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Gottéron leidet an einer Lernschwäche

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Autor: Matthias Fasel

Manchmal müssen sich die Freiburger Spieler ein bisschen vorkommen wie Schwarzfahrer, die nie erwischt werden, oder betrunkene Autofahrer, die nie in eine Polizeikontrolle geraten. Immer wieder begeht das Team in dieser Saison dieselben Fehler, hält Konzentration und Intensität kaum einmal während eines ganzen Spiels aufrecht und verliert so unnötige Punkte. Konsequenzen indes haben die gezeigten Leistungen kaum – zumindest nicht, was die angestrebte Qualifikation für die Playoffs angeht.

Auch nach den beiden Niederlagen vom Wochenende beträgt der Vorsprung auf den Strich sechs Runden vor Schluss beruhigende zehn Punkte. Der Hauptgrund dafür ist die über die ganze Saison hin betrachtet schwache Darbietung der vier Teams unter dem Strich.

Playoffs nicht in Gefahr

Vielleicht auch mangels Konsequenzen hat Freiburg deshalb vieler Besserungsgelöbnisse zum Trotz am Wochenende gezeigt, dass man aus den Fehlern in dieser Saison noch nichts gelernt hat. Besonders augenfällig war dies gestern in Biel. Nach schwachem Start drehte Gottéron im Mitteldrittel deutlich auf und machte vor allem auch dank eines kaltschnäuzigen Julien Sprunger aus einem 0:1-Rückstand eine 3:1-Führung.

Doch wie so oft in dieser Saison brachte Freiburg gegen kämpferische, aber bescheidene Bieler die Führung nicht über die Zeit. Kevin Gloor und Thomas Wellinger glichen im Schlussdrittel aus. Bei den beiden Distanzschuss-Toren sah zudem auch Cristobal Huet, der insgesamt kein gutes Wochenende einzog, nicht wie ein ehemaliger NHL-Star aus.

Danach konnten die Freiburger den Hebel nicht wieder umlegen, mussten gar froh sein, dass sie sich noch ins Penaltyschiessen retten konnten, in dem alle fünf Freiburger verschossen und Rico Fata den einzigen Treffer erzielte.

Viermal geführt – viermal verloren

So kassierte Gottéron die vierte Niederlage in Folge. In allen vier Spielen hatten die Freiburger in Führung gelegen, zwei Mal gar mit zwei Toren Vorsprung. «Es beginnt wirklich, langsam viel zu werden. Es ist schwierig zu erklären, warum uns das immer wieder passiert. Es scheint immer wieder Momente im Match zu geben, in denen einige Spieler den Kopf nicht bei der Sache haben», so Rückkehrer Andrei Bykow, der zu den wenigen Lichtblicken gehörte. (vgl. Kasten).

Ähnlich sieht das Trainer Serge Pelletier: «In beiden Spielen vom Wochenende haben wir uns mehr Chancen geschaffen als der Gegner. Doch in beiden Spielen haben wir uns durch individuelle Aussetzer selbst geschlagen.»

«Mache mir keine Sorgen»

Kaum einmal kann Gottéron in dieser Saison nach solchen Tiefs den Hebel wieder umlegen. Oft scheinen sich die Freiburger fast schon fatalistisch der Niederlage zu fügen. Das war auch am Samstag im Derby gegen Bern so.

Nach der 1:0-Führung hatte Freiburg im Mitteldrittel teilweise beeindruckendes Kombinations-Eishockey gezeigt. Einzig die mangelnde Chancenverwertung und SCB-Goalie Marco Bührer vereitelten eine höhere Führung Freiburgs. Doch 236 von unerklärlicher Passivität in der Defensive geprägte Sekunden zum Schluss des Mitteldrittels reichten aus, um keineswegs unwiderstehlichen Bernern drei Tore mit auf den Weg zum letztlich klaren Sieg zu geben.

Danach war Freiburg nicht wiederzuerkennen und auf einen Schlag chancenlos. Es ist deshalb doch zu bezweifeln, dass die Mannschaft in den bald bevorstehenden Playoffs plötzlich einen bis zwei Gänge höherschalten kann, wie das Pelletier offenbar hofft.

Nach dem Spiel in Biel sprach er zwar von «grosser Enttäuschung», relativierte gleichzeitig aber, dass er sich keine Sorgen mache. «Man muss in Form sein, wenn der erste Playoff-Match beginnt. Dann wird alles vergessen sein, weil die Playoffs nichts mit der Quali zu tun haben.»

Nun, immerhin entscheidet die Qualifikation über die Viertelfinal-Paarungen. Und hier könnten die faden Leistungen Freiburgs doch Konsequenzen haben. Gottéron liegt nunmehr auf dem achten Rang; damit drohen im Viertelfinal Kloten oder Davos als Gegner – zwei Teams, die Freiburg seit Jahren mit ihrem Tempospiel an den Rand der Überforderung bringen. Es könnte für Freiburg eine kurze Saison werden.

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