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Gottéron defensiv weiter inferior

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Einige Spieler hatten es bereits vor der Saison angetönt: Nach dem Halbfinal-Aus gegen Kloten war am Ende der letzten Saison eine gewisse Ernüchterung rund um den Klub zu spüren. Die ersten Spiele bestätigen diesen Eindruck. Im dritten Heimspiel war das St. Leonhard gestern zum dritten Mal nicht ausverkauft. Zwar ist der September traditionell der Monat, in dem das Zuschauerinteresse am kleinsten ist. Dennoch: Dass Freiburg gestern auch im dritten Heimspiel mit 6179 Zuschauern weit von einem vollen Haus entfernt war, ist nicht mehr allein damit zu erklären.

Dass Gottéron auf diese Saison hin die durch das Hooligan-Konkordat entstandenen Mehrkosten voll auf die Zuschauer überwälzt hat, und damit die im schweizerischen Vergleich ohnehin bereits teuren und obendrein unkomfortablen Stehplätze noch einmal merklich teurer geworden sind, dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben.

Nyffelers Bock

Die einzige Lösung diesen Negativtrend zu stoppen sind Siege und gute Leistungen. Eines ist klar: Mit Spielen wie gestern betreibt Gottéron keine Werbung in eigener Sache. Gegen den HC Lugano zeigten sich die Freiburger in der Defensive einmal mehr völlig überfordert. Es waren regelrechte Aussetzer, mit denen sich Gottéron gegen die zielstrebigen Luganesi auf die Verliererstrasse brachte. Wie Freiburg nach dem Startdrittel 2:3 in Rückstand liegen konnte, wusste gestern im St. Leonhard niemand so genau. Die Freiburger zeigten über weite Strecken das beste Drittel der Saison, dominierten die Partie, erspielten sich Chancen im Minutentakt und gingen durch wunderbare Tore von Benjamin Plüss und Marc-Antoine Pouliot zweimal in Führung, kassierten aber, obwohl Lugano selten vor Gottérons Tor auftauchte, eben auch drei Gegentore. War der erste Treffer noch eine herausragende Einzelleistung des überragenden Linus Klasen, waren die beiden weiteren Tore Geschenke der Heimmannschaft. In der 17. Minute liess Freiburgs Torhüter Melvin Nyffeler einen hoch und langsam auf ihn zufliegenden Puck völlig unbedarft nach vorne abprallen, so dass Julian Walker nur noch zum Ausgleich einzuschieben brauchte. Und obwohl bereits ein Unentschieden nach 20 Minuten für den Aufwand des Heimteams ein schlechter Lohn gewesen wäre, kam es 20 Sekunden vor der Sirene noch schlimmer. Nach einem Bully stand Sebastien Reuille plötzlich alleine vor Nyffeler und erwischte den jungen Goalie zwischen den Beinen. Ein Rätsel, wieso beispielsweise Verteidiger Michael Ngoy, der das Eis mit einer Minus-3-Bilanz verliess, in dieser Szene bereits den Vorwärtsgang einlegte, anstatt das eigene Tor abzusichern.

Conz im Stich gelassen

Dieser Gegentreffer brach Gottéron das Genick. Daran änderte auch nichts, dass Trainer Hans Kossmann für das zweite Drittel Nyffeler durch Benjamin Conz ersetzte. Der neuerliche Wechsel war ein Beweis dafür, dass Gottérons Modell mit dem Konkurrenzkampf auf dem Torhüterposten bisher noch nicht aufgeht. Beide Torhüter sind nach sechs Runden weit von einer Abwehrquote von 90 Prozent entfernt, womit Freiburg momentan eher zwei Nummern zwei hat, als wie erhofft zwei Nummern eins. Bei den beiden Gegentreffern im Mitteldrittel wurde Conz von seinen Mitspielern aber auch sträflich alleingelassen. Dem 2:4 ging ein grober Schnitzer Maxime Montandons in der Offensive voraus, beim 2:5 konnte der starke Fredrik Pettersson alleine vor Conz zu einem Slapshot ansetzen. Immer wieder zeigte Freiburg ein Abwehrverhalten, das in dieser ausgeglichenen Liga kaum einmal zu Punkten reichen wird.

Im Schlussdrittel versuchte Freiburg zwar noch einmal alles und erspielte sich wiederum einige Chancen, zu mehr als Thibaut Monnets Treffer zum 3:5 reichte es aber nicht. Zwei Minuten vor Schluss setzte Brady Murray mit einem Schuss ins verwaiste Freiburger Tor den Schlusspunkt.

Vor schwierigen Partien

Damit spitzt sich die Lage in Freiburg allmählich zu. Mit den Spielen heute in Zug und am Montag bei Meister Zürich stehen für Gottéron, das sich bereits jetzt unter dem Playoff-Strich befindet, zwei weitere schwere Spiele an. Will die Mannschaft von Hans Kossmann auch nur einen Punkt aus diesen zwei Partien entführen, muss sie sich defensiv deutlich steigern.

Telegramm

Gottéron – Lugano 3:6 (2:3, 0:2, 1:1)

St. Leonhard.–6179 Zuschauer. – SR Popovic/Wiegand, Abegglen/Espinoza.Tore:4. Plüss 1:0. 12. Klasen (Hirschi, Julien Vauclair) 1:1. 15. Pouliot (Monnet, Wirtanen) 2:1. 17. Walker (Stefan Ulmer, Hirschi) 2:2. 20. (19:40) Reuille (Brett McLean) 2:3. 26. Ilari Filppula (Walsky, Brady Murray) 2:4. 31. Pettersson (Klasen) 2:5. 44. Monnet (Abplanalp) 3:5. 58. Brady Murray (Steinmann) 3:6 (ins leere Tor).Strafen:je 2-mal 2 Minuten.

Freiburg-Gottéron:Nyffeler (21. Conz); Helbling, Abplanalp; Ngoy, Kwiatkowski; Montandon, Schilt; Huguenin; Monnet, Pouliot, Wirtanen; Mottet, Dubé, Tambellini; Sprunger,

 

Bykow, Plüss; John Fritsche, Ness, Tristan Vauclair; Brügger.

Lugano:Manzato; Dominik Schlumpf, Julien Vauclair; Stefan Ulmer, Hirschi; Chiesa, Kienzle; Maurer; Diego Kostner, Brett McLean, Reuille; Pettersson, Sannitz, Klasen; Walsky, Ilari Filppula, Fazzini; Walker, Steinmann, Dal Pian; Brady Murray.

Bemerkungen:Gottéron ohne Mauldin und Kamerzin, Lugano ohne Kparghai (alle verletzt). – Timeouts: Gottéron (31.); Lugano (48.). – Lattenschuss Klasen (39.).–Schussstatistik: 37:29.

Die FN-Besten:Plüss und Pettersson.

 

Der heutige Gegner

Die Fakten zum EV Zug

• Die beiden neuen Ausländer von Zug haben eingeschlagen. Der kanadische Stürmer Pierre-Marc Bouchard hat nach 6 Spielen 5 Tore und 4 Assists auf dem Konto, der schwedische Verteidiger Daniel Sondell 2 Tore und 5 Assists.

 

• Auch der neue Torhüter Tobias Stephan erfüllt bisher die hohen Erwartungen. Seine Abwehrquote liegt bei über 94 Prozent.

 

• Als Gottéron in der letzten Saison in Zug spielte, war Spektakel garantiert. Die erste Partie gewann Zug 6:5, die zweite die Freiburger 5:4 nach Verlängerung.

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