Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron jetzt mit dem Rücken zur Wand

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Gottéron jetzt mit dem Rücken zur Wand

Dritte Niederlage in Folge gegen Langnau – Endspurt der Freiburger war erfolglos

Jetzt kann Gottéron nur noch ein sportliches Wunder vom Bestreiten des Playout-Finals gegen Lausanne retten. Die Freiburger verloren am Samstag in Langnau das dritte Spiel in Folge gegen die Tigers mit 3:2-Toren und liegen in der Serie (best of 7) mit 3:1 hinten. Der Endspurt der Drachen im letzten Drittel brachte einmal mehr tormässig nichts mehr ein.

Von KURT MING

Nach vier Playout-Begegnungen zwischen Gottéron und Langnau sind die Fronten ziemlich klar bezogen. Die Tigers haben nun in Folge drei Matchbälle, und eigentlich zweifelt niemand mehr ernsthaft daran, dass die Berner spätestens am nächsten Donnerstag nach ihrem dritten Heimspiel den Ligaerhalt geschafft haben werden. Anders Gottéron, das sich wohl oder übel auf den zweiten Abstiegskampf gegen Lausanne einrichten muss, das gegen Kloten trotz dem Heimsieg am Samstag vor dem Aus im Playout-Halbfinal steht.

Direktor Roland von Mentlen jammerte am Samstag am Eingang zur mit 4396 Fans besetzten Ilfishalle wegen seinen verletzten Stürmern, zum Teil ersetzt wurden sie durch Chaux-de-Fonds’ Aushilfscenter Rolf Hildebrand; er dachte dabei allerdings nicht daran, dass auch den Tigers ein paar wichtige Spieler (Sutter) fehlten. Nach dem spannenden Match gab sich von Mentlen, der zwischendurch seine Spieler auf der Auswechselbank heiss machte, trotz der dritten Pleite in Folge ziemlich kämpferisch: «Das war unser bester Match in dieser Serie, dieses Langnau werden wir noch wegputzen.» Zumindest die Tatsachen auf dem Eis sprechen eine ganz andere Sprache. Langnau war zuletzt klar die kompaktere und besser besetzte Mannschaft und hat vorweg im so wichtigen Box- und Powerplay ein klares Plus. Wenn Freiburg ab heute Abend seine Torproduktion nicht schnell verbesseren kann, werden in der Saanestadt die Fans noch einige Tage um den Ligaerhalt ihrer Lieblinge zittern müssen.

Strafen kosteten zwei Gegentore

Die Schiedsrichterkommission stellte mit Marco Prugger nun schon den dritten Schiri in dieser Serie, und auch mit ihm war man auf Seiten der Freiburger alles andere als zufrieden. Trainer McParland gab dem Unparteiischen sogar eine Teilschuld für die vorentscheidenden zwei Powerplay-Tore im ersten Drittel: «Herr Prugger hat für gleiche Fouls nicht immer den gleichen Massstab angewendet. Wir mussten dafür am Ende bitter bezahlen.» Dabei dachte der nachdenkliche Kanadier vorweg an die zwei frühen Überzahltore des starken SCL-Stürmerduos Steiner/Park, die praktisch schon eine Vorentscheidung bedeuteten. Der Gastgeber konnte jedenfalls bis zum Schluss von diesem Vorsprung profitieren.

Pauli Jaks’ Fehler brachten Spannung

Als Doppeltorschütze Richard Park kurz nach Spielhälfte sogar auf 3:0 erhöhte, schien auch dieser Match gelaufen zu sein. Es brauchte dann zwei Schnitzer von Pauli Jaks, um die Gäste wieder ins Spiel zurückzubringen. Beim 3:1 von Mowers liess er einen offenen Schuss völlig überraschend passieren, und auch beim Anschlusstor von Rhodin, der diesmal wieder für Lintner ran durfte, sah der routinierte Ex-Natikeeper alles andere als gut aus. «Diese zwei Geschenke haben Gottéron wieder neues Leben eingehaucht,» lamentierte Thibaut Monnet nach dem Sieg seiner Mannschaft. Ansonsten hätten sie den Gegner gut im Griff gehabt. Anders sah dies HCF-Captain Philippe Marquis, der trotz eines Zehenbruchs einmal mehr zu den besten Drachenspielern gehörte: «Im Spiel fünf gegen fünf waren wir die bessere Mannschaft. Und im letzten Drittel standen wir dem Ausgleich einige Male recht nahe.» In der Tat, zwischen der 46. und 48. Minute machte Jaks einen Teil seiner Fehler mit zwei Big-Saves gegen Letowski und Plüss wieder gut. Wie schon am letzten Dienstag konnte der HCF trotz eines klar überlegenen Schlussdrittels den Schaden aus den zwei ersten Abschnitten nicht mehr gutmachen.

