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Gottéron dank starkem Schlussdrittel

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Gottéron dank starkem Schlussdrittel

Eishockey: Die Freiburger führen in den Playouts gegen Langnau mit 1:0

Den ersten Schritt Richtung Liga-erhalt hat Gottéron am Samstagabend mit dem 7:5-Heimsieg gegen die SCL Tigers geschafft. Nach einem 1:4-Rückstand kehrten die Freiburger den Match dank dem grossartigen Schlussabschnitt noch auf ihre Seite. Bei beiden Teams wechselten vor nur 4030 Fans im St. Leonhard Licht und Schatten in bunter Reihenfolge.

Von KURT MING

Eishockeyspiele schreiben mitunter ihre eigene Geschichte. Schon das Startspiel zwischen Gottéron und den Emmentalern brachte punkto Emotionen mehr als zuletzt ein Dutzend uninteressante Qualipartien. Für die Fans auf den Reihen sei es wegen den 13 Toren sicher ein guter Match gewesen, für die Nerven der Trainer weniger, sagte Trainer Mike McParland wenige Augenblicke nach dem Schluss- pfiff. Auf die Frage, was zum Umschwung geführt habe, meinte der Frankokanadier trocken: «Ich habe meiner Mannschaft in der zweiten Drittelspause gesagt, es sei noch nichts verloren und wir müssten jetzt mit Herz und Feuer spielen.» Und auch an Langnau-Trainer Bruno Aegerter war dieser Match mit zwei völlig verschiedenen Gesichtern nicht unbedingt spurlos vorbeigegangen. Während sich der Gottéron-Coach am Ende über den wichtigen Startsieg freuen konnte, zog auch Aegerter trotz dem unglücklichen Ende für seine Mannschaft ein zum Teil positives Fazit. Seine Mannschaft wisse jetzt, wie man in Freiburg gewinnen könne, und dies sei für den weiteren Verlauf dieser interessanten Playout-Serie (best of 7) sicher auch etwas wert. Eines ist sicher: Eine so gute Gelegenheit, den nötigen Auswärtssieg zu holen, werden die Tigers in den kommenden Tagen kaum noch einmal erhalten. Wer im St. Leonhard in einem so wichtigen Spiel zur Halbzeit 4:1 führt, sollte eigentlich nicht mehr als Verlierer vom Eis.

Helden und Versager

In wohl keiner anderen Sportart werden Spieler innert wenigen Minuten von Siegern zu Verlierern oder von Helden zu Versagern. Ein Lied davon können seit dem Samstagabend sicher auch einige Akteure aus den beiden Lagern von Gottéron und Langnau singen. Zu den grossen Helden der ersten Spielhälfte beim Gast gehörte Ex-Nativerteidiger Patrick Sutter, der im Herbst seiner langen und erfolgreichen Karriere (3 Meistertitel) zu den Tigers gewechselt hatte. Spätestens nach seinem herrlichen Shorthander zum 1:4 war der Routinier der Held der Gelb-Roten. Eine halbe Stunde lang später ging dann der kleine und drahtige Verteidiger nach einer unnötigen Zehnminutenstrafe wegen Reklamierns zusammen mit seinem Abwehrkollegen Jamie Heward (sass bei drei Gegentoren im Schlussabschnitt auf der Strafbank) trotzdem als Verlierer vom Eis. Ganz gegenteilig verlief die Formkurve bei Gottérons Duo Studer und Mowers. Der Ex-Genfer stiess mit seinem Fehler beim vierten Gegentor seine Mannschaft schon fast in den Abgrund, ehe er eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Ausgleichstor zum 4:4 die Wende einleitete. «Ab diesem Moment glaubte mein Team leider nicht mehr an den Sieg», sagte SCL-Chef Aegerter nach dem Match. Aber auch bei Neuzuzug Mark Mowers wird dieser Match noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Bis ins letzte Drittel hinein sah man den Lokout-Spieler wie auch seinen Sturmpartner Letowski praktisch nicht; in den Schlussminuten explodierte der Karlberg-Nachfolger mit zwei Toren und zwei Assists richtiggehend. Irgendwie scheinen die Tigers dem neuen HCF-Center zu liegen, denn schon vor einer Woche buchte er zwei Treffer gegen Pauli Jaks, der trotz der sieben Gegentore eine starke Leistung zeigte.

Weiterhin alles möglich

Die Serie steht wohl vor dem zweiten Match in Langnau morgen Dienstag nun 1:0 für Gottéron, aber schon dieses erste Spiel hat erneut aufgezeigt, dass zwischen diesen zwei Teams weiterhin alles möglich ist. Die sicherste Komponente beim Sieger war auch am Samstag Topskorer Jukka Hentunen, während bei den Tigers Richard Park einen unglaublich starken Eindruck hinterliess. Aber schlussendlich werden laut den beiden Trainern und Captain Philippe Marquis auch in den kommenden Partien kleine Details entscheiden. In beiden Mannschaften gibt es sicher noch Verbesserungspotenzial. Marquis sprach vorweg vom Abwehrverhalten. Dazu kam noch, dass Goalie Mona diesmal nicht so souverän wirkte wie auch schon. Auf der anderen Seite scheint Frédy Bobillier dank seiner Routiene eine echte Alternative zu sein, wenn der HCF mit nur einem Ausländer in der Abwehr spielt. Auf Seiten der Berner wusste Trainer Aegerter ebenfalls, wo noch Steigerungspotenzial vorhanden ist. Seine Boys hätten sich noch viel zu viel von unglücklichen Schirientscheiden von Ref Mandioni aus dem Konzept bringen lassen und so dem Gegner den Sieg praktisch geschenkt. In der Tat, die Wende trat im letzten Drittel ein, als bei den Tigers mit Heward und Sutter zwei der besten Verteidiger wegen unnötigen Strafen draussen sassen.

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