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Gottéron gibt die richtige Antwort

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Autor: Frank Stettler

Am Freitagabend hatte Gottéron zuhause gegen Biel enttäuscht, kaum Biss gezeigt und mit der dritten Heimschlappe in Folge auch viel Kritik einstecken müssen. Unmittelbar vor den Playoffs machten sich mehr und mehr Zweifel breit. In Lugano rehabilitierten sich die Freiburger nun mit einer engagierten und konzentrierten Vorstellung. «Das war heute ein ganz anderes Auftreten meiner Mannschaft», konnte Trainer Hans Kossmann mit Genugtuung feststellen. «Die Tessiner spielten sicherlich nicht auf Top-Niveau, aber dies soll unsere Leistung nicht schmälern.»

Zwei Aspekte strich Kossmann in seiner Analyse heraus. Zum einen den sechsten Saison-Shutout Cristobal Huets – nachdem er am Vortag gegen die Bieler noch ausgewechselt worden war – und zum anderen den starken Auftritt seiner vierten Linie, welche dank den beiden Toren von Tristan Vauclair zum 2:0 massgeblich zum Erfolg beigetragen hatte. «Huet zog am Freitag schlicht einen schlechten Abend ein. So etwas gibt es halt. Und die Treffer von Vauclair tun der Moral dieser Sturmreihe gut.»

Den Gegner kontrolliert

Ausgerechnet Tristan Vauclair also brachte mit seinen beiden frühen Toren (6. und 9. Minute) Gottéron auf die Siegesstrasse. Der Jurassier hatte in den letzten Jahren noch das Trikot der Bianconeri getragen. «Es ist nie einfach, gegen seine Ex-Kollegen zu spielen», sagte einer der Freiburger Matchwinner. «Aber mir gelang es, dies während der Partie ganz gut auszublenden.» Er und seine Mitstreiter Cédric Botter und Jan Cadieux hätten es verdient, endlich wieder für ihre Bemühungen belohnt zu werden. «Zuletzt lief es wieder besser bei uns, Tore wollten jedoch keine fallen.» Gegen Biel habe seiner Mannschaft zuweilen der absolute Wille gefehlt, umso erfreulicher sei die Reaktion im Tessin ausgefallen. «Es war ein gutes Auswärtsspiel von uns», so Vauclair nach dem dritten Sieg auf fremdem Eis en suite. «Wir haben den Gegner kontrolliert, den Puck in den eigenen Reihen behalten. Erst im Schlussdrittel liessen wir uns ein wenig einschnüren.»

Lüssy ersetzte Barinka

In diesem griff Lugano mit dem Mute der Verzweiflung an, nachdem Shawn Heins bei Spielmitte auf 3:0 erhöht hatte. Doch selbst in doppelter Überzahl und ohne Goalie gelang dem Team mit dem stärksten Powerplay der Liga das zumindest temporäre Revival nicht. Und dies, obwohl Gottéron nur mit fünf gelernten Verteidigern angetreten war, nachdem sich am Freitag auch noch der Tscheche Michal Barinka am Bein verletzt hatte. «Über die Art der Verletzung sprechen wir in diesem Stadium der Meisterschaft kurz vor den Playoffs nicht. Erfreulich ist, wie die anderen Spieler Verantwortung übernommen haben», so Kossmann, der für Silvan Lüssy, der als Verteidiger eingesprungen war, ein spezielles Lob übrig hatte. «Er ist unser Joker, hat bereits als Flügel und Center gespielt. Lüssy ist sehr verantwortungsbewusst und nimmt seinen Job ernst.» Gottéron spielte so endlich wieder wie in seiner besten Saisonphase im Herbst: hinten konsequent aufräumend und vorne effizient.

Vorgeschmack auf die Playoffs?

Zwei Runden vor Ende der Qualifikation spricht vieles dafür, dass sich Freiburg und Lugano im Playoff-Viertelfinal wieder gegenüberstehen werden. «Das ist so», bestätigte Tristan Vauclair, wollte sich indes noch nicht festlegen. «Auch Kloten und die ZSC Lions, unsere beiden letzten Gegner, sind noch möglich. Sollte es Lugano werden, haben wir heute gezeigt, dass wir parat sind», so der Stürmer nach dem dritten Saisonsieg gegen die Südschweizer. Trainer Kossmann rechnete da schon mehr mit einem Duell gegen seinen ehemaligen Chef beim SC Bern und jetzigen Lugano-Trainer Larry Huras. «Sollte es tatsächlich so kommen, habe ich schon konkrete Ideen, wie Lugano zu schlagen ist. Larry lässt ziemlich ähnlich wie damals in Bern spielen. Überraschungen gibt es keine.»

«Ein anderes Kaliber»

Dieser Meinung ist auch sein Gegenüber Huras. «Wir kennen Gottéron. Es liegt an mir, Lösungen zu finden.» Nicht zufrieden war der Kanadier mit der Performance einiger seiner Akteure, allen voran Petteri Nummelin. «Wie er Heins das 3:0 markieren liess, ist nicht akzeptabel», so Huras schonungslos. «Nachdem wir die ersten zehn Minuten gebraucht hatten, uns der Pace der Freiburger anzupassen, haben wir immerhin gekämpft und nie aufgegeben.» Trotzdem erstaunte es, wie schwach die Luganesi nach dem sechsten Derby-Sieg vom Freitag gegen Ambri spielten. «Man kann auch nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Gottéron ist ein ganz anderes Kaliber. Zudem kenne ich Huet. Das ist ein stolzer Mann. Seine Reaktion erstaunt mich nicht.»

Telegramm

Lugano – Gottéron 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)

Resega. – 3219 Zuschauer. – SR Popovic, Mauron/Tscherrig.

Tore: 6. Tristan Vauclair (Botter) 0:1. 9. Tristan Vauclair (Hasani) 0:2. 34. Heins (Afanasenkow) 0:3.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Lugano, 7-mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gottéron.

Lugano: Conz; Ulmer, Julien Vauclair; Hendry, Kienzle; Nummelin, Schlumpf; Nodari, Blatter; Bednar, Romy, Sannitz; Steiner, Brett McLean, Murray; Simion, Conne, Jörg; Profico, Kamber, Domenichelli.

Freiburg-Gottéron: Huet; Heins, Birbaum; Ngoy, Lüssy; Loeffel, Collenberg; Knoepfli, Jeannin, Afanasenkow; Sprunger, Bykow, Benjamin Plüss; Gamache, Dubé, Hasani; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair; Brügger, Merola.

Bemerkungen: HC Lugano ohne Hirschi, Rintanen, Reuille, Niedermayer, Kostner (alle verletzt), Burki (überzähliger Ausländer), Freiburg-Gotteron ohne Marc Abplanalp, Rosa, Lukas Gerber, Barinka (alle verletzt). – Pfostenschüsse: 55. Andrei Bykow, 57. Bednar. – Lugano von 39:20 bis 40:00 sowie von 56:54 bis 58:30 ohne Torhüter. – 57. Timeout Lugano.

Die FN-Besten: Jörg, Tristan Vauclair.

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