Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron dreimal ausgekontert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eigentlich hätte es nach den Wünschen der Klubleitung und der beiden Coaches diese Woche in den Heimspielen gegen Kloten und Ambri sechs Punkte werden sollen, und damit hätte man wohl frühzeitig den Grundstein für den Ligaerhalt gelegt. Am Samstag schaute jedoch nur ein einziges Pünktchen heraus, und verliert Gottéron morgen in Kloten ein weiteres Mal, droht der Fall auf Platz elf. Und dass würde bedeuten, dass die Drachen zum gefürchteten Playout-Finale gegen die zuletzt ernorm verbesserten Rapperswil Lakers antreten müssten. Noch ist es natürlich nicht so weit, aber geht die Verunsicherung bei den Freiburgern so weiter, drohen Ende der Saison sogar die Relegationsspiele gegen den NLB-Meister. Ausser in der Schlussphase dieser hart umstrittenen Partie spielte der Heimklub an diesem Abend kaum einmal mit NLA-Format. Dies und die nach wie vor unruhige Lage rund um den Verein lassen für die nächsten Wochen auch sportlich wenig Hoffnung aufkommen.

Giroux und Pestoni als Spielverderber

Trainer Gerd Zenhäusern hatte seine Mannschaft im Vorfeld dieser Sechspunktespiele vor der Kontertaktik der Leventiner gewarnt, irgendwie waren diese Worte aber an seinen Spielern vorbeigerutscht. Kämpferisch waren gegenüber dem letzten Match gegen Kloten Fortschritte zu sehen; man schoss in den 62 Minuten auch doppelt so häufig aufs Tor als der Gegner, aber richtig überzeugend waren die Angriffe der Freiburger nur ganz selten. Ganz anders Ambri, das aus seinen wenigen Offensivaktionen bis zum 0:2 nach 25 Minuten fast ein Optimum herausholte. Beide Male hiess der Torschütze Alexandre Giroux: Beim 0:1 traf der Topskorer mit einem gezielten Hocheckschuss, dem zweiten Treffer ging eine unübersichtliche Situation in der Torecke von Benjamin Conz voraus.

Dass diese zwei Mouchen am Ende für das Team von Coach Serge Pelletier nicht zum Punktemaximum reichten, hatte Gottéron vorweg dem lettischen Nationalkeeper Edgars Masalskis zu verdanken. Kurz vor Ende des zweiten Drittels leitete der Tessiner im eigenen Powerplay mit einem katastrophalen Fehlpass auf Andrei Bykow das Anschlusstor von Greg Mauldin ein. Und auch beim 2:2 von Goldhelm Marc-Antoine Pouliot (53.), einmal mehr einer der wenigen Pluspunkte im Freiburg Team, sah er nicht gut aus. Jason Fuchs, der Sohn von SCB-Meisterstürmer Régis, hatte ihm den Puck allerdings mit der Brust ungewollt ins eigene Tor abgelenkt.

Nach zwei, drei hundertprozentigen Möglichkeiten in den letzten Minuten der normalen Spielzeit gelang Nationalspieler Inti Pestoni in der Verlängerung das von den mitgereisten Ambri-Fans viel umjubelte Siegestor. Klasse, wie der blitzschnelle Flügel der offenen HCF-Abwehr entwischte und mit einem klassischen Heber Benjamin Conz keine Abwehrchance liess. Im Lager des Verlierers herrschte danach minutenlange Konsternation.

Gottéron-Aufstellung mit vielen Fragezeichen

Nach dem schlechten Auftritt gegen Kloten letzten Dienstag durfte man gespannt sein, wie sich die ungenügende Leistung auf das Freiburger Line-up auswirken würde. Zur allgemeinen Überraschung blieb der zuletzt solide Dominik Granak gegen Ambri in der Abwehr draussen, der formschwache Joël Kwiatkowski war damit der einzige ausländische Verteidiger auf dem Eis. Und vorne kam Ajoies Kanadier Francis Verreault-Paul gleich im ersten Spiel bei den Drachen zu seinem ersten Einsatz an der Seite von Dubé und Hasani. Gleich nach zehn Sekunden Einsatzzeit krachte der klein gewachsene Stürmer in einen kraftvollen Check von Reto Kobach und bekam so ziemlich rasch die viel härtere Gangart in der Nationalliga A zu spüren.

