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Gottéron Sieger im Strichkampf-Krimi

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Autor: kurt ming

Welch ein Krimi im Strichduell zwischen Gottéron und den SCL Tigers. Ständige Führungswechsel, viele Powerplaytore und am Schluss mit Freiburg ein glücklicher Sieger. Dreimal gingen die Emmentaler in dieser Saison gegen den HCF als Sieger vom Eis und werden deshalb, sollten die zwei Teams am Ende der Qualifikation punktegleich sein, für die Playoffs trotz der Niederlage am Samstag die Nase vorn haben. Aber zumindest für den Moment haben die Drachen die Tigers im Klassement um vier Punkte distanziert, allerdings mit einem Spiel mehr.

Vauclairs Shorthander

Auch dieser vierte Saisonvergleich war 60 Minuten lang hart umkämpft und hätte auf beide Seiten kippen können. Eine der wichtigsten Szenen sahen die über 7000 Fans anfangs des letzten Drittels, als Geoffrey Vauclair mit seinem erst dritten Saisontor ein Shorthander zum 3:3 gelang. Dieser Treffer des wieder fitten Jurassiers könnte in der Endabrechnung zu einem der wichtigsten Tore der Saison werden. Denn kurz danach gingen die Einheimischen dank zwei Überzahltoren vorentscheidend mit 6:4 in Front, der Anschlusstreffer der Berner gut zwei Minuten vor Schluss war nur noch Resultatkosmetik. Das Tigers-Eigengewächs Daniel Steiner war über seine eigene und die Leistung seiner Linie erzürnt, die drei der fünf Gegentore einkassieren musste. Beim Sieger zeigte sich vorab die Linie mit Bykow, Sprunger und Plüss von ihrer besten Seite. Dies war ja am Vorabend in Ambri noch ganz anders gewesen. Auch Coach Serge Pelletier war aufgefallen, dass diesmal praktisch alle jene Spieler den Karren aus dem Dreck rissen, die im Freitagsspiel eher unter ihren Möglichkeiten blieben. Dies ist sonst ja bekanntlich ein Attribut grosser Mannschaften.

Wichtige Spezialsituationen

In der Schweizer Meisterschaft werden seit Jahren und auch diese Saison immer noch mehr als die Hälfte der Spiele in den Spezialsituationen, sprich im Box- und Powerplay, entschieden. Auch gegen Langnau war es nicht anders. Bei sechs der neun Tore standen sich nicht je fünf Feldspieler gegenüber. Eigentlich zeigten die Tigers das besser organisierte Powerplay; die vier Söldner zogen bei ihren Angriffen praktisch einen undurchbrechbaren Riegel auf. Nachdem Plüss mit einem abgelenkten Schuss Schoder in der fünften Minute erstmals bezwungen hatte, holte sich der SCL bis zur ersten Pause durch zwei Powerplaytore von Toms und Niinimaa die Führung zurück. Aber auch Gottéron war laut ihrem Trainer in diesen Momenten nicht weniger erfolgreich. Nebst den drei Überzahltoren gelang ihnen noch ein Shorthander. Kobach vergass, an der blauen Linie abzusichern, und dies machte am Schluss vielleicht sogar den Unterschied aus. Besonders erfreut war Pelletier auch über die gute Moral seiner Truppe, die auf den unglücklichen Rückstand im zweiten Drittel nochmals reagieren konnte. Denn bis weit in den letzten Abschnitt hinein war der Match eigentlich für die Langnauer gelaufen. Vorab im mittleren Abschnitt hat Freiburg für seine zwei Tore bedeutend mehr tun müssen als die Tigers (22:9).

Seit Wochen und Monaten heisst der Goldhelmträger bei den Drachen häufig Julien Sprunger. Mit seinen Skorerpunkten in Ambri hatte Sandy Jeannin seinen Natikollegen in dieser Sparte abgelöst und trat seinerseits mit dem Trikot des besten Skorers gegen Langnau an. Komisches Fazit: Diesmal war Freiburgs NHL-Draft mit drei Treffern Mann des Abends und nicht der Nati-Captain.

Die Last des Goldhelms

Es stellt sich die Frage, ob der Goldhelm in der Liga von seinen Gegenspielern mehr bewacht wird? Sprunger glaubt nicht ganz an diese Theorie: «Ich weiss nicht, ob ich diese Saison wegen den Goldhelms oder wegen meinen Auftritten in der Nati besser gedeckt werde. Der Verlust des Goldhelms war nur im Hinterkopf ein Thema, vor allem wollten ich und meine Linie besser spielen als am Abend zuvor.» Mit jedem gemeinsamen Spiel mehr würde die Abstimmung besser. Eines ist sicher: Dieser pure Schweizer Sturm dürfte auch in den für das Playoff entscheidenden Spielen bis Mitte Februar eine der wichtigsten Offensivtrümpfe der Saanestädter sein. Steigerungspotenzial beim HCF haben zudem die ausländischen Stürmer; hier hatte der Gast mit Toms und Kariya ein Plus.

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