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Gottéron meldet sich zurück

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Gottéron meldet sich zurück

Playout-Halbfinals – Die Freiburger feiern den höchsten Sieg der Saison

Gottéron hat auf eindrückliche Art und Weise reagiert. Vor 3050 Fans im St. Leonhard schlugen die Freiburger die SCL Tigers mit 8:1 Toren. Am Ende entpuppten sich die Berner als schlechte Verlierer in einem schon früh entschiedenen Match. Jetzt führt Langnau in der Serie «best of 7» nur noch mit 3:2.

Von KURT MING

Erstmals in dieser Serie konnte gestern Abend Gottéron sein Potenzial aufs Eis bringen. Einmal mehr fanden die Freiburger zu ihrer alten Stärke zurück, als ihnen das Wasser am Hals stand. Eindrücklich, der Start der Drachen, die von der ersten Minute an zeigten, dass sie noch lange nicht aufgegeben hatten. Und erstmals konnte der HCF gegen ein müde scheinendes Langnau seine schlittschuläuferischen Vorteile ausspielen. Schade, dass sich beim Gast einige Spieler wie Heward, Astley, Shantz und Dimitrakos – als der Match längst gelaufen war – als schlechte Verlierer aufführten. Was die Emmentaler im letzten Drittel an Brutalitäten aufs Eis brachten, ohne dass Trainer Aegerter reagiert hätte, hat nun wirklich nichts mit Sport zu tun. Fazit dieser Strafenserie: Zumindest Jamie Heward wird am Donnerstag wegen seiner zweiten Spieldauerdisziplinarstrafe nicht auflaufen können. Und wenn ein solches 8:1 auch nur ein Sieg wert ist, psychologisch wird diese Schlappe sicher Spuren im Bewusstsein der Gelb-Roten hinterlassen haben.

Langnau wird müde

Sowohl Trainer McParland wie auch Direktor von Mentlen führten es auf die fehlende Frische des Gegners zurück, dass ihr Team diesen fünften Match so klar gewinnen konnte. Mit einem Traumstart nahmen sie den Tigers schon früh den Wind aus den Segeln. Beim ersten Seitenwechsel führte der HCF auch dank zwei Toren des starken Patrick Howald mit 4:0, und somit war natürlich die Entscheidung gefallen. Denn keines dieser beiden Teams ist nämlich fähig, einen solchen Rückstand wettzumachen. Zuletzt mussten die Saanestädter praktisch in jedem Match für jedes Törchen hart arbeiten, gestern fielen die Treffer beim schwachen Pauli Jaks wie reife Früchte. Dies führte dazu, dass Aegerter bei Spielmitte seinen Standardkeeper durch den jungen Rüfenacht ersetzte, der sich danach nur noch einmal bezwingen lassen musste, Und für dieses Tor brauchte Topskorer Jukka Hentunen immerhin fast ein halbes Dutzend Anläufe.

Fünf Torschützen

Obwohl ein ganzer Sturm fehlte, gelang Gottéron fast ein Stängeli gegen ein völlig desolates Langnau. Bei den Bernern fehlte der verletzte Schirjajew an allen Ecken und Enden. Im Spiel der letzten Chance kamen bei Freiburg endlich nicht nur die drei ausländischen Stürmer auf Touren, auch erfahrene Spieler wie Howald und Schümperli konnten endlich Akzente setzen. Klar, bei einigen Toren machte es die Gästeabwehr den Freiburgern auch leicht, aber die Drachenstürmer scheinen jetzt endlich den Weg zum gegnerische Tor zu finden. Im Spiel «5 gegen 5» war der Heimklub besser. Wenn man in den nächsten Spielen die eigene Fehlerquote auch so niedrig halten könne, sei noch alles möglich, gab sich McParland zuversichtlich. mi
Freiburg – Langnau 8:1 (4:0, 3:0, 1:1)

