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Gottéron mit gesteigerter Torproduktion

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Gottéron mit gesteigerter Torproduktion

Eishockey – Die Freiburger gewinnen das Sonntagsspiel gegen Kloten hoch

Goldener Herbst in der Natur und goldenes Wochenende für Freiburg/Gottéron: 4255 Fans feierten gestern Nachmittag im St. Leonhard den 7:4-Sieg ihrer Lieblinge gegen die Kloten Flyers. Mit den zwei Siegen innert 24 Stunden hat der HCF nicht nur die rote Laterne an Langnau abgegeben, sondern ist bis auf zwei Punkte an die zuletzt enttäuschenden Zürcher herangerückt.

Von KURT MING

Niemand will es offen aussprechen, aber der «Von-Mentlen-Schock» hat offenbar bei den Freiburgern eine gewisse Blockade im Kopf gelöst. Jedenfalls zeigte die Mannschaft an diesem Wochenende mit den zwei Siegen gegen Davos und Kloten, dass sie sich im Kampf um einen Playoff-Platz trotz grossem Rückstand noch nicht aufgegeben hat. Captain Philippe Marquis jedenfalls glaubt, dass diese vier Punkte die Aktien seiner Mannschaft im Playoff-Rennen wieder ansteigen lassen. Dies ist übrigens auch im aussersportlichen Bereich geschehen: Seit dem Wegzug von Direktor Roland von Mentlen anfangs Woche hat sich der Aktienverkauf verdreifacht! Und Assistenztrainer Roger Bader sieht den Wechsel zum Erfolg auch in der besseren Mannschafts-Ambiance, die gestern zumindest zwei Drittel lang für klare Verhältnisse auf dem Eis sorgte.

Sieben verschiedene Tors chützen

In der ersten Qualifikationsrunde brauchte Gottéron für sieben Tore manchmal drei, vier Spiele. Gestern schoss der HCF so viele Treffer in 60 Minuten. Wie ist dies möglich? «Wir haben seit dem Match in Genf unser Spielsystem umgestellt», gibt Bader eine erste Erklärung für diesen plötzlichen Erfolg im Offensivbereich seiner Truppe. Man spiele jetzt offensiver als zu Saisonbeginn, was den Fähigkeiten der Mannschaft offensichtlich besser entgegenkommt. In zwei Spielen konnten die Gottéron-Spieler ein Dutzend Mal eigene Tore bejubeln. Gegen die Kloten Flyers schossen zudem sieben verschiedene Spieler je ein Tor; Freiburgs Angriffslinien scheinen sich so gesehen immer besser zu finden. Selbst der Nachwuchssturm mit den Elitejunioren Lauper und Bielmann hielt das von Davos und Kloten angeschlagene Tempo mühelos mit. Und der Ausspruch von Philippe Marquis, mit so viel erzielten Treffern sei es eben auch leichter zu gewinnen, traf an diesem Tag den Nagel auf den Kopf.

Klotens defensive Aussetzer

Die Gäste machten den Drachen das Toreschiessen an diesem Nachmittag allerdings auch leicht. Das erste Tor leitete Klöti mit einem Fehlpass gleich selbst ein, Sprunger liess sich diese Chance alleine vor Stephan nach fünf Minuten nicht entgehen. Nachdem Plüss anfangs des zweiten Drittels auf 2:0 erhöht hatte, spielte sich die matchentscheidende Szene wohl bei Spielmitte ab: Als Stanescu allein auf Mona loszog und drauf und dran war, den Anschlusstreffer zu erzielen, wurde er von zwei Freiburger von hinten umgesäbelt. Statt einen Penalty zu pfeiffen, liess Schiri Prugger weiterlaufen und praktisch im Gegenzug schoss Baschkirow den Gegner endgültig aus dem Rennen. Kurz danach liess sich Goalie Stephan beim Stande von 4:0 sogar völlig entnervt auswechseln. «Vier der ersten fünf Gegentore fielen nach krassen individuellen Fehlern von uns», ärgerte sich Assistenztrainer Felix Hollenstein nach dem Spiel. Im Schlussdrittel liess man es dann auf beiden Seiten noch etwas gemütlicher angehen, was zu weiteren sechs Toren führte. Am verdienten Sieg von Gottéron, den die Fans am Schluss fast wie den Meistertitel feierten, änderte diese Torflut allerdings auch nichts mehr.
Welch ein Szenenwechsel!

