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Gottéron kämpft gegen die Statistik

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Als Freiburg letztmals mit einem Sieg in die Saison startete, schoss Patrick Howald den Siegtreffer, im Tor stand Gianluca Mona, in der Verteidigung der heutige Direktor Raphaël Berger und im Sturm ein gewisser Mario Rottaris. Es war 2002, 4:3 nach Verlängerung besiegte Gottéron damals Langnau. Von den heutigen Spielern waren nur die damals jungen Alain Birbaum und Lukas Gerber bereits mit dabei.

«Aufregung ist grösser»

Seither gab es am ersten Spieltag für Gottéron jeweils nichts zu lachen, aus neun Startspielen resultierten neun Niederlagen. Darunter besonders bittere wie das 0:5 2005 zu Hause gegen Servette, als die TV-Zuschauer live mitverfolgen konnten, wie ein frustrierter Hannes Hyvönen nach zwei Dritteln seinen Stock in der Kabine zu Kleinholz verwandelte. Ein Jahr später folgte ein demütigendes 1:7 gegen Kloten. 2010 schliesslich schien Freiburg die schwarze Serie zu beenden. Wie heute lautete der Gegner damals Biel. 4:1 führte Gottéron nach furiosem Start bereits nach siebeneinhalb Minuten. Danach flatterten die Nerven des jungen Goalies Damiano Ciaccio. Gottéron verlor 5:7, Ciaccio kostete die Partie wohl seine NLA-Karriere.

Cédric Botter hat diese Spiele allesamt miterlebt. Er stürmt seit 2005 für Freiburg. «Ehrlich gesagt überrascht mich das selbst, dass wir so lange nicht gewonnen haben. Daran hätte ich mich gar nicht erinnert.» Erklären kann er sich die Niederlagenserie auch nicht. «Aber Startspiele sind immer schwierig. Die Aufregung ist grösser als sonst. Wir dürfen uns einfach nicht zu sehr unter Druck setzen, schliesslich gibt es noch 49 andere Spiele.»

Hilft die European Trophy?

Dennoch ist Botter zuversichtlich, dass Gottéron heute gewinnt. «Dank der European Trophy sind wird dieses Jahr besonders gut vorbereitet, der Rhythmus war höher als in sonstigen Testspielen, es war fast schon Meisterschaftsrhythmus.» Ein Selbstläufer werde die Partie gegen Biel allerdings nicht. «Es ist immer schwierig gegen einen Gegner, der eigentlich klar schwächer ist.» Das sind klare Worte Botters, nichts mit Tiefstapelei und Starkreden des Gegners. Tatsächlich ist Botter der Meinung, dass Freiburg durchaus mehr Selbstvertrauen an den Tag legen darf. «Wir müssen wirklich daran glauben, dass wir Meister werden können. Natürlich will das jeder, aber wirklich daran zu glauben, ist noch einmal etwas anderes. Und das Team dazu haben wir allemal.»

Respekt vor Berra

Klar ist, dass der heutige Startspielgegner Biel auf dem Papier tatsächlich klar schwächer einzustufen ist. Die Seeländer werden aller Voraussicht nach auch in dieser Saison in den Strichkampf verwickelt sein. Freiburgs Trainer Hans Kossmann warnt dennoch. «Biel ist besser geworden. Die letztjährige Playoff-Qualifikation hat ihnen Selbstvertrauen gegeben. Mit Reto Berra im Tor wissen sie, dass sie jeden Gegner schlagen können.» In dieser Saison setzt Biel mit Eric Beaudoin, Ahren Spylo, Jacob Micflikier und Marc-Antoine Pouliot auf vier ausländische Stürmer. «Tore schiessen können die Bieler also ganz bestimmt», sagt Kossmann. «Und defensiv waren sie in der letzten Saison ebenfalls sehr stabil. Und wenn nicht, haben sie immer noch Berra …»

Kossmann erwartet ein Spiel, in dem auf beiden Seiten noch nicht alles stimmen wird. «Auftaktspiele sind fast immer nervöse Spiele, alle sind hoch motiviert.» Bei seinem NLA-Debüt als Headcoach spielte Freiburg letztes Jahr ganz ordentlich, verlor in Zug erst in der Verlängerung mit 3:4. Ist es also ein Vorteil, im ersten Spiel auswärts antreten zu können, weil so der Druck kleiner ist? «Wenn man auf Gottérons Startspiele der letzten zehn Jahre schaut, muss man sagen, dass es offenbar nicht so eine Rolle spielt, ob man auswärts oder zuhause spielt», sagt Hans Kossmann schmunzelnd. «Aber keine Angst, wir werden die Serie am Freitag beenden. Wir werden das Spiel gewinnen, da bin ich sicher.»

Der heutige Gegner

Fakten zum EHC Biel

• Mit Jacob Micflikier und Marc-Antoine Pouliot hat Biel zwei kanadische Skorer aus der AHL verpflichtet. Micflikier sammelte letzte Saison mit Hershey 56 Punkte in 57 Spielen, Pouliot mit Portland in 48 Spielen 36 Punkte.

 

• Letzte Saison hat Biel fünf von sechs Spielen gegen Gottéron verloren.

 

• Biel hat sechs der zehn Vorbereitungsspiele gewonnen. Zuletzt besiegten sie Augsburg, Servette, Rouen (F) und Lausanne.

Aufstellung: Sprunger und Gamache fehlen zum Auftakt

G ottéron-Trainer Hans Kossmann muss heute Abend auf vier verletzte Spieler verzichten. Dazu gehören auch die beiden besten Freiburger Skorer der letzten Saison, Julien Sprunger und Simon Gamache. Sprunger trainiert mittlerweile jedoch wieder ziemlich intensiv mit und dürfte nach seiner langwierigen Kopfverletzung wohl früher zurückkehren als zunächst vorgesehen. Gamache sollte nach seinem Handbruch nächstes Wochenende wieder einsatzfähig sein.

Mit Sebastian Sutter (Fussbruch) und Sandro Brügger (Hirnerschütterung) fallen zwei weitere Stürmer aus. Während Brügger in den nächsten Tagen das Eistraining wieder aufnehmen dürfte, kann Sutter erst nächste Woche seinen Gips entfernen.

Merola im Bykow-Sturm

Einer der Nutzniesser dieser Situation ist Melvin Merola. Der 19-Jährige wird heute aller Voraussicht nach an der Seite von Andrei Bykow und Benjamin Plüss spielen. Der neue US-Stürmer Greg Mauldin trainierte seinerseits gestern mit Christian Dubé und Adam Hasani. Der Checkerblock Jan Cadieux, Cédric Botter und Tristan Vauclair bleibt derweil unverändert. An der Seite von Center Sandy Jeannin spielen deshalb voraussichtlich Pavel Rosa und Mike Knoepfli. Nicht im Aufgebot ist Verteidiger Sandro Wiedmer. Er spielt dieses Wochenende mit Siders in der Nationalliga B. fm

Zuschauer: Über 5000 Abos verkauft

F ür das heutige Spiel gegen Biel waren gestern Abend noch für verschiedene Sektoren Tickets erhältlich. Hat das Interesse an Gottéron etwa abgenommen? «Nein, bereits letztes Jahr waren die Spiele im September oft nicht ausverkauft», sagt Generaldirektor Raphaël Berger. «Die Leute denken sich vielleicht, dass es zu Beginn der Saison noch nicht um so viel geht. Doch auch dieses Jahr haben wir über 5000 Saisonabonnemente verkauft, gleich viele wie im letzten Jahr.» Es ist deshalb davon auszugehen, dass das St. Leonhard, das nunmehr 6700 Zuschauer fasst, erneut wieder oft ausverkauft sein wird. Ausverkauft sind auch in dieser Saison sämtliche Sitzplätze. fm

Lockout: Gottéron schaut sich (noch) nicht nach NHL-Spielern um

A m Samstag entscheidet sich, ob die beste Eishockeyliga der Welt, die NHL, wie geplant am 11. Oktober beginnt. Finden die Spielergewerkschaft und die Clubpräsidenten in ihrem Streit um die Verteilung der Einnahmen bis dahin keinen Kompromiss, droht zumindest ein partieller Lockout. Damit wären auf einen Schlag viele Topspieler auf dem Markt. Viele Schweizer Teams haben deshalb bereits ihre Fühler ausgestreckt. «Bislang tangiert uns dieses Thema nicht», sagt Freiburgs Trainer Hans Kossmann. «Es spielen keine Freiburger in der NHL. Ich nehme an, dass die Schweizer in der NHL in ihre Stammkantone zurückkehren würden. Das betrifft vor allem Zug und Bern.»

Ausländische Verstärkungen sind für Kossmann momentan kein Thema. «Wir haben fünf Ausländer unter Vertrag und starten nun so in die Saison. Wir haben nicht plötzlich das Geld, um weitere Ausländer zu verpflichten.»

Kein definitives Nein

Kossmann geht davon aus, dass bis Samstag keine Lösung gefunden wird und die NHL-Saison später beginnt; er glaubt aber nicht, dass wie 2004/05 die ganze Saison ausfällt. «Sollte sich jedoch abzeichnen, dass ein längerer Lockout droht, werden wir die Situation neu analysieren müssen. Spieler zu finden, ist sicher jederzeit nicht schwierig. Bereits jetzt erhalte ich viele Anrufe von Spieleragenten.» fm

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