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Gottéron lässt sich nicht fallen

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Gross war die Erleichterung am Samstagabend kurz nach 22 Uhr im St. Leonhard in den Reihen der Freiburger: Nach zwei bitteren ­Niederlagen konnte das neue Bandentrio Christian ­Dubé, Pavel Rosa und Sean Simpson endlich den ersten Sieg feiern und so den grossen Druck, der auf ihnen lastete, fürs Erste etwas in den Hintergrund schieben. Entgegen kam den Drachen an diesem Abend in einem spielerisch bescheidenen Romand-Derby ein schwaches Lausanne. Gottéron, das mehrheitlich nur mit zweieinhalb Sturmreihen agierte – der vierte Angriff sah das Eis im letzten Drittel nur noch von der Bande aus –, nutzte dabei die Gunst der Stunde. Was dieser erknorzte Sieg wert ist, werden allerdings erst die beiden schweren Auswärtsspiele in dieser Woche bei den letztjährigen Playoff-Finalisten Bern und Zug zeigen. Seitens der ambitionierten Waadtländer – mit dem Chemieriesen Ineos in der Hinterhand will man dieses Jahr ins Endspiel kommen – herrschte nach dem Schlusspfiff dicke Luft. Fernsehen und schreibende Presse mussten sich lange gedulden, ehe sie Auskünfte bekam.

Ein frühes Tor und dann lange nichts mehr

Wie schon am Vorabend gegen Davos konnte Gottéron auch gegen Lausanne früh in Führung gehen. Viktor Stahlberg knallte die Scheibe in der 4.  Minute Richtung gegnerisches Tor, Matthias Rossi verdeckte Keeper Luca Boltshauser die Sicht und prompt lagen die Einheimischen in Front. Dies war übrigens das erste Tor des neuen Gottéron-Ausländers aus dem Spiel heraus. Auf weitere Tore mussten die gut 6000 Fans dann allerdings lange Zeit warten. Erst zu Beginn des letzten Drittels gelang den Waadtländern der Ausgleich: Fabian Heldner schickte mit einem Traumpass in die Spitze Yannick Herren auf die Reise, und der liess Ludovic Waeber mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance.

Nun war eigentlich Lausanne im Vorteil, das Team von Coach Ville Peltonen bringt aber im Moment seine durchaus vorhandenen PS nicht aufs Eis. So war es Killian Mottet, nach dem Trainerwechsel bedeutend besser geworden, der dann Gottéron in Überzahl aus einem Gewühl heraus wieder in Führung schoss, ehe kurze Zeit später die Gäste auf 2:2 stellten. Wieder Herren traf, diesmal im Powerplay. So gesehen konnte das Spiel in der 42.  Minute wieder von Neuem beginnen, zu diesem Zeitpunkt was jedenfalls schwer zu erkennen, wer an diesem Abend spielerisch über mehr Reserven verfügen würde.

Gottéron mit dem ­ besseren Ende für sich

Wie meistens in solch engen Spielen entscheiden dann am Ende Details über Sieg und Niederlage. Im Gegensatz zum Langnau-Spiel am Dienstag schlug das Pendel diesmal auf die Seite der Drachen. Goldhelm David Desharnais, der wiederum ein Mammut­pensum absolvierte, traf in der 57.  Minute in die nahe Ecke von Luca Boltshauser, der in dieser Szene von seinem Back Lukas Frick, immerhin ein Fixstarter in der Nati, bös im Stich gelassen wurde. Trainer Christian Dubé sagte nach dem Match zum Siegestor, seine Mannschaft und vor allem Kämpfer David Desharnais hätten den Sieg mehr gewollt als der Gegner, der über die ganze Partie irgendwie gehemmt gewirkt hätte. Wirklich gefallen konnten beim Verlierer diesmal eigentlich nur Doppeltorschütze ­Yannick Herren und Goldhelm Dustin Jeffrey, während Spieler wie Christoph Bertschy und Joël Vermin wie am Vor­­abend gegen Leader ZSC einen ­äusserst schwachen Abend ­einzogen.

Zufriedener Dubé

Zuletzt war der Sportchef und aktuelle Headcoach der Freiburger, Christian Dubé, mit viel Häme überschüttet worden, am Samstag erschien der smarte Trainer jedoch lächelnd zum Match-Interview: «Es war ein intensives Spiel, das wir eigentlich bis zum Schluss bestimmt haben. Toll, wie meine Mannschaft nach den zwei Ausgleichtoren immer an sich geglaubt hat und dafür am Ende belohnt wurde. Meine Mannschaft hat heute erneut Charakter gezeigt, keiner lässt sich trotz der misslichen Lage fallen.» Auf den Vorwurf angesprochen, dass er seine besten Kräfte wie Zitronen auspresse, antwortete er mit einem logischen Argument: «Im Moment geht es vorweg um Punkte, da kann ich mich nicht noch um die Eiszeit aller Spieler oder um die Torhüterfrage kümmern.» Längerfristig wird jedoch diese Taktik mit so wenig Spielern nicht aufgehen, so kann man höchstens zu Hause spielen, um ein knappes Resultat über die Zeit zu retten. Trotz eines knappen Stürmerkaders will Dubé im Moment auf dem Spielermarkt nicht aktiv werden, im Notfall könne man ja noch Verstärkung vom Farmteam Ajoie holen.

Mit diesem Sieg ist Freiburg bis an einen Punkt an das vorletzte Ambri herangekommen, hat jedoch zwei Heimspiele weniger ausgetragen. Bleibt zu hoffen, dass dieser schlussendlich auch für die eigenen Fans schöne 3:2-Erfolg kein kurzes Strohfeuer war, denn um im Rennen um einen Playoff-Platz wirklich nach vorne zu kommen, braucht es eine Sieges­serie. Und von diesem Vorhaben sind die fragilen Saanestädter im Moment noch weit entfernt.

Telegramm

Gottéron – Lausanne 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)

6403 Zuschauer. Tore: 4. Rossi (Stalberg) 1:0. 42. Herren (Heldner) 1:1. 48. Mottet (Ausschluss Lindbohm) 2:1. 51. Herren (Junland, Jeffrey/Ausschluss Desharnais) 2:2. 58. Desharnais (Mottet, Furrer) 3:2. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 6-mal 2 Minuten gegen Lausanne.

Freiburg-Gottéron: Waeber; Gunderson, Stalder; Marti, Abplanalp; Kamerzin, Furrer; Chavaillaz, Schneeberger; Brodin, Walser, Vauclair; Rossi, Schmutz, Stalberg; Schmid, Desharnais, Lhotak; Lauper, Marchon, Mottet.

Lausanne: Boltshauser; Heldner, Junland; Lindbohm, Frick; Grossmann, Genazzi; Nodari, Oejdemark; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Leone, Emmerton, Kenins; Moy, Almond, Herren; Traber, Froidevaux, Antonietti.

Bemerkungen: Gottéron ohne Bykow, Forrer und Sprunger, Lausanne ohne Jooris (alle verletzt) und Wärn (überzähliger Ausländer). – Timeout Lausanne.

Die FN-Besten: Desharnais, Herren.

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