SCL mit den besseren Ausländern

Landauf, landab werden die meisten Playoff- und Playout-Spiele fast immer noch von den Ausländern entschieden, und auch am Samstag stellte der Sieger in diesem Bereich die besseren Leute. Obwohl Jeff Shantz seit nun einem Dutzend Spiele nicht mehr getroffen hat, gewinnt er praktisch jedes Bully. Und mit Park hat man bei den Tigers einen Leader, den man in den Reihen der Freiburger seit Beginn dieser Serie vergebens sucht. Jukka Hentunen zum Beispiel fehlt seit dem frühen Abgang von Karlberg ein starker Center, und die Torausbeute der Schweizer Spieler ist im Moment praktisch bei null. Und da nützt es eben recht wenig, dass man im letzten Spiel einsatzmässig einen Gang höher schaltete. In den wichtigen Momenten spielt der SCL ganz einfach wiederum eine Spur effizienter.
Heimsieg ist heute Pflicht

Totgesagte leben bekanntlich immer länger, an dieses Sprichwort knüpft man beim HCF in dieser heiklen Phase sicher die meisten Hoffnungen. Ab jetzt gilt für die Drachen der Slogan «Verloren verboten». Zumindest heute Abend hat man einmal mehr Heimrecht, und zu verlieren haben die Freiburger in dieser Serie eigentlich nicht mehr viel. Auf der anderen Seite weiss Thibaut Monnet, der nächstjährige SCB-Stürmer, dass der vierte Sieg meistens der schwerste in der Serie sein wird: «Aber wir werden alles versuchen, den Sack schon am Montag in Freiburg zuzumachen.» Die zweite Hälfte der Samstagpartie sollte den Freiburgern allerdings etwas neue Zuversicht gegeben haben. Wie zuletzt wird auch im fünften Spiel vieles von der Tagesform der wichtigen Spieler abhängen. Ob Vater Mona im St. Leonhard wieder dabei sein wird, wollte er in der Ilfishalle noch nicht sagen. Auf alle Fälle spielte sein Sohn unter den Augen seines Vaters in Langnau seine bisher beste Playout-Partie. Und einen guten Goalie wird Gottéron in den nächsten Wochen im Kampf gegen den immer mehr drohenden Abstieg gut gebrauchen können. mi

Spielbeginn: St. Leonhard heute um 19.45 Uhr.
Langnau – Freiburg 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)

Stand 3:1

Ilfis. – 4396 Zuschauer. – SR: Prugger, Abegglen/Stäheli.
SCL Tigers: Jaks; Stettler, Lüthi; Heward, Astley; Aegerter, Schirjajew; Schüpbach; Steiner, Shantz, Murovic; Lachmatow, Burkhalter, Park; Dimitrakos, Meier, Monnet; Métrailler, Moser, Baumgartner.
Freiburg: Mona; Rhodin, Berger; Marquis, Gerber; Birbaum, Studer; Hentunen, Montandon, Plüss; Schümperli, Hodgson, Howald; Sprunger, Mowers, Letowski; Berthoud, Hildebrand, Sassi.
Tore: 5. Steiner (Burkhalter, Monnet/Ausschluss Marquis) 1:0. 17. Park (Schirjajew/Ausschluss Mowers) 2:0. 33. Park 3:0. 33. Mowers (Strafe angezeigt) 3:1. 38. Rhodin (Mowers) 3:2.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 6-mal 2 Minuten gegen Freiburg.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Bastl, Grogg, Sutter, Tschanz (alle verletzt), Fröhlicher (krank) und Roy (überzähliger Ausländer); Freiburg ohne Schneider, Vauclair, Wirz (alle verletzt), Sandro Abplanalp (krank) und Lintner (überzähliger Ausländer). – 500. NLA-Spiel von Dan Hodgson. – 59:25 Timeout Freiburg, ab 59:09 ohne Goalie. – Wahl zu den besten Spielern: Park und Rhodin.

Mehr zum Thema