Am 17. September sprang Kloten dank dem 5:0-Heimsieg gegen Gottéron für kurze Zeit sogar auf den Leaderthron, jetzt knapp anderthalb Monate später haben sich die Stärkeverhältnisse zwischen diesen früheren Playoff-Finalgegnern völlig geändert. «Wir sind klar besser geworden, während Kloten wohl in ein Loch geraten ist», sagten Bader und Marquis unisono zu diesem frappanten Szenenwechsel. Die Flyers spielen im Moment ohne Selbstvertrauen, während Gottéron offensichtlich von Spiel zu Spiel sich an seine Bestform herantastet. Klar, im Defensivbereich stimmt immer noch nicht alles, aber die zwei Auftritte an diesem Weekend lassen doch die Fans wieder auf bessere Zeiten hoffen. Und zumindest dies hat der Etagewechsel gebracht.

Auf der anderen Seite stehen bei Kloten ebenfalls Personalwechsel vor der Tür, auch wenn Chef Peter Bossert beim Verlassen der Freiburger Eisbahn sagte, am Freitag zu Hause gegen Ambri würde das gleiche Trainerduo an der Bande stehen. Freiburg seinerseits spielt am gleichen Abend in Rapperswil ein weiteres Vierpunktespiel. Aber ab sofort sind laut Captain Marquis für seine Mannschaft so oder so alles «Topgames». mi
Gottéron – Kloten
7:4 (1:0, 4:0, 2:4)

St. Leonhard; 4255 Zuschauer; SR: Prugger, Abegglen/Schmid. Tore: 5. Sprunger 1:0. 24. Plüss (Montandon) 2:0. 32. Baschkirow (Neuenschwander) 3:0. 38. Vauclair (Hyvönen, Marquis/Ausschluss Guignard) 4:0. 40. (39:56) Hyvönen 5:0. 41. (40:34) Pittis (Jenni, Rothen) 5:1. 43. (42:25) Rintanen (Lindemann) 5:2. 48. Murphy (Holden, Hyvönen/Ausschluss Pittis, Jenni; Neuenschwander) 6:2. 52. Kamber (Vauclair) 7:2. 58. Seydoux (Stancescu/Ausschluss Hyvönen) 7:3. 60. (59:47) Pittis (Jenni, Rothen) 7:4. Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 9-mal 2 plus 10 Minuten (Rintanen) gegen Kloten.
Gottéron: Mona; Lintner, Berger; Ngoy, Murphy; Studer, Marquis; Neuenschwander, Holden, Baschkirow; Hyvönen, Kamber, Vauclair; Sprunger, Montandon, Plüss; Botter, Bielmann, Lauper.
Kloten: Tobias Stephan (ab 38. Pfister); Ramholt, Klöti; Brimanis, Quint; Guignard, Gossweiler; Seydoux, Fabian
Stephan; Jenni, Hlinka, Rintanen; Rothen, Pittis, Lindemann; Stancescu, Lemm, Bärtschi; Bühler, Ehrensperger, Peter.
Bemerkungen: Freiburg ohne Müller und Zenhäusern (beide verletzt), Kloten ohne Hofer (verletzt) und Rufener (krank) sowie Lachance und Brown (überzählige Ausländer). – Pfostenschüsse: Ehrensperger (25.), Lintner (39.). Schussverhältniss: 38:29. Wahl zu den besten Spielern: Sprunger, Stancescu.

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