehen), 93. Kaltenrieder (Foul).

Reaktionen: «Wir haben alles auf eine Karte gesetzt und gewonnen»

M urten-Trainer Gilbert Mollard anerkannte nach dem Sieg seiner Mannschaft die gute Leistung des Gegners: «Das waren Emotionen pur bis zum Schluss. Dieser Derbysieg ist glücklich, denn der FC Kerzers hat mit seiner Taktik das Spiel grösstenteils beherrscht und kam zu vielen guten Torchancen. In meinen Augen war die zweite Halbzeit ausgeglichen. Zum Schluss haben wir alles auf eine Karte gesetzt und gewonnen.»

Gilbert Mollards Gegenüber Bruno Stulz bedauerte speziell, dass sein Team nach der Pause zu viele Fehler begangen hatte: «Mit der ersten Halbzeit bin ich, obwohl die Chancenauswertung ein wenig zu wünschen übrig liess, zufrieden. In der zweiten Hälfte kamen wir von unserer Marschroute ab, indem wir nicht mehr konsequent und schnell genug in die Spitze gespielt haben. Wir haben zu viele Fehler und viele unnötige Fouls gemacht. Noch während dem Spiel habe ich meine Mannschaft, wie sich zeigen sollte, erfolglos darauf hingewiesen.» dh

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