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Gottéron gewinnt den Penaltykrimi

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Sieben Spiele, ein Dutzend Punkte und Zwischenrang drei–der Saisonstart der Freiburger ist auch für Coach Hans Kossmann nach den beiden Siegen am Wochenende in Ordnung. Klar hätte er gerne den einen oder anderen Match in der normalen Spielzeit für sich entschieden und dadurch ein paar Punkte mehr auf dem Konto, aber die mangelnde Kaltblütigkeit sei eben ein Problem, das es in den nächsten schweren Wochen zu beheben gelte.

Das Warten auf Sprunger

Einer, der dieses Manko beheben könnte, ist Julien Sprunger, der heute wieder ins normale Mannschaftstraining einsteigen will. Wann der Topskorer jedoch für Meisterschaftsspiele an der Seite von Andrei Bykow und Benjamin Plüss seine Schlittschuhe wieder schnüren wird, steht noch in den Sternen. Gerade die Tore dieses Trios fehlen den Drachen in der Anfangsphase dieser Meisterschaft an allen Ecken und Enden. Zum Glück zählt die Abwehr, die gegen Langnau wiederum mit Heins und Kwiatkowski vor dem erneut starken Benjamin Conz antrat, im Moment zu den stabilsten der Liga. Deswegen reichte es gegen Ambri und Langnau trotz Flaute im Angriff dennoch zu zwei Zittererfolgen.

Starker Auftritt von Sandro Brügger

Der einzige Sensler im Kader des HCF, Sandro Brügger, kam nach seiner Hirnerschütterung am Samstag zu seinem ersten richtigen Einsatz, nachdem er zweimal nur als 13. Stürmer aufgeboten worden war. Am Morgen des Spieltags hatte er von seinem Trainer erfahren, dass er spielen würde. Gleich bei seinem ersten Shift schoss der 21-jährige Alterswiler das 1:0, es sollte bis zum Ende der Verlängerung trotz einem weiteren halben Dutzend bester Chancen der einzige Torerfolg der Drachen bleiben. Stark, wie der Flügelstürmer vor dem Klassehüter Jaroslav Hübl die Ruhe behielt und den Puck von der Seite ins Netz beförderte. Er sei natürlich zufrieden mit seinem ersten Einsatz, sagte Brügger nach dem Spiel, und hofft nun, seinen Platz im Team gefunden zu haben.

Dass Brüggers schöner und wichtiger Führungstreffer schon der letzte der Einheimischen vor dem Penaltyschiessen sein würde, dachte wohl zu diesem Zeitpunkt kaum ein Zuschauer im erstmals ausverkauften St. Leonhard. Grund dafür war vorweg der slowakische Hüter der Gäste, der mit seiner grandiosen Vorstellung Eigenwerbung für die Zukunft machte. Hübl wird seinen Platz ja spätestens in zwei Wochen an Neueinkauf Thomas Bäumle übergeben müssen.

Langnaus gutes zweites Drittel

Während die ersten 20 Minuten eigentlich dem Heimklub gehörten, konnten sich die Emmentaler ab dem zweiten Drittel steigern und vor allem physisch bis gegen Schluss der Partie zulegen. Dies hatte natürlich auch seinen Grund im komischen Spielkalender: Auf der einen Seite spielte Gottéron am Vorabend in Ambri und hatte relativ wenig Erholungszeit bis zum nächsten Spiel, Langnau seinerseits konnte sich fast eine Woche lang auf diesen Match in Freiburg vorbereiten. Und weil die Tigers in letzter Minute mit dem Duo Spurgeon/Ennis noch Verstärkung aus der NHL bekamen, waren die Ellen gemäss Hans Kossmann im kräftemässigen Vergleich nicht ganz fair verteilt.

Aufgrund der Spielanteile war dann das Powerplaytor zum 1:1 von Kurtis McLean kurz vor Spielhälfte mehr als verdient, das Powerplayspiel der Tigers war viel effektiver als jenes der Drachen, die wie schon gegen Servette zwei Minuten doppelte Überzahl nicht in Zählbares ummünzen konnten.

Offener Schlagabtausch bis am Ende

Der letzte Abschnitt und die Verlängerung ergaben dann einen offenen Schlagabtausch, weil beide Teams sich nicht mit dem einen Punkt zufriedengeben wollten und offensiv den K.-o.-Schlag suchten. Bei den Tigers musste Tyler Ennis für dies Phase verletzungshalber Forfait geben, trotzdem hatte der Gast durch den früheren Gottéronspieler Fernand Leblanc in der 45. Minute eine erstklassige Doppelchance zum 2:1. Der HCF, bei dem Pavel Rosa nun an die Seite von Dubé und Gamache gewechselt hatte, verfing sich immer wieder in der engmaschigen Gästeabwehr, und was trotzdem durchkam, war eine Beute Hübls.

