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Gottéron hatte die Spendierhosen an

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Autor: Frank Stettler

22 Namen pro Mannschaft stehen auf dem Matchblatt. Weil bei Gottéron aber erstmals in dieser Saison bis auf Lukas Gerber sämtliche 26 Kaderspieler fit sind, mussten gestern drei über die Klinge springen. Von den Ausländern traf es erwartungsgemäss Michel Ouellet. Dem Kanadier, der wie Shawn Heins und Serge Aubin am Spengler Cup das Ahornblatt auf der Brust tragen wird, folgten Adrien Lauper und Valentin Wirz auf die Tribüne.

Serge Pelletier gab also dem aufstrebenden Adam Hasani als Center der vierten Formation den Vorzug vor dem ehemaligen Internationalen. Keine Überraschung, wenn man berücksichtigt, dass Wirz vor drei Monaten (am 25. 9. gegen Servette) sein bisher einziges Saisontor erzielte. Seither blieb er in 26 Partien ohne Treffer. Die beiden waschechten Freiburger Lauper und Wirz überzählig – in der neu entfachten internen Konkurrenz bei Gottéron gibt es keinen Lokal-Bonus und schon gar kein Platz für Sentimentalitäten. Richtig so.

Zweimal in Führung

Gottéron hatte vor der Partie sieben Zähler Rückstand auf das sechstplatzierte Kloten und wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, um zu den Flyers aufzuschliessen. Die Partie liess sich für die Gastgeber gut an. Julien Sprunger (9.) im Powerplay und Verteidiger Marc Leuenberger (25.) mit seinem ersten Tor für die Drachen schossen Gottéron zweimal in Front. Doch bereits gegen Ende des Startdrittels drehten die «Flieger» mächtig auf und waren mit ihren schnellen Vorstössen brandgefährlich. Die Freiburger Hintermannschaft, bereits in den letzten Spielen alles andere als sattelfest, wackelte – und fiel schliesslich auch.

Fehler um Fehler

«Eishockey ist ein Spiel von Fehlern», pflegt Trainer Serge Pelletier jeweils zu sagen. Gestern traf dies im Falle seiner Truppe definitiv zu. Beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich profitierte der starke Finne Tommi Santala im Powerplay von einem missglückten Befreiungsversuch Serge Aubins. Beim 2:2 degradierte Roman Wick die Freiburger zu Slalomstangen. Beim 2:3 (nur 14 Sekunden später!) durch Kimmo Rintanen «pennte» Gottérons enttäuschende erste Linie, und das 2:4 (37.) war ein Geschenk von Marc Abplanalp, der den Puck in Überzahl an der blauen Linie vertändelte – Santala sagte artig danke.

Zu viele Gegentore

In der Folge warteten die Freiburger zunächst mit einer erschreckenden Passivität auf. Mit blindem Anrennen läuft man gegen die ausgesprochene Kontermannschaft aus der Flughafenstadt zwar ins Verderben, wollte der Heimclub aber noch etwas reissen, musste mehr gegen vorne kommen. Unter anderem Franco Collenberg und Robin Leblanc kamen im Schlussabschnitt noch zu Chancen, doch das Grundübel bei Gottéron ist zurzeit in der Defensive zu suchen. Im Schnitt vier Tore kassierten Sébastien Caron oder Damiano Ciaccio in den letzten sechs Partien – eine viel zu hohe Quote. Die Freiburger müssen schnellstmöglich wieder ihr defensives Gewissen finden.

Nach der verpassten Chance gegen die Flyers wäre es schade, wenn Gottéron heute in Bern mit einer weiteren Niederlage noch vor der Weihnachtspause die zuletzt starke Bilanz trüben würden. Man darf gespannt sein, wer nach der gestrigen Pleite aus dem Kader den schwarzen Peter ziehen wird. Des einen Leid, des andern Freud, werden sich zumindest Lauper und Wirz insgeheim denken.

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