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Gottéron stösst Lugano dank später Wende noch tiefer in die Krise

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Bis zur 48. Minute lag Gottéron am Freitag in Lugano im Hintertreffen, ehe sie mit drei Toren zum 4:2-Sieg die drei Zähler doch noch einfahren konnten. Die Freiburger zeigten Moral, während sich die Krise der Tessiner trotz Trainerwechsel akzentuiert.

Mit Lugano und Gottéron trafen zwei Teams aufeinander, die beide weiter vorne erwartet worden waren. Bei den Tessinern hatte der bescheidende Saisonstart Konsequenzen. Für den Trainer-Veteranen Chris McSorley ist die Zeit unter Palmen nach etwas mehr als einem Jahr bereits wieder zu Ende, ersetzt wurde er letzte Woche durch Rookie Luca Gianinazzi. Bei seiner Premiere – als er unmittelbar vor Spielbeginn als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde – unterlag der erst 29-jährige bisherige Elite-Coach im Heimspiel gegen den HC Davos nach einer 2:0-Führung noch. Gegen die Freiburger folgte nun also seine erste «richtige» Partie, für die er sein Team eine Woche lang einstellen konnte. Dass die eher spärlich erschienen Tifosi nach der Absetzung McSorleys, dem unter anderem veraltete Trainingsmethoden zur Last gelegt wurde, von nun an die Spieler in die Pflicht nehmen, manifestierten sie mit diversen Spruchbändern, darunter eines mit dem Motivationsmantra «No more excuses!».

Am Ende eines zu Beginn fahrigen, dann teils wilden und schliesslich eines von der Spannung lebenden Duells bogen die Freiburger dank dem zweiten Saisontreffer von Ryan Gunderson sechseinhalb Minuten vor der Schlusssirene zum 3:2 nach zweimaligem Rückstand doch noch auf die Siegerstrasse ein, ehe Sandro Schmid mit dem Empty-Netter den Deckel zumachen konnte. Während die Bianconeri anhand des Spielverlaufs wahrlich keine Entschuldigen anführen konnten, das fünfte von sechs Heimspielen verloren und auch unter der Leitung von Gianinazzi weiter auf die Wende warten, verschaffte sich Gottéron ein wenig Luft. «Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns», erklärte Andrei Bykow nach Spielende. «Wir sind nicht gut gestartet, wurden dann im zweiten Drittel schlecht belohnt und haben Charakter gezeigt, um die wichtigen Punkte noch zu holen.»

Die Türpanne

Begonnen hatte der Match mit einer Materialpanne. «Prendre la porte» heisst es auf Französisch, wenn jemand entlassen wird. In Lugano nahm dann nach gut drei Spielminuten nach McSorley auch der Eismeister die Türe mit. Eine Bandentür der Freiburger Spielerbank liess sich nicht mehr schliessen, nach langen 20 Minuten, während das abmontierte Objekt repariert wurde, konnte es schliesslich weitergehen. «Es passieren komische Sachen in dieser Saison», meinte Bykow, nachdem bereits das Spiel der Freiburger in Biel wegen Problemen mit der Kühlanlage abgesagt werden musste. «Aber es war früh im Spiel und hatte keinen grossen Einfluss.» Mit der Tür ins Haus fiel danach aber dennoch keines der beiden Teams. Vieles war Stückwerk im Startabschnitt, niemand vermochte schlagkräftige Argumente dafür zu liefern, weshalb man zu Unrecht in der unteren Tabellenhälfte steht. Eine Spur besser stellten sich immerhin die Tessiner an. Deshalb war die 1:0-Führung durch Kris Bennett, dem Dave Sutter nicht mehr als Geleitschutz bot und Connor Hughes dessen zwar satten, aber nicht unhaltbare Handgelenkschuss passieren liess, nicht unverdient. Der kanadische Torschütze war trotz den Ausfällen von Torhüter Mikko Koskinen und Daniel Carr einer von sechs Tessiner Ausländern auf dem Eis, während Gottéron nach der krankheitsbedingten Absenz von Juuso Vainio nur noch deren vier stellen konnte.

Lange Gesichter bei den Luganesi.
Keystone

Dass Trainer Christian Dubé das Gebotene nicht gefiel, zeigte sich in neuerlichen Linienumstellungen – Julien Sprunger und Nathan Marchon tauschten die Plätze –, diesmal bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie. Der Freiburger Ausgleich war jedoch nicht dieser Änderung geschuldet, sondern dem schnellen Umdenken von David Desharnais. Eben zurück aus der Kühlbox, vollendete er einen Konter über Andrei Bykow magistral (24.). Die Gäste gewannen in der Folge etwas die Überhand, schossen deutlich mehr aufs gegnerische Tor und hatten bei einem Pfostenknaller Mauro Dufners Pech, ehe sich Bennett wohl sagte, was die können, kann ich schon lange. Ebenfalls eben wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis, schloss der Kanadier in der 33. Minute einen überfallartigen Angriff Luganos zum 2:1 ab. «Es war nicht einfach, mit einem Rückstand in die zweite Pause zu geben. Aber wir haben nicht aufgegeben», unterstrich Bykow.

Drei Treffer im Schlussdrittel

Denn noch blieb Gottéron genügend Zeit, um die lange Rückreise aus dem Tessin mit etwas zählbarem antreten zu können, die letzte Überzeugung ging bis auf bei einigen wenigen wie Bykow und Sandro Schmid allerdings oft noch abhanden. Insgesamt war die offensive Durchschlagskraft nicht zum ersten Mal in diesem Championat mangelhaft. Bezeichnend deshalb, dass mit Benoit Jecker ein Verteidiger für den neuerlichen Ausgleich verantwortlich zeichnete. Janne Kuokkanen hatte den Schuss des Backs wohl nicht wie von den Referees entschieden abgefälscht. Das sollte letztlich aber nur eine Randnotiz bleiben, viel wichtiger waren für die Freiburger die drei Punkte, die sie sich dank dem Game-Winning-Goal von Gunderson sicherten, weil sie bis zuletzt an ihre Chance glaubten.

Connor Hughes kassiert den ersten von zwei Treffern von Kris Bennett.
Keystone

«Heute war es keine leichte Aufgabe, vieles lief gegen uns. Aber unter dem Strich waren wir besser als auch schon in dieser Saison», schloss Bykow. Das galt nicht zwingend für die beiden Nordländer Jacob de la Rose und Kuokkanen, aber umso mehr für Hughes im Tor der Freiburger, der mit dem ersten Sieg in seinem vierten Meisterschaftseinsatz belohnt wurde. Ob der Backup auch im Heimspiel vom Samstag gegen den LHC zum Zug kommen wird, hängt vom Rücken Reto Berras ab.

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