Die vielleicht beste Möglichkeit, doch noch zum Sieg zu kommen, vergab ein paar Sekunden vor Schluss der Nachspielzeit der stark spielende Andrei Bykow, als er den Puck seitlich vom Tor nicht im Gehäuse unterbrachte. So musste dann eben das Penaltyschiessen entscheiden, wo Simon Gamache und Sandy Jeannin als Einzige trafen.

Für die Freiburger folgt nun laut Hans Kossmann im Oktober der Monat der Wahrheit mit praktisch ausnahmslos Spielen gegen Spitzenteams. Am Dienstag kommt der SCB nach Freiburg, dann geht es am Freitag nach Davos, ehe tags darauf Zug ins St. Leonhard kommt. «Da werden wir den letzten und hintersten Spieler brauchen, um unsere Position in der Rangliste halten zu können», schaut der Chef mit nachdenklichem Gesicht in die nahe Zukunft.

 

Telegramm

Gottéron – Langnau 2:1 n.P. (1:0, 0:1, 0:0)

St. Leonard.–6700 Zuschauer (ausverkauft).–SR: Konc/Rochette (Slk/Sz), Bürgi/Kehrli.Tore:3. Brügger (Plüss, Bykow) 1:0. 27. Kurtis McLean (Lukas Haas, Rytz/Ausschluss Plüss) 1:1.–Penaltyschiessen: Bykow -, Sandro Moggi -; Gamache 1:0, Spurgeon -; Jeannin 2:0, Kurtis McLean -; Brügger -, Leblanc -.

Strafen:6-mal 2 Minuten gegen Freiburg Gottéron, 7-mal 2 Minuten gegen Langnau.

Gottéron:Conz; Heins, Birbaum; Ngoy, Marc Abplanalp; Loeffel, Kwiatkowski; Gerber; Gamache, Dubé, Hasani; Brügger, Bykow, Plüss; Rosa, Jeannin, Knoepfli; Cadieux, Botter, Vauclair; Merola.

 

Langnau:Hübl; Spurgeon, Rytz; Reber, Simon Lüthi; Stettler, Lardi; Christian Moser, Kim Lindemann; Kurtis McLean, Ennis, Lukas Haas; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Adrian Brunner; Jacquemet, Froidevaux, Tobias Bucher; Leblanc, Adrian Gerber, Genazzi.

Bemerkungen:Gottéron ohne Sprunger, Sebastian Sutter, Schilt (alle verletzt) und Mauldin, Langnau ohne Pelletier, Popovic (alle überzählige Ausländer), Bäumle und Simon Moser (beide verletzt).–Timeout: Gottéron (18.); Langnau (51.).–Pfostenschuss Spurgeon (25.).–Torschüsse: 40:26.

Die FN-Besten:Conz und Hübl.

 

Benjamin Conz: Der Freiburger Penalty-Held

Der 21-jährige Benjamin Conz, der sich vor drei Jahren als Goalie der Tigers in der NLA etabliert hat, erwies sich am Samstag als Freiburger Matchwinner. In einer Partie, die von den Torhütern dominiert wurde, liess sich Conz nur in der 27. Minute von Kurtis McLean bezwingen. Im Penaltyschiessen stoppte Conz dann alle vier Langnauer Versuche und trug damit massgeblich zum Gottéron-Sieg bei. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hat der Drachen-Goalie seinem Team im Penaltyschiessen zu einem Zusatzpunkt verholfen. Der Keeper kassierte in den drei Penaltyschiessen gegen Rapperswil, Ambri und Langnau erst ein Gegentor; 16 von 17 Penaltys parierte Conz.

«Vertraue meinem Instinkt»

Was ist das Geheimnis von Conz’ Nervenstärke? «Ich vertraue bei den Duellen vorweg meinem Instinkt. Ich versuche, möglichst lange ruhig stehen zu bleiben und so dem Schützen kein Loch aufzumachen. Und ein bisschen Glück braucht es natürlich auch.»

Dass man im Penaltyschiessen auf unterschiedlichste Arten treffen kann, haben die Freiburger an diesem Wochenende gezeigt. Andrei Bykow und Sandy Jeannin waren mit technisch schweren Backhandschüssen erfolgreich, Simon Gamache mit einem harten Knaller. mi

 

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