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Gottéron schlägt auch den Leader

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Eishockey – Sprunger gelingt das Siegestor in der Overtime

Autor: Von KURT MING

Unglaublich, aber wahr, Gottéron schlägt auch Leader Servette im ersten Romandderby der Saison. Dabei lief lange Zeit alles für die Genfer, die mit einem rieisigen Selbstvertrauen nach Freiburg gereist waren und eigentlich die ausgeglichenere Mannschaft stellten. Am Ende machte nicht zuletzt der besser Goalie den Unterschied. Als es in der Schlussphase um alles oder nichts ging und Trainer Serge Pelletier nur noch drei Linien spielen liess (Sprunger mit Laaksonen und Chouinard), behielt Gottéronkeeper Séb Caron die besseren Nerven. Die vielen Strafen spielten auch eine Rolle. Der elfte Ausschluss kostete den Gast am Schluss das entscheidende Tor. Sprunger erwischte Mona mit einem Schuss zwischen den Beinen hindurch. Danach war in der Halle die Hölle los. Die Gottéronfans feierten den Sieg wie den Meistertitel. Obwohl es für den Erfolg in der Overtime nur zwei statt drei Zähler gab, war es vielleicht der wichtigste Heimerfolg der letzten Wochen. Servette, das praktisch das ganze Spiel dominiert hatte, ging mit leeren Händen vom Eis. So brutal kann eben manchmal der Eishockeysport sein.

Servette dreimal in Führung

Erstmals seit Saisonbeginn musste Gottéron gestern Abend im heimischen St. Leonhard in den zwei ersten Dritteln dreimal einer Gästeführung nachrennen. Zweimal konnte der Sturm mit Goldhelm Sprunger und Plüss ausgleichen, ehe dem Frankokanadier Aubin in der 37. Minute aus spitzem Winkel erneut die 3:2-Führung gelang. Nicht ganz unerwartet machte beim Tabellenführer Servette das ausländische Sturmquartett die offensive Musik, während auf der Gegenseite das Duo Chouinard/Laaksonen einmal mehr bös enttäuschte. Kam noch dazu, dass beim Gastgeber das Powerplay nicht klappte. Ein halbes Dutzend Mal liessen die Drachen eine Überzahl ungenützt verstreichen. Im Gegenteil, es brauchte in diesen Phasen zwei, drei Big-Saves von Séb Caron, dass der Rückstand nicht anwuchs. Mit dem agressiven Forecheking der Gäste hatten die Freiburger so ihre Mühe. Nur gerade in der Startphase, wo man ein halbes Dutzend Möglichkeiten hatte, besass der HCF echte Tormöglichkeiten.

Welche ein Schlussdrittel

Als in der 50. Minute Servette-Oldie Fedulow mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 4:2 erhöhte, schien der Match gelaufen. Aber der Heimklub konnte plötzlich noch Reserven freimachen und kam nur ein paar Sekunden später durch Neuenschwander bis auf ein Tor heran. Es kam noch besser. Ebenfalls bei 5 gegen 3 glich Plüss, der im Moment zusammen mit Sprunger in der Offensive in die Ausländerrolle schlüpft, das Spiel sieben Minuten vor Schluss sogar aus. Die Spannung war nun auf dem Siedepunkt. In der normalen Spielzeit gabs keinen Sieger. Die Verlängerung musste über Sieg oder Niederlage entscheiden, und hier hatte der HCF wie eingangs erwähnt die besseren Nerven.

Ein Sieg, der doppelt zählt

Siege in Derbys zählen immer doppelt, so auch der gestrige gegen ein starkes Servette. Auch wenn man diesmal vier Gegentore einkassieren musste, was an und für sich nicht optimal ist, reichte es am Ende doch zum Sieg. Eine unglaubliche Moral, ein bisschen Glück im Abschluss, aber auch der Wille, Berge zu versetzen, führten zum Erfolg. Im ersten Vergleich zwischen vier Ausländerstürmern bei Servette gegen nur zwei bei Gottéron zogen die Führenden in der Skorerliste den Kürzeren. Aber im Moment läuft eben bei Gottéron vieles, wenn nicht alles, zusammen. Was letztes Jahr schief ging, wird jetzt plötzlich alles zu Gold. Drei Tage nach dem Penaltysieg in Bern jetzt wieder ein Sieg im Zusatzend. Der HCF hat im ersten Viertel der Quali mehr Siege in der Overtime erreicht als die ganze letzte Saison. Auch dies ist Rekord.

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