Stand 2:3
St. Leonhard. 3050 Zuschauer (Saison-Minusrekord). SR Rochette, Hofmann, Schmid. Tore: 1. (0:54) Howald (Schümperli, Hodgson) 1:0. 2. (1:56) Hildebrand (Studer) 2:0. 10. Howald (Hentunen) 3:0. 17. Letowski (Berger, Ausschluss Plüss!) 4:0. 23. Letowski (Sprunger, Rhodin/Ausschluss Meier) 5:0. 27. Schümperli (Howald) 6:0. 29. Mowers (Letowski, Rhodin/Ausschlüsse Monnet, Burkhalter) 7:0. 48. Hentunen (Rhodin/Ausschluss Park) 8:0. 54. Burkhalter (Ausschlüsse Berthoud, Mowers, Sprunger; Murovic, Steiner) 8:1. Strafen: 12-mal 2 Minuten gegen Freiburg, 19-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Heward) plus Spieldauer (Heward) gegen die SCL Tigers.
Freiburg Gottéron: Mona; Rhodin, Berger; Marquis, Gerber; Birbaum, Studer; Bobilier, Haldimann; Hentunen, Montandon, Plüss; Schümperli, Hodgson, Howald; Sprunger, Mowers, Letowski; Berthoud, Hildebrand, Sassi.
SCL Tigers: Jaks (ab 33. Rüfenacht); Heward, Astley; Lüthi, Stettler; Aegerter, Schüpbach, Moser, Fröhlicher; Steiner, Shantz, Murovic; Park, Burkhalter, Lachmatow; Dimitrakos, Monnet, Meier; Métrailler, Moser, Baumgartner.
Bemerkungen: Freiburg ohne Schneider, Vauclair, Wirz (alle verletzt) und Lintner (überzähliger Ausländer). – SCL Tigers ohne Schirjajew, Grogg, Sutter, Tschanz (alle verletzt) und Roy (überzähliger Ausländer). – Montandon im zweiten Drittel mit Rippenbruch ausgeschieden. – Schussverhältniss: 51:29. – Wahl zu den besten Spielern: Howald, Rüfenacht.
«Mit Schlägen und Halten»

Das wohl heisseste Spiel wird am kommenden Donnerstag in Langnau über die Bühne gehen. Denn gestern schob man sich in den beiden Lagern die Schuld für die Unsportlichkeiten auf dem Eis zu. Besonders hart ins Gericht mit den Langnauern ging Direktor von Mentlen: «Wir haben Langnau mit vier Linien kaputt gelaufen, jetzt versuchen sie mit Schlägen und Halten ihre Unterlegenheit zu verstecken.» SCL-Trainer Bruno Aegerter hatte gleich einen Konter zur Stelle: «Wenn Freiburg mit solchen Provokationen wie heute Abend weiterspielen will, haben wir sicher ein Antwort darauf.»

Seit gestern haben sich die Kräfteverhältnisse auf dem Eis wieder etwas ausgeglichen, was eine spannende Fortsetzung dieser Serie verspricht. Jetzt sei Langnau zu Hause unter Druck, schob ein sichtlich zufriedener McParland dem SCL die Favoritenrolle zu. mi
Montandon
erlitt
Rippenbruch

Bisher war dieser Playout-Halbfinal zwischen Gottéron und Langnau sehr geordnet und fair verlaufen, vielleicht auch, weil Langnau praktisch immer gewann.

Gestern zeigten nun die Berner nach dem Rückstand ihr böses Gesicht, und im zweiten Teil dieses Matches bekam man mehr unschöne Szenen zu sehen als ausgespielte Torszenen. Opfer davon wurde auch Gil Montandon, der wegen eines Rippenbruchs nicht mehr zum letzten Drittel erschien.

Dies führte dazu, dass Haldimann seinen Playout-Einstand gab und Verteidiger Bobillier am Schluss als Flügel spielte. Überhaupt gehen McParland langsam, aber sicher die Stürmer aus, was ihn zum Ausspruch brachte, dass er gerne den SCL ohne Burkhalter, Monet und Lachmatow spielen sehen würde. mi

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