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Gottéron in den Playoffs angekommen

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Autor: Frank Stettler

Julien Sprunger war am vergangenen Donnerstag bei der Auftaktniederlage in die Playoffs noch so gut wie der einzige Freiburger gewesen, der den Schalter rechtzeitig auf Playoff-Modus gestellt hatte. Mit etwas Verzögerung zogen seine Teamkollegen am Samstag im Tessin nach. Im Duell zweier technisch versierter Equipen gab Gottéron diesmal die Gangart vor, machte die Checks fertig und kämpfte um jeden Puck. Und trotzdem vermochte dies den psychisch fragilen Eindruck der Gäste nicht ganz zu kaschieren. Zunächst fehlte den Freiburgern die absolute Sicherheit in ihrem Tun. Der HC Lugano, vor heimischem Publikum wie eine Auswärtsmannschaft auf Konter spekulierend, lauerte geradezu auf einen Fehler Gottérons, um zuschlagen zu können.

Mit Doppelschlag reagiert

Nachdem Andrei Bykow (5.), Sandy Jeannin (17.) und Franco Collenberg (25., Lattenschuss) beste Möglichkeiten ausgelassen hatten, wurden die Tessiner entgegen dem Spielverlauf doch noch für ihre Passivität belohnt. Oliver Kamber – seit 18 Partien torlos – gewann ein Bully vor Cristobal Huet und verwertete seine eigene Vorlage zum 1:0 für Lugano (35.). Statt nun aber auseinanderzubrechen, womit durchaus gerechnet werden musste, reagierte das unter Druck stehende Freiburg postwendend auf eindrückliche Manier. Nur 1:30 Minuten nach dem Nackenschlag glich Bykow per Slapshot aus, und nur 57 Sekunden danach brachte Michael Ngoy Gottéron in dieser Viertelfinalserie erstmals in Führung. «Wir haben ausserordentlich stark auf den Rückstand reagiert», freute sich Trainer Hans Kossmann, der seiner Mannschaft eine herausragende Leistung attestierte, zu Recht. «Jeder einzelne Spieler war diesmal bereit. Wir haben endlich unser Eishockey gespielt.»

Die Emotionen unter Kontrolle

Die Entscheidung zugunsten der Freiburger in dieser engagierten, aber nicht immer hochstehenden Partie sollte in der 46. Minute fallen. Sprunger fing einen katastrophalen Befreiungsschlag von Kevin Romy ab, spielte zu Bykow ab und dieser bediente Benjamin Plüss, welcher die Scheibe an seinem 33. Geburtstag in den Netzhimmel bugsierte. Innert zehn Minuten hatte Gottéron den Match gekehrt. «Tatsächlich haben wir die Partie in einigen wenigen Minuten für uns entschieden», so Kossmann. «Aber im ersten Spiel war es ja genau umgekehrt gewesen.» Freiburg liess sich in der Folge die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch nicht, als Sébastien Reuille – der sein drittes Tor im dritten Spiel markierte – vier Minuten vor Ende auf 2:3 verkürzte. Mike Knoepfli sicherte mit dem vierten Treffer Gottérons ins halb verwaiste Lugano-Tor (Conz war auf dem Weg nach draussen, um sich für einen sechsten Feldspieler auswechseln zu lassen) den 1:1-Ausgleich in der Serie. Kleine Randnotiz: für den Kanada-Schweizer war es im 24. Playoff-Spiel mit Gottéron das längst fällige erste Tor.

Im Auftaktspiel habe sein Team mit der Rolle des Favoriten schlecht umgehen können, analysierte Hans Kossmann in den Katakomben der Resega. «Wir waren nicht fähig, unsere Emotionen zu kanalisieren. Heute haben wir mit einer ganz anderen Intensität gespielt. Jetzt sind wir in den Playoffs angekommen. Damit fällt ein gewisser Druck von unseren Schultern. Die Serie ist nun offiziell lanciert. Sie wird nun im Best-of-5-Modus ausgespielt.»

Heimvorteil zurückerobert

Ganz ähnlich lautete der Tenor bei seinen Spielern. «Jetzt haben wir den Heimvorteil zurück», sagte Verteidiger Lukas Gerber. «Wir haben heute gut gespielt. Allzu viel dürfen wir uns darauf aber nicht einbilden. Am Dienstag geht es bereits weiter.» Auch Andrei Bykow war von der Leistung seiner Mannschaft durchaus angetan, blieb aber bescheiden. «Diesmal waren wir das glücklichere Team und die Pucks fielen rein. Eminent wichtig war, dass wir in Führung gehen konnten. Es war ein Spiel auf hohem Rhythmus. Es bleibt abzuwarten, wer diesen länger durchziehen kann.»

Im Vergleich zu Spiel eins markant verbessert war die Angriffsauslösung. «In einer ausgiebigen Videoanalyse hat uns der Trainer schonungslos alle Fehler aufgezeigt», sagt Verteidiger Alain Birbaum. Der Effekt war positiv. «Die Pässe kamen schneller, härter und auf den Stock», nahm Kossmann wohlwollend zur Kenntnis. Bereits morgen wollen die Freiburger ihre Leistung im St. Leonhard bestätigen. Wenn es Gottéron gelingt, auf dem am Samstag eingeschlagenen Weg fortzuschreiten und das eigentlich so starke Powerplay Luganos weiter derart in Schach zu halten, stehen die Zeichen dafür gut. Noch besser würden sie stehen, wenn sich die Sturmformationen um Sandy Jeannin und Christian Dubé endlich offensiv als produktiver erweisen würden.

Telegramm

Lugano – Gottéron 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)

Resega. – 6112 Zuschauer. – SR Prugger/Reiber, Kehrli/Kohler.Tore: 35. Kamber 1:0. 37. (36:18) Bykow (Hasani) 1:1. 38. (37:15) Ngoy (Jeannin, Knöpfli) 1:2. 46. Plüss (Bykow, Sprunger) 1:3. 60. (59:08) Knöpfli (Tristan Vauclair) 2:4.Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Lugano, 6-mal 2 Minuten gegen Gottéron.Stand: 1:1.

Lugano: Conz; Ulmer, Julien Vauclair; Schlumpf, Hendry; Nummelin, Blatter; Nodari, Kienzle; Bednar, Romy, Sannitz; Murray, McLean, Steiner; Reuille, Conne, Jörg; Domenichelli, Kamber, Profico.

Gottéron:Huet; Heins, Birbaum; NGoy, Collenberg; Barinka, Löffel; Gerber; Sprunger, Bykow, Plüss; Afanasenkow, Jeannin, Knöpfli; Gamache, Dubé, Hasani; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair Brügger.

Bemerkungen: Lugano ohne Niedermayer, Rintanen, Hirschi, Simion und Kostner (alle verletzt), Gottéron ohne Rosa, Abplanalp (beide verletzt) und Lüssy (überzählig). 25. Lattenschuss Collenberg. 29. Lattenschuss Reuille. – 59:45 Timeout Lugano. Lugano ab 59:45 ohne Goalie.

Die FN-Besten: Reuille und Bykow

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