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Gnu auf der Milchstrasse

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Gnu auf der Milchstrasse

Ohrwürmer auf hitverdächtiger vierter CD

Hymnischer Power-Pop mit Hit-Appeal aus Freiburg: «Gnu» haben mit «Milky Way» ihre vierte CD auf den Markt gebracht. Und die Chancen auf einen Achtungserfolg waren noch nie so gut wie jetzt . . .

Von UELI STRASSER

Sergio Gautier, Alain Blanchard und Patrice Perriard alias «Gnu» sind nicht mehr grün hinter den Ohren. Sie haben bereits drei CD im Angebot: Eine 5-Song-EP («Carrot»), einen Longplayer («Discovering the Spirit of . . . ») und eine Live-Aufnahme aus dem Fri-Son.

Nun haben sie einen Teil ihrer Aufnahmen nochmals eingespielt und mit neuem Material in den «Studios SNB» in Montreal auf Hochglanz polieren lassen. Das Produkt heisst «Milky Way», umfasst 15 Songs (plus einen versteckten) und ist im Handel zu erwerben. Zu hören gibt es professionell aufgenommenen, zeitgemässen Sound mit einer Produktion von internationalem Format.

Zu Gnus musikalischen Elementen zählen neben der Gitarre und dem Schlagzeug zwei Bässe sowie Latino-Elemente wie Charango (eine Art Mandoline) oder Panflöte. Gnu versprechen deshalb einen «eigenen neuen Sound» (den «Gnupoprock»). «Neu» mag im eigenen Universum stimmen, ist aber im Vergleich mit der aktuellen Pop-Szene doch etwas hoch gegriffen. Der Charango-Sound von «The Chase» oder «It ain’t time» beispielsweise erinnert verblüffend an REM zur «Losing my religion»-Zeit, und «Ba ba baba ba»-Refrains wie in «Bloated dreams» sind spätestens von den Beach Boys erfunden worden. Bei «Into the sun» schimmern New-Wave-Anleihen à la «The Cure» durch und Weezer-Freunden wird der Song «Stars» gefallen. Und wenn «High times» nicht ein Extrakt des Klassikers «Summer in the city» ist …
Aufgrund dieser Reminiszenzen kann man nicht wirklich von einer Revolution in der Popszene sprechen, aber so ähnlich zu tönen wie unbestrittene Perlen der Pop-Geschichte muss ja nicht schlecht sein. Zumal alle Songs von Gnu stammen, sich im direkten Vergleich mit ihren Vorbildern keinesfalls verstecken müssen und einen bedingungslosen Drang zur herzerweichenden Melodie haben. Ohrwürmer gibt es viele zu entdecken, aber wenn Gnu mit dem Jodel-Refrain aus dem «Mountain song» oder dem Titel Track «Milky Way» (dem einzigen französischen Chanson) nicht mindestens ein kleiner Hit gelingt, gibt es einfach keine Gerechtigkeit mehr auf dieser Welt.

Die Plattentaufe vom 4. April im «Nouveau Monde» hat es gezeigt: Gnu sind live eine perfekt eingespielte Band, verstärkt durch einen Schlagzeuger und einen Gitarristen. Vor Publikum ist der Sound weniger geschliffen, kommen die Stücke etwas rauer aus den Boxen. Was vor allem auf der ersten Hälfte der CD noch ethnisch angehaucht wirkt, wird in der Bühnenumsetzung zum Gute-Laune-Rock. Wer diese Uraufführung verpasst hat, sollte sich den 3. Mai in der Agenda rot anstreichen: Gnu geben an diesem Datum ein Konzert im «Café le XXème» in Freiburg.

Weitere Infos zu «Gnu» gibt es auf der Homepage www.indiepop.ch.

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