Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Goalgetter mit Ladehemmung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit 17 Toren (davon 3 in der Playoff-Viertelfinalserie gegen Lugano) zeichnete sich Matthias Rossi in der letzten Saison als der treffsicherste Schütze Gottérons aus. Es war die bislang beste Ausbeute des Aargauers während seinen vier Jahren bei Biel und Freiburg in der höchsten Spielklasse und brachte ihm ein Aufgebot der Nationalmannschaft für die WM-Vorbereitungsphase ein, in der er allerdings am Ende der zweiten Trainingswoche aussortiert wurde. Der 27-jährige Powerstürmer ist ein klassischer Torjäger. Immer hat er mehr Treffer erzielt als Assists geliefert.

Weniger Torschüsse

In diesem Championat hingegen lässt die Nummer 46 seine Kaltblütigkeit noch vermissen. Er traf zwar gleich zum Saisonauftakt gegen Lausanne, in den letzten neun Partien blieb Rossi jedoch torlos. «Wenn du über eine so lange Zeit nicht triffst, machst du dir manchmal schon so deine Gedanken», sagt Rossi. «Vor allem in engen Spielen wie am Samstag (Red.: knappe 1:2-Niederlage in Genf), wenn ein einziges Tor die Differenz ausmachen kann. Schliesslich möchtest du dem Team ja helfen.» In solchen Situationen gehe es darum, den Kopf nicht hängen zu lassen, «irgendwann geht der Knopf auf».

Die fehlende Effizienz ist zurzeit aber nicht nur ein Problem bei Rossi. Das ganze Team schwächelt im Angriff. Derweil in der Defensive die Stabilität gefunden wurde (nur vier Gegentreffer in den letzten vier Partien), hapert es nun mit der Torproduktivität. «Wir sind oft so nahe am Torerfolg dran. Es gibt Phasen, da fallen die Pucks haufenweise rein, und manchmal muss man eben hart dafür arbeiten», sagt Rossi. Das treffe momentan gerade für seine Linie zu. «Wir kreieren gefährliche Aktionen, machen die Tore aber nicht.» Dass sein Sturmkollege Andrei Bykow aktuell seiner Form hinterherläuft, will Rossi nicht gelten lassen. «Auch Bykow hat viele Chancen, uns geht es da ziemlich ähnlich.» Ein Blick auf die Statistik zeigt indessen, dass die beiden Stürmer – die schon letzte Saison meist in einer Linie gespielt haben – in der vorherigen Meisterschaft deutlich öfter den Abschluss gesucht haben. Bei Rossi fiel der Schnitt der Torschüsse pro Partie von 2,16 auf 1,7, bei Bykow gar von 2,05 auf 1,5. Zum Vergleich: Gottérons Topskorer Julien Sprunger schiesst durchschnittlich 3,8-mal pro Begegnung auf das Tor. Noch provozieren Rossi und Bykow also ihr Glück zu wenig.

Neuer Linienpartner

Mitunter können dabei neue Impulse helfen. Stets auf der Suche nach Lösungen ist Trainer Mark French neuen Linienzusammenstellungen gegenüber positiv eingestellt. Und so dürfte heute Abend im Heimspiel gegen Biel Lukas Lhotak an der Seite von Rossi und Bykow stürmen, während Nathan Marchon den verletzten Michal Birner in der Linie mit Jim Slater und Killian Mottet ersetzt. «Warum nichts ändern, wenn es nicht läuft? Etwas Neues ist nie falsch», befürwortet Rossi diesen Wechsel. Daran, dass sie weiterkrampfen müssten, ändere das aber nichts.

Wechsel nicht bereut

Das gilt speziell gegen Tabellenführer Biel. Die gut ausbalancierten Seeländer konnten nahtlos an ihre bemerkenswerte letzte Saison anknüpfen. Bereut es Rossi deswegen, dass er trotz der Offerte für eine Vertragsverlängerung 2017 zu Gottéron gewechselt hat? «Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich bin sehr froh, in Freiburg zu sein», antwortet Rossi schmunzelnd. Er habe Biel drei Jahre erlebt und wisse deshalb, wie es dort zu- und hergehe. «Wenn es Biel läuft, dann läuft es eben. Ich glaube, die Bieler sind in einer Phase, in der ihnen einfach alles gelingt.» Zwei Werte unterstreichen die Aussage Rossis: Die Schusseffizienz (12,35 Prozent) sowie die Fangquoten der Torhüter Jonas Hiller und Elien Paupe (93,5 und 92,4 Prozent) liegen klar über dem Liga-Schnitt.

Mit einem zweiten Saisonerfolg gegen die Bieler könnte Gottéron heute dazu beitragen, dass diese Werte des Branchenleaders tatsächlich wieder sinken. «Biel ist sehr konterstark, wir dürfen uns aus dem Grund keine blöden Scheibenverluste leisten.» Um den Gäste erst gar nicht Chancen zu bieten, «müssen wir sie in der Verteidigung arbeiten lassen». Dazu beitragen will Rossi mit unermüdlichem Einsatz, damit es bei ihm womöglich ausgerechnet gegen seinen alten Club Klick macht.

Aufstellung

Miller dürfte gegen Biel sein Comeback geben

Gottéron empfängt heute Abend den EHC Biel. Die Freiburger sind neben den Zugern die einzigen, die den Leader bisher bezwingen konnten. In der 4. Runde feierte die Mannschaft von Mark French im Seeland trotz einem 0:2-Rückstand den ersten Saisonsieg. «Wir wollen gegen Biel sicherlich nicht nochmals ins Hintertreffen geraten», sagt French. Dazu müsse man an das – bis auf den ärgerlichen Gegentreffer ein paar Sekunden vor Ende – gute Schlussdrittel in Genf anknüpfen.

Die Freiburger sollten heute wieder auf die Dienste Andrew Millers zählen können. Der US-Stürmer, der zuletzt wegen einer Beinverletzung drei Partien gefehlt hatte, trainierte gestern ohne Einschränkungen mit und dürfte heute von den Ärzten grünes Licht bekommen. Spielt Miller, kehrt er an die Seite von Samuel Walser und Julien Sprunger zurück. Zwischen den Pfosten wird Reto Berra stehen, der in Genf Ersatz Ludovic Waeber Platz gemacht hatte.

Einzig verbleibender Spieler im Lazarett ist Michal Birner. Der Tscheche fällt mit einer Knieblessur bis zu drei Wochen aus. Fraglich für heute ist zudem Sebastian Schilt (krank).

fs

National League. Heute spielen (19.45 Uhr): Gottéron – Biel. Lausanne – Ambri.

Der heutige Gegner

Fakten zum EHC Biel

• Mit im Schnitt 4 Toren pro Match hat Biel die beste Offensive.

• Mit 7 Treffern ist der Finne Toni Rajala der beste Torschütze der Liga.

• Biels grosse Stärke ist die Ausgeglichenheit: 14 Spieler haben mindestens 5 Skorerpunkte auf dem Konto.

• In der Bullystatistik ist Leader Biel überraschend das Schlusslicht. Nur 45 Prozent der Anspiele konnten gewonnen werden.

• Der 18-jährige Verteidiger Janis Moser hat die beste Plus-Minus-Statistik der Liga (+9).

Mehr zum Thema