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Gold wird zur klingenden Münze

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole JEgerlehner

FreiburgFliegende Händler, die von Dorf zu Dorf ziehen, das Säli der Dorfbeiz mieten und Gold kaufen, erleben eine Blütezeit: Immer wieder sind in den Zeitungen Inserate zu finden, welche gute Preise für Goldschmuck versprechen. Denn noch nie war der Goldpreis so hoch wie jetzt (siehe Kasten). Und so kramen unzählige Frauen Schmuckstücke, die jahrelang in einem Schächtelchen versorgt ganz hinten in einer Schublade ein tristes Dasein fristeten, hervor – und bringen den Ring, den Armreif oder das Kettchen zum Goldkäufer. Andere verkaufen das Goldvreneli, das sie zur Taufe erhalten haben.

Wortkarge Händler

Doch offenbar ist das Leben der fliegenden Händler kein leichtes. Zwei Goldkäufer, welche in der Region auf Kundenfang waren, sassen jedenfalls in einem leeren Säli und warteten einsam auf Kundschaft. Die beiden wollten den Freiburger Nachrichten jedoch nichts über ihren Beruf und ihre Erfahrungen erzählen – oder nur, wenn ihr Name nicht in der Zeitung erscheint. Er habe nichts zu verbergen, beteuerte der eine; doch tue sein Name nichts zur Sache. «Wir betreiben seriöse Geschäfte», meinte der zweite. Doch fürchte er um seinen Ruf, sollte ein Zeitungsartikel erscheine; Kritik von Journalisten an den Preisen fliegender Händler habe bereits das Geschäft mehrerer Kollegen zerstört.

Auch schon Strafanzeige

Christian Bonnet zeigt sich da gesprächiger. Der Generaldirektor von «Gold and Cash» bedauert die Zunahme der fliegenden Konkurrenz: «Diese Händler arbeiten nicht immer sehr seriös.» Er habe gegen solche Händler auch schon Strafanzeige eingereicht: «Entweder weil sie unlautere Werbung betrieben haben, oder – und das ist gravierend – weil sie das Gewicht der Schmuckstücke falsch wogen.» «Gold and Cash» gehört zur Gruppe Bonnet, welche seit 1895 Bijouterie-Geschäfte führt. Eine Filiale des Goldkäufers findet sich auch an der Perollesstrasse in Freiburg.

Bonnet sieht nicht nur Negatives an den fliegenden Händlern: «Sie machen Werbung für den Goldverkauf, und das bringt auch uns mehr Kundschaft.» Denn viele Kunden verkauften ihren Schmuck nicht sofort, sondern besuchten sowohl die fliegenden Händler als auch die Verkaufslokale von «Gold and Cash»: «Sie vergleichen die Preise – und meist sehen sie dann, dass sie bei uns besser dran sind.»

Und so verkauften in den letzten Monaten zahlreiche Leute ihren Schmuck oder ihre Goldvreneli – und finanzieren sich so ein verlängertes Wochenende oder bessern das Haushaltsgeld auf. Das Gold, das Händler ankaufen – egal ob es sich um «Gold and Cash», den Bijoutier oder um fliegende Händler handelt – wird eingeschmolzen. «Sie werden ihren Familienschmuck nicht an einem anderen Hals finden», sagt Bonnet.

Riesiger Goldwürfel

Würde nicht nur der angekaufte Schmuck, sondern der gesamte bisher weltweit geschürfte Goldbestand von 155 000 Tonnen Gold zu einem Würfel zusammengeschmolzen, so hätte dieser Quader eine Kantenlänge von fast zwanzig Metern – was fast 8000 Kubikmetern reinem Gold entspricht. 18 Prozent dieses Goldes gehören Zentralbanken und anderen Währungs-Institutionen. 79 000 Tonnen oder 51 Prozent dieses Goldes wurden zu Schmuck verarbeitet. Weitere 25 000 Tonnen oder 16 Prozent Gold sind in Form von Barren und Münzen in Privatbesitz. Und ganze 18 000 Tonnen oder zwölf Prozent des geschürften Goldbestandes wurden in Kunstgegenständen verarbeitet. Ein Gramm Blattgold reicht aus, um eine Fläche von einem halben Quadratmeter zu überziehen.

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