Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron-Spiele als Muster für den Kanton

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen und insbesondere Heimspielen des HC Freiburg-Gottéron steht nichts mehr im Weg. Der Staatsrat setzt eine Weisung des Bundesrats für die Zeit ab dem 1. Oktober um: Er hat in seiner Sitzung gestern das Bewilligungsverfahren geregelt und dazu auch die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angepasst. Die Bewilligungen für Grossanlässe erteilen die Oberamtspersonen: Sie prüfen die Schutzkonzepte und entscheiden nach Absprache mit der Polizei und dem Kantonsarzt. «Die Gottéron-Spiele sind die Hauptveranstaltungen. Das Schutzkonzept für diese Spiele dient als Modell für den ganzen Kanton», sagte Staatsratspräsidentin Anne-Claude Demierre (SP) gestern an einer Medienkonferenz, an der das Gottéron-Konzept vorgestellt wurde (siehe Kasten).

Derzeit nur Gottéron

Carl-Alex Ridoré (SP), Oberamtmann des Saanebezirks, betonte, dass das Oberamt schon bisher die Bewilligungen für Gottéron-Spiele und andere Grossveranstaltungen erteilt habe. «Immer ging es um Sicherheit, nun kommt mit Covid ein neuer Faktor hinzu.»

Laut Ridoré ist der Freiburger Hockeyclub derzeit der einzige Organisator im Kanton, der ein solches Schutzkonzept benötigt und vorweist. Andere Veranstaltungen wurden abgesagt oder so angepasst, dass die Schwelle von 1000 Personen nicht überschritten wird. «Auch deshalb ist das Gottéron-Konzept ein Modell für andere: weniger für Veranstaltungen draussen als vielmehr für Indoor-Anlässe», so Ridoré. Knapp an die 1000-Personen-Grenze kommen die Basketballspiele von Olympic. Da die Basketballspiele auf dem gleichen Gelände stattfinden und der gleiche Sicherheitsdienst zuständig ist, sollte das Gottéron-Modell auch da funktionieren.

Das Schutzkonzept basiere auf drei Grundsätzen, so Ridoré: hohe Sicherheitsansprüche, Kontrollen und Eigenverantwortung. «Die Erlaubnis gilt für die ganze Saison», präzisierte er. «Sie enthält aber zwei Vorbehalte – zur epidemiologischen Situation und zum Einhalten der Weisungen.»

Bezüglich der Gesundheitslage spielen laut Demierre mehrere Faktoren mit. Einer sei, dass die kantonalen Behörden die Corona-Fälle weiterhin nachverfolgen und somit die Kontaktkette unterbrechen können. Zweitens dürfe es keine Explosion der Fallzahlen auf dem Kantonsgebiet geben. Ausbrüchen in einzelnen Regionen würde mit angepassten Massnahmen begegnet.

Für das Contact-Tracing könne man auf rund 50 Personen zurückgreifen, und es gebe noch Reserven, so Demierre. Auch beim Testen gebe es noch Kapazität. So solle das Freiburger Spital seine Testkapazität verdoppeln, und im Bedarfsfall helfe man sich unter Westschweizer Kantonen aus.

Keine Gross-Quarantäne

Auch für das Nachverfolgen von positiven Fällen in der Eishalle sind die kantonalen Behörden zuständig. «Wir werden nicht das ganze Stadion oder Sektoren in Quarantäne schicken», so Demierre. «Wir verfolgen enge Kontakte nach.» Nur Personen, die mit der infizierten Person den Match besucht oder auf Plätzen unmittelbar daneben gesessen hätten, müssten in Quarantäne.

Im Stadion werde man die Situation Spiel für Spiel evaluieren. «Wenn die Fans mitspielen, wird es auch weitere Spiele geben», so Kantonsarzt Thomas Plattner. Carl-Alex Ridoré erhofft sich von Gottéron-Spielen gar eine pädagogische Wirkung, damit die kantonale Strategie von der gesamten Bevölkerung verstanden wird: Abstand halten, Maske tragen, Fälle nachverfolgen.

Gottéron

Die Fans sollen sich sicher fühlen können

5160 Sitzplätze – das ist die Stadionkapazität von Gottéron für das Championat 2020/21, das am 1. Oktober mit einem Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers starten wird. «Natürlich hatten wir uns mehr erhofft, damit wir sämtlichen Abonnenten gerecht werden können. Aber für uns ist es eine zufriedenstellende Lösung», hält Generaldirektor Raphaël Berger fest. Das neue Stadion würde eigentlich 8934 Zuschauer fassen, aufgeteilt auf 6394 Sitz- und 2540 Stehplätze. Um den Vorgaben des Bundesrats für Veranstaltungen mit über 1000 Personen gerecht zu werden, werden die Stehplätze umgerüstet, womit die Anzahl der Sitzplätze auf 7740 steigt. Zwei Drittel davon dürfen besetzt werden.

Gottéron wird damit nicht all seine Abonnenten zufriedenstellen können. 6000 Saisonkarten wurden in Rechnung gestellt. «Rund 500 Abonnemente, die sonst etwa an Medienpartner für Wettbewerbe oder Ähnliches gehen, werden wir einbehalten», erklärt Berger. Bleiben noch etwas über 300 (Stehplatz-)Abonnenten, für die laut Präsident Hubert Waeber eine Lösung gesucht wird. «Wir nehmen mit den Betroffen Kontakt auf. Ziel ist es, dass auch sie zwei von drei Spielen – gegen einen kleinen Aufpreis – auf einem Sitzplatz besuchen können.» Demnächst werden alle Abonnenten schriftlich informiert.

Etwa darüber, dass sie sich nebst den Vorgaben der National League – nur Sitzplätze, keine gegnerischen Fans, Contact-Tracing und Maskenpflicht – auf weitere Massnahmen einstellen müssen. So werden vor dem Stadion zwei Zonen geschaffen, in die nur hineinkommt, wer ein personalisiertes Ticket vorweisen kann und wessen Körpertemperatur bei der Messung vor Ort nicht mehr als 37,5 Grad beträgt. Sämtliche Ein- und Ausgänge werden entgegen dem ursprünglichen Konzept genutzt – also auch jene, die eigentlich zur Evakuierung im Notfall dienen würden. Gegessen und getrunken wird nur auf dem Sitzplatz, und es wird bargeldlos bezahlt. Die Buvetten werden nach Spielende geschlossen, das neue Restaurant Dine & View – das zum Spielfeld hin offen ist – bleibt geschlossen. «Bei den Buvetten rechnen wir mit Einnahmeeinbussen von 70 Prozent, bei den Restaurants mit 30 Prozent», sagt Waeber.

Über allem stehe das Wohlbefinden der Zuschauer. «Gottéron ist sich seiner Verantwortung bewusst. Wir werden alles dafür tun, dass sich unsere Zuschauer sicher fühlen können», so Berger. Gleichzeitig setzt der Generaldirektor auf die Eigenverantwortung der Fans.

fs

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema