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Gottéron ist definitiv zurück

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Auswärtssiege beim SC Bern und beim EV Zug – damit hätte wohl noch vor wenigen Wochen kaum jemand gerechnet. Doch genau das gelang Gottéron dieser Tage. Dem Coaching-Staff um Christian Dubé ist es nachweislich gelungen, der Mannschaft nach dem kapitalen Fehlstart in die Saison, der die Entlassung von Trainer Mark French zur Konsequenz hatte, neues Leben einzuhauchen, die Moral der Spieler aufzupäppeln und ihrem Spiel eine neue, auf das Team zugeschnittene Struktur zu verleihen. Dank den sechs Punkten aus dieser Woche haben die Freiburger definitiv zu den Playoff-Rängen aufgeschlossen und dürfen damit gestärkt in die Nationalmannschaftspause gehen, die weitere Zeit bietet, um an Details und Taktik zu feilen. So gesehen hat Dubé mit seinem unorthodoxen Entscheid, an der Bande zu bleiben, bisher vieles richtiggemacht und verdient dafür Kredit. Weiter geht es für Freiburg am 12. November mit dem Heimspiel gegen Genf. Dann wohl auch wieder mit Julien Sprunger und Andrei Bykow. Die Aussichten für diese Reprise könnten wahrlich schlechter sein.

Schwieriges Mitteldrittel

Gottéron präsentierte sich in Zug mit nur noch elf gesunden Stürmern. Mit Nathan Marchon gesellte sich nach dem Sieg vom Dienstag in Bern ein weiteres Eigengewächs zur Verletztenliste der Freiburger. Dubé verzichtete dennoch da­rauf, für dieses letzte Spiel vor der Nationalmannschaftspause einen Angreifer des Partnerteams Ajoie oder einen Junior in die Zentralschweiz mitzunehmen. Stattdessen erlaubte sich der Headcoach und Sportchef in Personalunion den Scherz, Noah Schneeberger als 12. Stürmer, notabene neben David Desharnais und Viktor Stalberg, auf dem Matchblatt aufzuführen. Der Verteidiger – weiterhin auf dem Abstellgleis – blieb dann wie zuletzt schon gegen den SCB die gesamte Spieldauer über auf der Bank sitzen. Es war letztlich meistens Daniel Brodin, der im 4.  Block neben Adrien Lauper und Sandro Schmid Zusatzschichten schob.

Das Fehlen des ohnehin formschwachen Marchon hatte keinen Einfluss auf die Freiburger Offensive. Wie schon am Dienstag gegen den Titelhalter versteckte sich Gottéron auch beim Vizemeister keineswegs. Die Gäste standen in der neutralen Zone ausgezeichnet und machten die Räume für die Zuger eng, um dann über Konter zum Erfolg zu kommen. Chancen für die Freiburger, das Skore zu eröffnen, waren durchaus vorhanden, Schmid oder Killian Mottet vergaben aus aussichtsreicher Position, aber Leonardo Genoni im EVZ-Tor, der überraschend die schlechteste Fangquote aller regelmässig eingesetzten Goalies der Liga aufweist, hielt dicht. Auch in der Defensive gestanden die Freiburger dem Heimteam im Startdrittel insgesamt nur sehr wenig zu. Gregory Hofmann etwa, mit bereits 13 Saisontreffern auf seinem Konto, kam in den ersten 20 Minuten zu keinem einzigen Torschuss.

Zugs Captain Raphael Diaz lobte denn auch Gottérons System im Pausen-Interview, das den Zuschauern über den Videowürfel geboten wird, und gab die Direktive vor, das Spiel im Drittel der Gäste breiter zu machen. Tatsächlich übernahm der EVZ im Mittelabschnitt dann klar das Spieldiktat. 19:6 hiess das Schussverhältnis in diesem Drittel, wobei das Heimteam von drei teils hart gepfiffenen Strafen gegen die Freiburger profitieren konnte. Tore fielen für das effizienteste Team der Liga (gut 12 Prozent der Abschlüsse sind erfolgreich) dennoch keine, weil Reto Berra exzellent hielt, etwa gegen Hofmann und Carl Klingberg innert nur weniger Sekunden, und weil diverse Gottéron-Verteidiger immer besser in Fahrt kommen. Neben dem schnörkellos spielenden Ralph Stalder ist diesbezüglich besonders Philippe Furrer zu nennen, der unter dem Coaching Dubés zunehmend die tragende Rolle einnehmen kann, die von einem Spieler seines Renommees erwartet wird.

Am Ende opportunistisch

Umso weniger zu sehen war dafür von Stalberg. Der Schwede, der auf den Tag genau vor einem Jahr sein letztes Spiel in Zug für den EVZ bestritten hatte, um trotz laufendem Vertrag in die KHL zu Omsk abzuwandern, blieb an seiner alten Wirkungsstätte offensiv genau so blass wie diesmal auch Desharnais. Noch aber blieb Stalberg und Co. genug Zeit für einen Lucky Punch, um nicht wieder in einem torarmen Spiel wie vor 10 Tagen gegen die SCL Tigers (0:1-Niederlage) als Verlierer vom Eis zu gehen. Lucky Punch deshalb, weil Zug auch im letzten Abschnitt mehrheitlich am Drücker war und Gottéron nur selten gefährlich vor Genoni auftauchte – bis zur 53. Minute. Eben dieser Stalberg nutzte sein Tempo der Bande entlang aus und bediente in der Mitte mit Übersicht Verteidiger Benjamin Chavaillaz. Der Verteidiger, der seinen Vertrag in der Nati-Pause verlängern dürfte, verwertete sicher zum 0:1 (53.). Wie schon in Bern zeigte sich Gottéron, das nichts mehr mit der verunsicherten Equipe vom Saisonstart zu tun hat, damit überaus opportunistisch. Der am Ende vierte Sieg in den letzten fünf Spielen in Zug hatte dann nur noch wenig mit Glück zu tun. Samuel Walser und Mottet (in doppelter Überzahl) und Stalberg (ins leere Tor) stellten in den Schlussminuten das Skore noch auf 0:4. Und Berra durfte seinen redlich verdienten ersten Saison-Shutout feiern.

Telegramm

EV Zug – Gottéron 0:4 (0:0, 0:0, 0:4)

7200 Zuschauer. SR: Stricker, Urban (Altmann, Wolf). Tore: 53. (Chavaillaz (Stalberg, Abplanalp) 0:1. 56. Walser (Vauclair, Lhotak) 0:2. 58. Mottet (Desharnais, Gunderson/Ausschlüsse Diaz, Genoni) 0:3. 59. Stalberg (Gunderson) 0:4 (ins leere Tor). Strafen: 3-mal 2 Min. gegen Zug, 5-mal 2 Min. gegen Gottéron.

EV Zug: Genoni; Morant, Diaz; Alatalo, Schlumpf; Zgraggen, Zyrd; Stadler; Hofmann, Kovar, Martschini; McIntyre, Lindberg, Klingberg; Bachofner, Leuenberger, Simion; Zehnder, Albrecht, Langenegger.

Freiburg-Gottéron: Berra; Stalder, Gunderson; Furrer, Kamerzin; Chavaillaz, Abplanalp; Marti; Rossi, Schmutz, Stalberg; Mottet, Desharnais, Brodin; Lhotak, Walser, Vauclair; Lauper, Schmid.

Bemerkungen: Zug ohne Schnyder, Thorell und Senteler (alle verletzt), Gottéron ohne Forrer, Marchon, Bykow und Sprunger (alle verletzt). – Pfostenschuss Schlumpf (23.)

Die FN-Besten: Genoni, Berra.

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