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Gottéron ohne jegliche Cleverness

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Es waren zwei goldene Minuten. 121 Sekunden, die das ganze Talent zeigten, das in der Equipe Gottérons steckt. Mit drei Toren verwandelte Freiburg zwischen der 27. und der 29. Minute einen 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung. Es waren regelrechte Angriffslawinen, die zu diesem Zeitpunkt über die Genfer Abwehr, die zuvor in vier Spielen nur gerade vier Gegentreffer erhalten hatten, hinwegrollten. Zweimal bediente der omnipräsente Christian Dubé seine vor dem Tor bestens postierten Mitspieler mit wunderschönen Rückpässen, Simon Gamache und Greg Mauldin profitierten. Nur wenig später schoss Mike Knoepfli das 3:1. Servette war angeknockt, bettelte mit undisziplinierten Strafen regelrecht um den entscheidenden Schlag.

Wende bei Überzahl

Doch just in diesem Moment zeigte Freiburg, was auch in dieser Saison zur Schwäche werden könnte: die mangelnde Kaltblütigkeit. Denn die Angriffslawinen rollten weiter. Wie hätte es auch anders sein können. Von den zwölf Minuten, die nach dem 3:1 im Mitteldrittel noch zu absolvieren waren, spielte Gottéron zwei Minuten in doppelter und drei Minuten in einfacher Überzahl. Chance um Chance erspielte sich das Heimteam, Treffer erzielte es aber keinen mehr. Im Gegenteil, zwei Minuten vor Ende des Mitteldrittels entwischte Kevin Romy in Unterzahl der Freiburger Abwehr und schoss wie aus heiterem Himmel den Anschlusstreffer. Es war bereits das zweite Geschenk der Freiburger Verteidiger. Bei Genfs Führungstreffer im ersten Drittel hatte Shawn Heins, der insgesamt keine gute Leistung zeigte, ohne Not an der gegnerischen blauen Linie den Puck verloren und den Gästen eine Zwei-gegen-eins-Situation ermöglicht.

Almond und Stephan als Matchwinner

Der 2:3-Anschlusstreffer war letztlich die Wende. Freiburg konnte danach eine leichte Verunsicherung nicht verbergen. Früh im Schlussdrittel zeigte Genf dem Heimteam, wie man ein Powerplay effizient nutzt: Cody Almond, ein Kanada-Schweizer, den Genfs Trainer Chris McSorley bereits vor der Saison vom NHL-Team Minnesota Wild verpflichtet hatte, erzielte das 3:3. Zwar war Freiburg auch danach die aktivere Mannschaft und hatte die besseren Chancen. Doch egal, ob Sandy Jeannin, Pavel Rosa oder Tristan Vauclair, alle scheiterten sie am starken Tobias Stephan im Tor der Genfer und schlicht auch am eigenen Unvermögen. So richtig überraschte es deshalb niemanden, dass Freiburg am Ende schliesslich gänzlich mit leeren Händen dastand. Mit einem der raren Konter war es erneut Almond, der in der Schlussminute den 4:3-Siegtreffer für Servette erzielte.

Während also der ehemalige NHL-Stürmer letztlich das Zünglein an der Waage spielte, waren die NHL-Spieler, die Genf im Zuge des Lockouts verpflichtet hat, alles andere als entscheidend am Sieg Servettes beteiligt. Starstürmer Logan Couture fehlte noch die Arbeitsbewilligung, so dass er erneut nicht zu seinem Debüt kam. Der Schweizer NHL-Verteidiger Yannick Weber fiel derweil fast nur negativ auf. Zwar gab er den Assist zum 3:3-Ausgleich, kassierte allerdings auch drei Zweiminuten-strafen, sass beim zweiten Freiburger Treffer auf der Strafbank und war beim dritten Tor Gottérons auf dem Eis.

Ein Spiel zum Vergessen

Welcher Kraftakt der Sieg der Genfer war, zeigte sich an der Freude des Leaders über diesen Sieg. Noch 30 Minuten nach Spielschluss liessen sich die Servette-Spieler, teils mit nacktem Oberkörper und Badelatschen, von den mitgereisten Fans feiern.

Für Freiburg gilt es zwar, die Lehren daraus zu ziehen, wie man im Falle von Führungen das Resultat geschickter verwalten kann. Ansonsten aber sollte Freiburg die Niederlage möglichst schnell abhaken. Denn bei Gottéron war gestern bei weitem nicht alles schlecht. In einem intensiven Spiel gegen die gross gewachsenen, physisch stark spielenden Genfer hielten die Freiburger auch punkto Körperspiel durchaus mit und zeigten, dass sie auch dieses Jahr in der Lage sein werden, im vorderen Bereich der Tabelle mitzuspielen. Mit den Partien am Freitag in Ambri und am Samstag zuhause gegen Langnau bieten sich Gottéron zwei gute Gelegenheiten, mit möglichst vielen Punkten den gestrigen Lapsus vergessen zu machen.

Telegramm

Gottéron – Servette 3:4 (0:1, 3:1, 0:2)

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