Weitere heisse Mutation: Dem Freiburger «Toptransfer» Thibaut Monnet wurde bei Spielbeginn sogar die Visp-Leihgabe Roman Botta vorgezogen, vielleicht weil dieser aus seiner Ambri-Zeit den Gegner besser kennt. Routinier Monnet durfte dann nach dem Restausschluss von Christian Dubé (26., nach einem Faustkampf mit Marc Grieder) im zweiten Sturm als Center agieren. All diese Mutationen zeigen eben auch auf, dass bei den Freiburgern im Moment nicht alles zum Besten steht und guter Rat teuer ist. In der Schlussphase der Partie, als es wirklich um die Wurst ging, liessen beide Trainer so oder so noch maximal mit drei Blöcken spielen und forcierten ihre besten Kräfte. Ob sich das auf die kommenden schweren Spiele kräftemässig noch auswirken wird, bleibt eine offene Frage. Jedenfalls ist Ambri nach dem Sieg bis auf einen Zähler an Freiburg herangerückt.

Nach dem Match sprach Trainer Gerd Zenhäusern von einer verpassten Chance auf den Sieg, seine Mannschaft habe nach dem Rückstand Charakter gezeigt und sei viel besser als gegen Kloten ans Werk gegangen. Der Gegner habe eigentlich nur aus individuellen Fehlern profitiert.

Auf der anderen Seite war Siegesschütze Inti Pestoni mit den zwei Punkten zufrieden, bis zu Freiburgs 2:1 habe man den Match im Griff gehabt. Am Ende hätten beide Teams gewinnen können; er sei glücklich, sein Team mit dem 3:2 geholfen zu haben, dem Ligaerhalt einen kleinen Schritt nähergekommen zu sein.

Telegramm

Gottéron – Ambri 2:3 n.V. (0:1, 1:1, 1:0)

St. Leonhard.–5808 Zuschauer. – SR Mandioni/Massy, Abegglen/Mauron.Tore:18. Giroux (Fuchs, Pestoni) 0:1. 26. Giroux (Grieder) 0:2. 39. Mauldin (Bykow/Ausschluss Hasani!) 1:2. 53. Pouliot 2:2 (Eigentor Fuchs) 62. (61:01) Pestoni 2:3.Strafen:5-mal 2 plus 5 Minuten (Dubé) plus Spieldauer (Dubé) gegen Freiburg, 7-mal 2 plus 5 Minuten (Grieder) plus Spieldauer (Grieder) gegen Ambri-Piotta.Freiburg Gottéron:Conz; Schilt, Marc Abplanalp; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Huguenin; Marc Zangger; Verreault-Paul, Dubé, Hasani; Maudlin, Pouliot, Tristan Vauclair;

Sprunger, Bykow, Mottet; Botta, Ness, John Fritsche; Monnet.

Ambri-Piotta:Masalskis; Gautschi, Kobach; Trunz, Sidler; Birbaum, Chavaillaz; Grieder, Zgraggen; Steiner, Hall, Lauper; Stucki, Aucoin, Lhotak; Pestoni, Fuchs, Giroux; Dostoinow, Schlagenhauf, Elias Bianchi.

Bemerkungen:Gottéron ohne Brügger, Plüss, Helbling (alle verletzt), Sprukts und Granak (beide überzählige Ausländer), Ambri-Piotta ohne Grassi, Tobler, Duca, Bouillon (alle verletzt) und O’Byrne (überzähliger Ausländer).–Torschüsse: 47:19

Die FN-Besten:Pouliot und Giroux.

Mehr zum Thema