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Gottéron ist auf Kurs

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10 Siege aus den letzten 14 Partien, zuletzt drei Erfolge en suite – Gottéron darf gelassen in die zehntägige Nationalmannschaftspause gehen. Julien Sprunger blickt im Interview mit den FN auf den Saisonstart zurück.

Julien Sprunger, welche Zwischenbilanz ziehen Sie nach dem ersten Drittel der Qualifikation?

Was sich bereits in den Testspielen angedeutet hatte, zeigte sich auch in den ersten Meisterschaftspartien: Wir hatten Mühe, uns zu finden und das Spielsystem zu verstehen. Es gelang uns zunächst nicht, dass alle fünf Spieler auf dem Eis am gleichen Strick zogen. Doch das wurde von Woche zu Woche besser, und wir haben unseren Rhythmus jetzt gefunden. Und ganz wichtig: Alle vier Linien tragen zum Erfolg bei.

Nach drei Niederlagen zum Auftakt konnte Gottéron ausgerechnet bei Leader Biel den ersten Sieg feiern. War das ein Schlüsselmoment?

Ich würde nicht sagen, dass es dort Klick gemacht hat, aber dieser Sieg hat uns allen gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner bestehen können. Die Bieler waren die Überflieger der ersten Partien, und wir konnten den Match nach einem 0:2-Rückstand noch drehen – das war gut für die Moral.

In den letzten drei Partien vor der Nationalmannschaftspause hat Gottéron nur gerade zwei Tore kassiert. Gottérons Defensive steht immer besser.

Wir haben ein wenig Zeit benötigt, um uns das Spielsystem einzuverleiben. Das lag mitunter daran, dass wir einige neue Spieler im Team haben. Aber bis auf die Spiele in Bern waren wir eigentlich immer ziemlich solid – auch weil Reto Berra eine wahre Mauer ist. Unser System erlaubt dem Gegner zwar viele Schüsse, aber Reto ist stets präsent.

Was bewirkt ein Torhüter wie Berra im Team? Ändert sich dadurch die Spielweise?

Das nicht, wir spielen deshalb nicht anders. Aber Berra gibt uns Sicherheit. Wir wissen, wenn die Stürmer oder Verteidiger einen Fehler machen, dann ist da immer noch Reto, um sie auszumerzen.

Ein wenig mehr Schwierigkeiten macht zuweilen das Toreschiessen …

Wir verfügen nicht über die Mannschaft, die in jedem Spiel sechs oder sieben Tore erzielen kann, das ist klar. Für uns hat die Defensive Priorität. Deshalb können wir auch oft mit zwei oder drei erzielten Toren gewinnen.

Kommt die Natipause für Gottéron nach zuletzt drei Siegen in Serie zum falschen Zeitpunkt?

Das ist immer schwierig abzuschätzen. Wir hatten seit Mitte September in kurzer Zeit viele Spiele, da tut es gut, etwas Druck abzulassen. Dass wir nun aus den drei Spielen vor der Pause neun Punkte holen konnten, war ein Ziel von uns und ist eine gute Sache. Wir stehen in der Tabelle mehr oder weniger dort, wo wir sein wollen. Es ist zwar alles sehr eng beisammen, aber wir sind sicherlich auf einem guten Weg.

Wo sehen Sie noch Steigerungspotenzial in der Mannschaft?

Wir hatten einen schlechten Saisonstart, dann eine exzellente Phase und anschliessend wechselten sich Siege und Niederlagen teils ab. Die Konstanz ist deshalb sicher ein Aspekt, an dem wir noch arbeiten müssen. Wir haben aber gezeigt, dass wir alle schlagen können. So wie diese Woche, als wir mit Bern und Zug zwei Spitzenteams und nun mit den Lakers das Schlusslicht bezwingen konnten. Wir wissen aber auch, dass wir an einem schwachen Abend gegen jeden Gegner verlieren können.

Gottéron-Trainer Mark French

«Es gibt immer noch Bereiche, wo wir zu wenig effektiv sind»

«Wir hatten Hochs und Tiefs. Gut war sicher, dass wir einige Spiele in Serie gewinnen konnten und dabei ziemlich gut gespielt haben», zog Gottérons Trainer Mark French nach dem Match in Rapperswil eine Zwischenbilanz. «Ich hoffe, wir können nach der Nationalmannschaftspause dort anknüpfen.» Steigerungspotenzial sieht er noch in Sachen Konstanz: «Das ist ein laufender Arbeitsprozess. Es gibt immer noch Bereiche, wo wir zu wenig effektiv sind.» Nicht gemeint ist damit die Defensive. Die ist trotz dem Ausfall von Abwehrpatron Philippe Furrer ein sicherer Wert geblieben. «Furrers Absenz ist zwar ein grosser Verlust. Sie gibt aber die Möglichkeit, Vertrauen in die anderen Verteidiger zu setzen. Dean (Red.: Assistenztrainer Fedorchuk) macht einen guten Job. Die anderen Verteidiger rücken nach, um Furrer zu ersetzen.» Ob Ralph Stalder, Jonas Holos oder aber Noah Schneeberger, sie alle würden zurzeit stark aufspielen, sagt French. Rückblickend sei der Sieg in Biel nach dem schwierigen Saisonstart ein wichtiger Moment gewesen. «Ich habe damals die Linien geändert, so wie es ein Coach in solchen Phasen immer macht. Das war gut für die Chemie im Team. Dass wir in Biel gewinnen konnten, hat mir eine gewisse mentale Härte aufgezeigt. Seither steuern wir in die richtige Richtung.»

