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Gottéron schlägt zwei Titelkandidaten

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Autor: kurt ming

Schon am Dienstag liessen die Freiburger mit einer starken Leistung beim Schweizer Meister ZSC aufhorchen, an diesem Wochenende bestätigte die Mannschaft die Fortschritte auf eindrückliche Art und Weise. Den in dieser Woche geholten sechs Zählern könnten in der Playoff-Endabrechnung noch eine grosse Bedeutung zukommen, umso mehr als die direkten Konkurrenten am Strich (Biel, Zug) zuletzt ebenfalls zu Punkten kamen. Einmal mehr haben die drei kräfteraubenden Spiele gezeigt, dass die Drachen gegen nominell stärkere Mannschaften besseres Hockey zu spielen im Stande sind. Die zwei erfolgreichen letzten Drittel gegen Bern und Lugano deuten auf eine verbesserte Kondition des Teams hin. Von Verletzungen zurückkehrende Spieler und die zwei neuen Ausländer waren zudem Pluspunkte, die das Zünglein an der Waage spielten. Im renovierten Allmendstadion glich man am Samstag zwei Minuten vor dem Ende aus, gestern konnte man gegen Lugano im letzten Drittel das Tempo mit vier Blöcken noch steigern. Für Coach Pelletier war dies neben der neuen defensiven Sicherheit der Schlüssel zum Sieg. Gross auf den Loorbeeren ausruhen kann man sich allerdings nicht. Noch ist der Abstand zu den Strichkonkurrenten nach Verlustpunkten praktisch null, und mit Kloten am Dienstag und Servette zweimal am kommenden Wochenende warten erneut zwei Topteams auf die erstarkten Drachen. Aber Hoffnung auf bessere Zeiten gaben die enorm wichtigen Siege innert weniger als 24 Stunden allemal.

Gottéron bleibt Berns Angstgegner

Zuletzt hatte Freiburg den SCB nicht nur sensationell aus den Playoffs geschossen, sondern im September ja auch das erste Heimspiel gewonnen. Nicht verwunderlich, dass die Mutzen nach ihrem Champions-League-Auftritt mächtig geladen in dieses zweite Zähringer-Derby der Saison stiegen. Pelletier hatte sich vor dem Spiel den Führungstreffer von seinen Boys erhofft. Beni Plüss erfüllte seinem Chef schon nach fünf Minuten diesen Wunsch. Dieser Gegentreffer nahm zwischenzeitlich dem SCB etwas den Schwung, und es dauerte eine halbe Stunde, bis Martin Plüss das Familienduell ausgleichen konnte. Die beiden ersten Treffer fielen im Powerplay. In eine starke Angriffswelle der Berner hinein fiel das 1:2. Kirby Law, der kurz vor Spielende dann auch noch den Ausgleich erzielte, hämmerte die Scheibe am machtlosen Bührer vorbei unter die Latte (38.). Im letzten Drittel hatte der Favorit eigentlich mehr vom Spiel, einmal mehr zeigte sich Caron gegen die Berner jedoch von seiner besten Seite und hielt damit seine Mannschaft im Spiel. So musste am Ende ein Penaltyschiessen über Sieg und Niederlage entscheiden, und hier hatten die Gäste die besseren Nerven. Sprunger und Jeannin trafen, beim SCB brachte niemand die Scheibe ins Tor.

Natiflügel Marc Reichert wusste schnell einmal, warum es wiederum nicht für einen Derbysieg reichte: «Wir hatten eine schlechte Chancenauswertung und machten es dem Gegner leicht, zu drei Toren zu kommen.»

Ein Heimsieg nach dem Geschmack des Publikums

Roger Federer sagt immer, ein Break zähle nur dann, wenn man auch das nächste Spiel gewinnt. Und genau dies hat der HCF mit dem tollen Sonntagssieg erreicht. Allein bis zur Spielmitte mussten die zwei Schiedsrichter fast 60 Strafminuten gegen die aggressiven Tessiner aussprechen und weil Freiburg in dieser Zeit nur gerade ein abgelenktes Weitschusstor von Snell gelang, stand es zu Beginn des letzten Drittels noch 1:1. Für die Tessiner hatte Julien Vauclair ebenfalls im Überzahlspiel getroffen. Andrei Bykow, der eines seiner besten Spiele in dieser Saison zeigte, sah im 2:1 kurz nach dem zweiten Seitenwechsel die Vorentscheidung. Das Game-Winning-Goal war übrigens eine Co-Produktion der letztjährigen Lugano-Spieler Knöpfli und Jeannin; zusammen mit Valentin Wirz waren die beiden gegen ihre ehemaligen Kollegen besonders motiviert. Dies darf man getrost auch von Goalie David Aebischer behaupten, der trotz der fünf Gegentore über 50 Schüsse abwehren konnte. Nach dem 2:1 löste sich der Knopf im Angriffsspiel des Heimklubs, und in regelmässigen Abständen tat man dann noch etwas fürs Torverhältnis. Lugano-Coach Slettvoll gab den Unparteiischen eine Mitschuld an der Niederlage; seiner Mannschaft hätte in der Schlussphase wegen der (zu) vielen Strafen die nötige Kraft gefehlt. Auf der anderen Seite drehte vorab das Duo Bykow/Sprunger in der Schlussphase der über weite Strecken umstrittenen Partie mächtig auf. Lange Zeit hatten harte körperliche Attacken von Helbling und Co., den Schwung der Drachen noch stoppen können. Wie schon in Bern kämpfte der HCF im Ausländersektor zumindest mit gleich langen Spiessen. Auch wenn Law und Meunier nicht trafen, hielten sie Luganos Trümpfe wie Goalgetter Thoresen oder den Ausländersturm mit Domenichelli und Robitaille bestens in Schach. Nur klar, dass die 7000 Gottéron-Fans am Schluss ihre Lieblinge mächtig feierten. Die Mannschaft hatte sich diesen Applaus allerdings redlich verdient. Der verdiente 5:1 Heimsieg war wieder mal ein Spiel, wie es das Publikum eben liebt.

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