fs

Sieg in Rapperswil

Hinten hält Berra, und vorne trifft Mottet

Nach Siegen gegen den SC Bern und den EV Zug war die Aufgabe am Samstag beim Schlusslicht Rapperswil keine einfache. Doch Gottéron umging die Stolperfalle mit Bravour. «Diese Spiele sind nie einfach. Rapperswil hat nichts zu verlieren, insbesondere wenn es zu Hause spielt. Aber wir haben diese Herausforderung gemeistert», freute sich Freiburgs Captain Julien Sprunger.

Gegen die defensiv zumeist kompakten St. Galler dauerte es 28 Minuten, ehe der wertvolle Viertlinienstürmer Tristan Vauclair (bereits vier Treffer) mit Gottérons erstem Shorthander der Saison das Skore eröffnen konnte. Zwar nutzen die Lakers das weiterlaufende Powerplay noch zum Ausgleich aus, doch mit einem Doppelschlag innerhalb von 56 Sekunden durch Killian Mottet und Matthias Rossi stellte Gottéron bei Spielmitte die Weichen auf Sieg. Goalie Reto Berra (Fangquote von 96,55 Prozent) liess hinten einmal mehr nichts anbrennen. Allzu brenzlig wurde es allerdings kaum einmal mehr vor dem Freiburger Tor, zu harmlos ist die Offensive der Lakers. Wie anders ist es sich sonst zu erklären, dass der ehemalige Freiburger Martin Ness mit nur gerade fünf Skorerpunkten der Topskorer des Aufsteigers ist?

Nati als Bonus

Ganz andere Torgefahr strahlt da schon Mottet aus. Mit seinem bereits dritten Treffer ins leere Gehäuse zum 4:1 steht der Freiburger bereits bei neun Saisontoren. Damit ist er zusammen mit Dominik Kubalik (Ambri), Gregory Hofmann (Lugano) und Joël Vermin (Lausanne) der beste Torschütze der Liga. «Ich schaue natürlich von Zeit zu Zeit auf die Skorerliste, aber sie ist nicht das Wichtigste», reagierte Mottet auf diesen Umstand. «Wenn wir heute mit 2:1 gewonnen hätten und ich kein Tor erzielt hätte, wäre ich genauso zufrieden gewesen. Aber sicherlich macht es Freude zu skoren, und ich hoffe, dass es so weitergeht.» Dank seinen Goalgetterqualitäten hat sich der 27-jährige Freiburger längst ins Notizbüchlein von Nationaltrainer Patrick Fischer gespielt. Zusammen mit Samuel Walser ist Mottet einer von zwei Gottéronspielern, die für den Deutschland-Cup von dieser Woche aufgeboten wurde. «Die Nati ist für mich wie ein Bonus. Ich nehme, was ich kriegen kann», sagt der Stürmer, der letzte Saison den Sprung in das WM-Kader nur knapp verpasst hat. «Natürlich denke ich manchmal bereits an die nächste WM. Aber ich mache mir keinen Druck. Wenn es passiert, umso besser, doch Priorität hat für mich klar Gottéron.»

fs

Telegramm

Lakers – Gottéron 1:4 (0:0, 1:3, 0:1)

3901 Zuschauer. – SR Hebeisen/Stricker, Ambrosetti/Kehrli.

Tore: 28. Vauclair (Slater, Schilt/Ausschluss Marchon!) 0:1. 29. Brem (Berger, Profico/Ausschluss Marchon) 1:1. 33. (32:09) Mottet (Lhotak, Stalder) 1:2. 34. (33:05) Rossi (Micflikier, Bykow) 1:3. 57. Mottet (Holos) 1:4 (ins leere Tor). Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Lakers, 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Profico, Berger; Iglesias, Schmuckli; Gähler; Kristo, Knelsen, Hüsler; Wellman, Ness, Aulin; Mosimann, Mason, Brem; Lindemann, Schlagenhauf, Rizzello.

Freiburg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Stalder; Holos, Chavaillaz; Schneeberger, Schilt; Forrer; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Miller; Vauclair, Schmutz, Lhotak; Meunier.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Casutt, Helbling, Schweri, Spiller, Gilroy (alle verletzt) und Smolenak (überzähliger Ausländer/Teilzeitvertrag wird nicht verlängert), Gottéron ohne Furrer und Birner (beide verletzt). – Time­out Rapperswil-Jona Lakers (34.).

Die FN-Besten: Wellman und Berra.

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